Archiv für ‘Im Musikbusiness’

Winehouse pfeift uns eins

Wednesday, August 13th, 2008 von Meredith

Amy Winehouse, die nach wie vor größte und wildeste aller Kerletten, hat wieder einmal gezeigt, wer hier die dicksten Cojones hat. Die Sängerin hätte ja ursprünglich den Titelsong zum neuen Bond “Quantum of Solace” gemeinsam mit Mark Ronson einspielen sollen. Wegen ihres, tja, ähm, unzuverlässigen, trinksüchtigen, aggressiven, willkürlichen Verhaltens wurde sie aber von den Produzenten wieder entlassen. Geplant ist stattdessen ein Duett von Alicia Keys und Jack White.

Jetzt hat Amy in einem Interview die Welt darauf aufmerksam gemacht, was sie verpasst.

“I guess they are going for clean-cut and boring,” she sneered to New magazine. “[They] made a big mistake. If they want a worldwide hit, I have them all up here [pointing to her head].”

Was für eine Vorstellung, wie die kleine, dünne Amy lungert, raunzt und machomäßig auf ihren Haarturm zeigt. Stellt sich allerdings (bei all meiner offenkundigen Zuneigung zu Ms. W.) doch die Frage - wird sie jetzt von allen anderen unterschätzt, oder ist sie einer groß angelegten Selbstverarschung aufgesessen?

Zwei Diskussionen, ein Dilemma

Monday, August 11th, 2008 von Katrin

Am Freitagabend fanden gleich zwei Diskussionen zum Thema Frauen in der Musikbranche statt. Wenngleich die ursprünglichen Intentionen, die hinter der Organisation dieser Runden standen, verschiedene waren, so brachten sie doch ein und das selbe Dilemma ans Licht: Frauen haben es in der Hiphop- und Techno-Szene schwer. Aber von vorn:

Ich selbst war Freitag Gast bei der Diskussion “Feminism – government’s mission? Economic factor? Insurrection?” bei “Femmes ‘R’ US”. Eingladen waren vor allem Queer Theory-Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt, daneben gab es eine kleine Performance des Berliner Künstlers Tim Stüttgen aka Timi Mei Monigatti. Die Hauptfrage, um welche die Redebeiträge kreisten, war, inwiefern der heutige Feminismus mit der Vielschichtigkeit der Geschlechterfrage zurechtkommt, sie genügend behandelt und vertritt, wie sehr auch Rasse und Klasse sich mit in die vielen Diskriminierungs-Mechanismen einmischen und ob der Feminismus auch queere Lebensformen, also jenseits einer einfacher Mann-Frau-Dichotomie, vertreten kann.

Angesichts dieser wirklich schwierigen Fragestellung schien es den verschiedenen Rednerinnen schwer zu fallen, auf eine gemeinsame Diskussionsschiene zu kommen. Viele Nebenschauplätze wurden eröffnet. Rosa Reitsamer aus Wien zum Beispiel berichtete von einer Studie, in der sie die Lage und die Vernetzung weiblicher DJs analysiert hatte. Unter den 10 weltweit bestbezahlten DJs ist bis heute keine Frau. Frauen haben es nach wie vor in der Szene schwer und das, so die Rednerin, unabhängig von ihrem Können, sondern vor allem aufgrund ihres Geschlechts und fehlender Netzwerke für dieses. Die Netzwerke, die es gäbe, seien zudem meistens ehrenamtlich strukturiert und orientierten sich an nichtkommerzieller Vermarktung, was ja ein großmütiges Vorhaben ist, aber leider nicht gewinnbringend. Vom Auflegen zu leben ist daher für Frauen immens schwerer, als für Männer.

