Archiv für ‘Der Feminismus ist schuld’

We proudly present: the (glaub ich) First German Anti-Feminist-Bingo

Tuesday, April 8th, 2008 von Katrin

Anti-Feminist-Bingo

Feministische Blogs gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. Und wie das im Internet so “üblich” ist: Wo es ein ernsthaftes Anliegen gibt, da gibt es auch Trolle. Diese mögen es, mit ihren immer gleichen Sprüchen die Diskussionen zu sabotieren.

Kolleginnen aus anderen Ländern haben aus der Not eine Tugend gemacht, die Sprüche gesammelt und in sogenannten “Anti-Feminist-Bingos” verewigt. Und nun haben wir auch unser eigenes kreiert.

Na, kommt euch der eine oder andere Spruch bekannt vor?

Die Regeln sind ganz einfach: wer fünf Aussprüche in einer Reihe notiert hat (weil ein Troll sie (hier) mal wieder um sich warf), schreit laut: “Bingo!

Weitere nette Bingos finden sich in Hoyden’s Blog (hier gibt es wegen der Fülle der Sprüche sogar schon einen zweiten Teil) und bei Girl-Wonder.org. Have fun playing!

Feministinnen auf der Bühne

Friday, February 29th, 2008 von Barbara

(c) www.teganandsara.com In der aktuellen Ausgabe des Spiegels gibt es ein kurzes Interview (nicht online verfügbar) mit den beiden kanadischen Musikerinnen Sara und Tegan Quin. Folgende Frage ist irritierend:

Spiegel: Ihre Schwester und Sie treten mit drei männlichen Begleitmusikern auf. Wie passt das dazu, dass Sie als Feministinnen gelten?

Quin: Wir sind Feministinnen. Wir machen kein Geheimnis daraus, dass wir Frauen lieben. Aber die Tatsache, dass wir Lesben sind, hat mir unserer künstlerischen Arbeit nichts zu tun. Wir haben drei Jungs als Musiker angestellt, weil wir sie mögen und weil es uns gefällt.

Schade, dass der Mensch, der die beiden für den Spiegel interviewt hat (es ist kein Credit angegeben), davon ausgeht, dass Feministinnen nichts mit Männern zu tun haben wollen.

Europas “falsche” Babys

Tuesday, February 19th, 2008 von Susanne

Jetzt wird auch schon in Amerika über die europäische “Demografiekatastrophe” gesprochen. Und man mag es kaum glauben: Die Diskussion ist dort sogar noch einen Tick abgedrehter als hierzulande, religiöse “profamily”-Aktivisten beschören den Untergang Europas, weil es zu wenig weiße Babys gäbe - Schuld daran seien vor allem Verhütung, Abtreibung, Scheidung, der Feminismus und die Karrieren von Frauen. Die Publizistin Kathryn Joyce schreibt im Nation Magazine über die Debatte. Und hier gibt es noch einen Videobeitrag zum gleichen Thema.

Über Feministing

Unsichtbar ohne -in?

Thursday, January 17th, 2008 von Barbara

Immer wieder schwierig: Ein Wettlauf mit dem Bruder; die Schwester ist schneller - und möchte siegeslustig über die Ziellinie rennen und “Erster!” rufen. Oder doch: “Erste!” Ein Junge, ein Mädchen. Das generische Maskulinum, das die männliche Form wählt und Frauen auch meinen kann, wäre für “Erster”. Das generische Femininum, das den kleinen Sexismus des Deutschen einfach umkehrt, wäre für “Erste”. Tja, und das Mädchen? Rennt einfach langsamer, um dem Bruder die Entscheidung, das Richtige zu sagen, zu überlassen.

Das Problem mit dem Deutschen “als Männersprache” beschäftigt auch viele Linguistinnen und Linguisten. Einige sind neuerdings der Meinung, es wäre besser, das femininisierende Suffix “-in” bitte wieder aus der Sprache herauszulassen. Die Begründung? Focus bringt den Psycholinguisten Wolfgang Klein an, der meint, mit der Nennung von beiden Geschlechtern, also “Erste / Erster”, würden die beiden nur noch mehr separiert werden, Gegensätze geschärft statt geglättet. “Früher wäre es mir nicht im Traum eingefallen, Frauen nicht einzubeziehen”, wird Klein zitiert. Durch die explizite Ausschreibung von Frauen und Männern, etwa in Stellenanzeigen, würde ihm jetzt erst bewusst, dass in einem Gespräch über “Politiker” Frauen ausgeschlossen wären.