Tiina Rosenberg aus Schweden knüpfte an diesem Bericht an und forderte, der Staat (die Staaten) müssten diese nichtkommerzielle Musik viel mehr finanzieren. Für sie sei die Rolle des Staates absolut klar. Das gelte nicht nur für Frauen, sondern und vor allem auch für queere KünstlerInnen. An dieser Behauptung, der Staat müsse klar zahlen, tat sich dann ein Streitpunkt auf, denn in manchen Staaten ist es bislang überhaupt nicht üblich, Kunst öffentlich zu finanzieren, in anderen wird diese öffentliche Finanzierung nur zurückgefahren und bezieht sich zu 80 Prozent auf klassische Musik. Woher sollen die Staaten das Geld nehmen? Gibt es nichts wichtigeres, als feministische und queere Kunst zu finanzieren? Müssen die Frauen nicht vielmehr in die ökonomische Zitrone beißen und sich ebensolche kommerziellen Netzwerke erarbeiten, wie die Männer? Und wenn ja: Wie sollen sie das schaffen, wenn in der Szene doch eine passive Diskriminierung vorhanden ist?

Hier schließt sich wieder der Zirkel zur Diskussion in der Alten Feuerwache in Kreuzberg (Bericht bei Spiegel.de), an der Alice Schwarzer teilnahm und mit zwei weiblichen MCs, MC Pyranja alias Anja Käckenmeister und MC Sookee, über das Frauenbild im Hiphop diskutierte. Natürlich ging es vor allem um Sido und Bushido in Deutschland und die kaum bekleideten Popo-Wacklerinnen, die in US-Hiphop-Videos als Deko für böse guckende Rapper fungieren und “ihre eigene Erniedrigung” feiern, wie Schwarzer es ausdrückte. Die deutschen Frauen im Hiphop versuchen, gegen solche Frauenbilder zu rappen und damit zu protestieren.

“Ist das echt, was ihr wollt, eine kaputte Nutte? Ist es das, was ihr wollt, eine Eva-Herman-Show?”, rappt Jeenez, die 2004 die erste Frauen-Rap-Crew in Deutschland gründete. (Spiegel)

Natürlich kamen Schwarzer und die beiden MCs nicht so ganz auf einen Nenner. Zwar schien die Ikone des Feminismus sehr positiv gegenüber ihren Mitdiskutantinnen eingestellt, so lässt zumindest der Spiegel-Artikel vermuten, doch ein wenig muss sie doch wieder in die Rolle der Belehrenden und der “das wissen wir doch schon lange”-Argumentation geraten sein. Laut Spiegel-Artikel endeten dann die beiden Positionen - traditionaler Feminismus vs. “Geschwisterlichkeit statt Schwesternschaft” - in Argumentationssackgassen, aus denen nicht mehr viel Neues und Innovatives zu erwarten war.

Interessant ist für mich vor allem der Rundumschlag zur Diskussion bei Femmes ‘R’ Us: Sowohl die Hiphop-Frauen, als auch die weiblichen DJs haben es schwer, sich gegen die männlichen Kollegen zu behaupten, mit ihnen gleich zu ziehen. Der Spiegel resümiert die Lage der Rapperinnen:

(…) exotisch, von den Medien in die “Frauen”-Schublade verfrachtet, von Rappern und ihren Fans argwöhnisch beäugt.

Und Alice Schwarzer ergänzt:

“Eine der härtesten Männerbranchen, ihr habt mehr Gegenwind als wir damals.”

Wo sind die Lösungsansätze für dieses Problem? Ein einfaches: Der Staat muss sie bezahlen, muss sie fördern? Wie kann die “Geschwisterlichkeit statt Schwesternschaft”, die MC Sookee fordert, erreicht werden? Muss die Frauen-Schublade überwunden werden, damit Frauen eine gleichwertige Chance auf dem Markt und in den Clubs bekommen? Fragen über Fragen. Leider konnte keine der beiden Runden so richtig gute Antworten darauf, zumindest aber viele Denkanstöße geben.

“Das Maul aufmachen”

Sunday, August 10th, 2008 von Susanne

Vor ein paar Tagen hat Cyndi Lauper der Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem sie ein kleines bisschen über ihre neue Platte “Bring Ya To The Brink” spricht und sehr viel über Sexismus und Emanzipation. Zum Beispiel:

Sie haben neulich bei einem Konzert Hillary Clinton Ihren neuen Song “Same Old Story” gewidmet. Sind sie verärgert über die demokratischen Vorwahlen?
Was über Hillary verbreitet wurde, war sexistisch. Als Frau finde ich das zum Kotzen. Aber ich weiß, dass diese Mauer schließlich fallen werden wird, denn hinter jeder Frau, die daran stößt, warten schon zwanzig mehr. Darum hatte ich zu Beginn meiner Laufbahn soviel Selbstvertrauen. Ich wusste, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt, aber ich habe die Möglichkeit, mein großes Maul aufzumachen und was zu sagen. Und das werde ich tun.

(…)

Wenn ich Sie vor 15 Jahren interviewt hätte, hätte ich Ihnen zu Ihrer Vorarbeit zur Girl Power gratuliert. Aber inzwischen …
… hat es einen Backlash gegeben, nicht wahr? Heute sieht man keine Girl Power mehr. Man sieht frauenfeindlichen Scheiß und Mädchen, die sich verhalten, als wären sie lobotomisiert. Babes, ihr habt keine Power! Ihr könntet genauso gut Halsband und Leine tragen. Das ist nicht Selbstermächtigung, das ist rückwärtsgerichtet. Aber auch dagegen kommt wieder ein Backlash. Und für all diese Typen, die Leute wie mich zurückdrängen wollen, wird es noch ein schlimmes Erwachen geben.

Rock-Emanze

Wednesday, May 14th, 2008 von Susanne

Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie dieses Spiegel-Interview mit Lucy van Org Anfang April an uns vorbeigehen konnte. Zufällig bin ich jetzt noch mal drauf gestoßen und empfehle es hiermit unbedingt zur Lektüre. (Doch, doch, auch alte Sachen können Spaß machen!)

(Foto über Übermutter)

Die beste Zeit des Berufslebens

Thursday, April 24th, 2008 von Barbara

blogspot.tv

Wie gut der Spiegel das doch wieder erkannt hat: Frauen sind nur bis Mitte 30 was wert, und wenn sie dann auch noch Kinder haben, kann man sie eigentlich vergessen:

Jennifer Lopez hat beruflich ihre besten Jahre hinter sich. Als Frau mit einem Lebensalter von 38 und als Mutter von zwei Kindern ist sie in der Musikbranche schwer zu positionieren, auf attraktive Kinorollen darf sie sich kaum noch Hoffnungen machen.

Auweia!

Feministische Hiphopper

Sunday, April 20th, 2008 von Susanne

Die aktuelle Emma portraitiert die netteste Hiphop-Band Deutschlands: Fettes Brot. Und die entpuppen sich im Gespräch als Feministen:

„Wir freuen uns, wenn Frauen feministische Ansätze in unserer Musik entdecken. Wir wollen einen respektvollen Umgang zwischen Männern und Frauen propagieren. Alles andere finden wir ekelhaft“, sagt Boris Lauterbach alias König Boris.

In ihren besten Momenten vereinen die drei Bühnenakteure Ausgelassenheit, Sensibilität und Tiefe mit einem grundempathischen Gesellschaftsbild. Dafür mussten sie in ihren 15 Jahren Bandgeschichte trotz wiederholter Hitparadentauglichkeit immer wieder mal Prügel von der Rap-Polizei einstecken. Als „Pop-Schweine“, „Weicheier“, „Muttis Lieblinge“ und „Profeministen“ werden die Fetten Brote beschimpft.

Hiermit sei den Dreien ein deutliches “Feminist des Tages” ins Muttiheft gestempelt.

(Foto: Cover der neuen Platte “Strom und Drang”)

Frauen, die pfeifen

Thursday, April 17th, 2008 von Barbara

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte diese Woche wieder einen Text über Lady Bitch Ray.

“Man muss nicht aussehen wie eine Eule, um für Frauenrechte zu kämpfen”, sagt sie, und dass sie eine Feministin der neuen Generation sei - der nach Alice Schwarzer.