Hey, Linguistik-Professorinnen und Linguistik-Professoren! Wir möchten sprachlich erkennbar sein. Denn dazu gibt uns die deutsche Sprache, im Gegensatz etwa zum Englischen, die Möglichkeit - hier können die Geschlechter benannt werden. Keinesfalls wollen wir wieder in Vergessenheit geraten, unsichtbar bleiben, weil niemand uns hinter einer “männlichen” Bezeichnung vermutet.

Und das Mädchen, das schnell laufen kann? Soll “Erste!”rufen. Und sich von ihrem Bruder zum Eis einladen lassen.

Gebär-Bummelei galore

Sunday, January 13th, 2008 von Barbara

Zeit Im aktuellen Zeit Magazin Leben macht sich Iris Radisch Gedanken über die “Gebär-Bummelei”, also die Tatsache, dass die deutschen Frauen statistisch mit 26 Jahren erst Kinder kriegen, im Gegensatz zu den afghanischen etwa, die im Teenageralter schon Mütter werden. Internationale Vergleiche hinken in den meisten Fällen, und auch die Statistik belegt nur das, was wir belegen wollen. Radisch bricht also eine Lanze für die Zeit, die wir uns mit der Mutterschaft lassen:

Dieser Artikel möchte zur Entspannung beitragen und einer übereilten Rückkehr in afghanische Verhältnisse vorbeugen. Es gibt keinen Grund zur Panik. Im Gegenteil: Die Bummelei, fast jede Art von Bummelei, ist eine Kulturleistung, ein unbedingt zu verteidigender Zugewinn an Freiheit und Selbstbestimmung. Die Freiheit zur Gebär-Bummelei im Speziellen ist ein immenser Zugewinn an weiblicher Autonomie. Man darf sich Zeit lassen.

Die Gründe für die deutschen Frauen, eher später als früher zu gebären, sind ebenso vielfältig wie die der afghanischen Frauen, eher früher als später zu gebären. Neben denen, die Radisch für die deutschen Frauen aufzählt (Ausbildung, Berufsleben, Lebenslust etwa), kommt noch ein gewaltiger dazu: Nicht jeder Mann an der Seite einer Frau eignet sich, ein guter Partner für das Projekt Gebären zu werden. Man muss schon auch wollen.

Scheiß Feminismus!

Tuesday, December 18th, 2007 von Susanne
Dieser Text ist Teil 5 von 28 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

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Soviel zur Befreiung des Irak

Monday, December 10th, 2007 von Meredith

In der nordirakischen Stadt Basra sind im vergangenen Jahr 40 Frauen die Opfer eines islamistisch motivierten Mordfeldzuges geworden.

In vielen Vierteln Basras sind auf den Hauswänden Todesdrohungen gegen Frauen zu sehen, die geschminkt oder ohne Kopftuch auf die Straße gehen, berichtet die AP. Und an den Leichen der Opfer werden islamistische Botschaften angebracht mit Erklärungen wie “Diese Frau hat gegen die göttlichen Lehren verstoßen” und Warnungen an andere, die es ihnen gleich tun.

Interessanterweise hat in den USA vor kurzem eine rechtskonservative Publizistin eine Tirade gegen liberale Feministinnen gehalten und behauptet, die US-Truppen hätten im Irak mehr für die Befreiung der Frauen getan, als das feministische Etsbalishment überhaupt. Fragt sich nur, was die Frauen im Irak denken, die nicht mehr frei entscheiden können, was sie tragen möchten, ohne um ihr Leben zu fürchten.

Gleichberechtigung rottet Neandertaler aus!

Sunday, November 11th, 2007 von Meredith

Amerikanische Anthropologen haben endlich den Grund gefunden, warum die Neandertaler nur 100.000 Jahre auf dieser Erde lebten: Ihrer Meinung nach ließen es sich die Neandertalerladies nicht nehmen, auch auf die Jagd zu gehen. Anstatt brav wie die Femina Sapiens in der Höhle zu bleiben und sich aufs Sammeln und Einkochen von Beeren und Kräutern zu beschränken, begaben sie sich in die wilde, gefährliche Welt da draußen. Und, huch!, nahmen ihre Kinder möglicherweise mit auf die Jagd. Dass wir unsere Evolution doch der geschlechtlichen Arbeitsteilung verdanken, beweisen die Forscher damit, dass sie bisher keine “weiblichen” Werkzeuge aus der Neanderthalerzeit entdeckten.

Ein weiteres Beispiel von neutraler Wissenschaft im Dienste der Geschlechter-Ungleichheit. Danke, setzen, arrgh.

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