Lady Bitch Ray lobt Charlotte Roches Buch “Feuchtgebiete”. Sie meint, sie lasse sich von keinem Mann etwas sagen. Auch die Münchner Abendzeitung entdeckt Frauen, die derbe sind, Frauen, die auf sich aufmerksam machen, die “pfeifen” - und Frauen, denen dafür nicht der Hals umgedreht wird. Sie kaufen Sexspielzeug und verfassen erotische Manuskripte:

Seit Wochen etwa wird Verlegerin Claudia Gehrke mit Frauen-Manuskripten überschwemmt, die aus schlüpfrigen Emails oder Aufzeichnungen aus Chatrooms bestehen. „Das anonyme Chatten daheim lässt die Schamgrenzen fallen. Plötzlich schreiben Frauen auf, was sie wirklich denken und fühlen“, sagt Gehrke, die seit den 80er Jahren eine erotische Literatursammlung für Frauen („Das heimliche Auge“) herausgibt, „sie formulieren vulgärer, expliziter. Der direkte Zugriff bringt mehr Lust als kuschelige Umschreibungen“.

Und auch die Welt hat die Frau als sexuelles Wesen entdeckt.

Lady Bitch Ray: Wütende Möse auf Highheels?

Thursday, April 3rd, 2008 von Katrin

Highheels

Sie ist überall: Bei Maischberger hat sie diskutiert (wovon u. a. Spiegel Online und die FAZ berichteten), Spiegel Online hat über sie geschrieben und in der Taz war sie auch schon zweimal („Keine ist so krass wie ich“, 2006 und „Ich stehe für vaginale Selbstbestimmung“ 2008). Niemand kommt mehr so richtig an der eigenwilligen Erscheinung der Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray vorbei, die für sich proklamiert, sie vertrete eine neue Art von Emanzipation. „Ich stehe für vaginale Selbstbestimmung,“ ist der Titel des Taz-Interviews vom 1 April. Dabei ist es oft etwas schwierig, zwischen all den Provokationen herauszulesen, was sie wirklich will. Ein bisschen aggressiv kommt sie manchmal rüber:

“Ich habe viel Wut in meiner Möse, und die muss ich rauslassen.“

Doch was steckt hinter solchen Songs wie „Ich hasse dich!“, in dem Jeannette Biedermann und Sarah Connor ihr Fett wegkriegen?

“Die zwei sind oberflächliche Musterfrauen, die ich verachte. Die achten darauf, wie sie reden, wie sie singen, die verhalten sich oberflächlich. Sarah Connor ist unerträglich. Die beiden haben sich doch hochgeschlafen. Ich ertrage diese oberflächliche Gesellschaft nicht.”

Nicht wirklich sympathisch, oder?

Wenn man die Lady Bitch Ray erfassen will, muss man weiter ausholen. Denn im Gegensatz zu Rappern wie Frauenarzt oder King Orgasmus One, die Pornorap berühmt und berüchtigt gemacht haben, hat sie Abitur und sogar ein abgeschlossenes Studium in Germanistik. Ihre Magisterarbeit hatte das Thema „Jugendsprache anhand der Darstellung der Jugendkultur Hiphop“ und wurde wegen ihrer ausgesprochen guten Qualität und vor allem Aktualität in einer Anthologie im Brockmeyer-Universitätsverlag veröffentlicht. Aber: Eine Germanistin, die mit Wörtern wie „Möse“, „Ficken“, „Fotze“ und „Schwänze“ inflationär umgeht, ist einfach nur irritierend. Eine Frau, die irgendwie aus sämtlichen Rahmen purzelt.

Der Ehemann von Sarah Connor, Marc Terenzi, wird dann mal aben als Schwuchtel betitelt und die Taz fragt:

“Das ist ganz schön homophob, was?”

Doch in eben solche Raster (”wer Schwuchtel sagt, ist homophob“) lässt sich Frau Sahin nicht pressen.

“Weil ich Schwuchtel sage? Im Rapkontext ist es ein gängiger Begriff. Ich habe natürlich nichts gegen Schwule, mein Friseur ist schwul. Ich will Marc Terenzi aber einfach niedermachen.“

Sie weiß wovon sie spricht, darüber hat sie ihre Magisterarbeit geschrieben.
Doch in die Köpfe so mancher JournalistInnen (und LeserInnen) will das nicht reingehen. Sie regen sich auf, sie machen sich lustig, sie schütteln ihre Köpfe. Da wird die Lady Bitch Ray mal zu ernst, dann wieder zu wenig ernst genommen. Denn sie ist nicht nur angetreten, um für „vaginale Selbstbestimmung“ zu kämpfen, sie sagt im Taz-Interview auch:

“Mir ist es wichtig, dass das Opferbild der Türkin geändert wird. Ich mache das krasse Gegenteil davon, was von einer Türkin erwartet wird.“

Ob ihr das mit mit Vulgärsprache und körperlich dargestellter Provokation wohl gelingt?

Wahrlich, eine harte Nuss, diese Lady einzuordnen, angesichts so vieler Chiffren, künstlerischer Schnörkel, kühl kalkulierten Provokationen, politisch und sozial komplizierten Hintergründen und psychologischen Selbstzeugnissen wie „ich habe zwar eine Profilneurose und bin Narzisstin …” Als FeministIn kann und muss man einige „Techniken“ dieser Frau kritisieren. Sexuelle Reize werden derart penetrant in den Vordergrund gestellt, dass man sich zwischen Abstoßung und Faszination hin- und hergerissen fühlt. Außerdem bleibt die Frage nach dem Effekt: Kann dies wirklich ein Beitrag zu mehr Geschlechterdemokratie sein? Braucht es dafür nicht ein bisschen mehr Ernst? Ein bisschen mehr “Haltung statt Posen”? Zudem sind die Botschaften oft sehr widersprüchlich – Feminismus paart sich bei Sahin mit heftigen Rollenklischees, wie in den „10 Geboten des Vagina Styles“:

“Du hast einen Grund zu feiern: Du hast eine Möse und du bist eine Frau, die weiß, was sie will.”

- Daumen hoch! Aber dann wieder:

“Wenn du Geld verdienst, sei dir nicht zu geizig für Kosmetika, Klamotten und Highheels, das ist ne clevere Anlage. Dein Körper ist dein Kapital, Baby.”

Puh.

 

(Dank an Kathrin und Timo für die Links.)

New girls on the radio

Thursday, April 3rd, 2008 von Barbara

(c) BR

Der Bayerische Rundfunk sendete gestern auf seiner Jugendwelle, dem “Bavarian Open Radio“, eine Übersicht über junge Frauen in der Musik. Von den Folk-Elfen Joanna Newsom, Alela Diane und Soap and Skin, den Sound-Sisters CocoRosie und Tegan & Sara und den Country-Soul Erbinnen Devon Sproule, Simone White und Duffy wurde erzählt:

Ihr Instrument ist eine Harfe, ihre Stimme die einer Elfe: Joanna Newsom. Über ihr Album “Ys” meinte Spiegel Online, es sei das “bedeutendste und berührendste Album dieses Jahrzehnts”. Letztes Jahr erschien dann “Joanna Newsom and the Y Street Band”. Ablösung der schweißtreibenden Musik von Bruce Springsteen and The E Street Band: Diese US-Amerikanerin klingt nach Kate Bush und ordentlich gescheiteltem Haar, sie verwandelt den Rockschuppen in eine Konzerthalle voller andächtig lauschender Zuhörer.

Das alles unter der Überschrift: “Der Angriff der Alphamädchen im Pop”.

We’re all feminists: Tegan & Sara

Monday, March 31st, 2008 von Barbara

(c) Zündfunk Im Interview mit dem Zündfunk des Bayerischen Rundfunks sprechen die kanadischen Zwillinge und Musikerinnen Tegan and Sara Quin über Frauen in der Musikszene und Feminismus. Sara erklärt ganz wunderbar, warum sie sich als Feministin auf der Bühne sieht:

“Schaut man sich die Definition von Feminismus an, wird klar, dass wir eigentlich alle Feministen sind. Auch die Männer – jeder ist ein Feminist. Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die wirklich meinen, dass Frauen weniger wert sind als Männer. Viele verstehen nur die Bedeutung von Feminismus falsch. Denn: Ich möchte das Recht haben, zu wählen, den Job machen, der mir gefällt. Und mich nachts sicher fühlen. Für diese Dinge steht der Feminismus. Deshalb sind die meisten Menschen Feministen. Sie wissen es bloß nicht.”

Das ganze Interview gibt es zum Nachhören im Zündfunk-Podcast.