Bristol Palin über Teenagerschwangerschaften

von Magda

Bristol Palin, Tochter von Sarah Palin, Ex-US-Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei, wurde Ende 2008 mit knapp 18 Jahren Mutter eines Sohnes und ist seit dessen Geburt in der US-amerikanischen Abstinenzbewegung aktiv. Sex vor der Ehe? Kommt für Bristol nicht (mehr) in Frage. Im Mai 2009 ließ sich Bristol dann für die Candie’s Foundation verpflichten, eine gemeinnützige Organisation, die sich die Bekämpfung von Teenagerschwangerschaften auf die Fahnen schreibt.

Auch wenn die Aussage dieses aktuellen Videos der Candie’s Foundation wohl gut gemeint ist, hinterlässt es doch einen schlechten Nachgeschmack: Teenagerschwangerschaften sind insbesondere dann zu verurteilen, wenn die jungen Mütter arm sind. Reiche (berühmte) Mädchen hingegen müssen sich kaum Sorgen machen. Auch wenn dies wohl der gesellschaftlichen Realität entspricht, ist die Tatsache, dass diese moralische Lehrstunde von jemanden wie Bristol Palin kommt, doch irgendwie, hmm… bevormundend? Wie Sociological Images passend titelt: „Teenagerschwangerschaften sind ätzend – es sei denn, du bist Bristol Palin“

What if I didn’t come from a famous family?
What if I didn’t have all their support?
What if I couldn’t finish my education?
What if I didn’t have all these opportunities?

Believe me, it wouldn’t be pretty.
Pause… before you play.

(Zu Deutsch: Was wäre, wenn ich nicht aus einer berühmten Familie käme? Was wäre, wenn ich nicht deren Unterstützung hätte? Was wäre, wenn ich meine Ausbildung nicht beenden könnte? Was wäre, wenn ich nicht all diese Möglichkeiten hätte? Glaube mir, es wäre nicht schön. Warte, bevor du ’spielst‘.)

Was denkt ihr?




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 13. April 2010 um 8:37 Uhr unter Familien_politik, Körper, Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. Shadow sagt:

    Was für ein Unsinn. Nach Palins Argumentation sollten nicht Teenager keine Kinder bekommen, sondern arme Menschen. Die Probleme die – unabhängig vom Wohlstand – bei allen Teenagerschwangerschaften auftreten spricht sie nicht an. Ihre Argumente sind also welche für eine bessere Unterstützunbg junger Mütter (und Väter). Und auch die wirklichen Gründe, warum Jugendliche keine Kinder kriegen sollten, sind keine für sexuelle Abstinenz sondern für Verhütung.

    Dass Palin reich ist und selber mit 18 schwanger wurde sind keine Gründe warum sie sich nicht engagieren sollte. Glaubwürdigkeit verliert sie nicht dadurch, sondern durch das, was sie sagt. (Und zum Teil natürlich auch dadurch, dass ihre Mutter für keinen außerhalb erzkonservativer Kreise mehr als eine Witzfigur darstellt)

    Nebenbei: Sarah Palin war nur VIZEpräsidentschaftskandidatin.

  2. Laura sagt:

    Stösst mir jetzt auch etwas sauer auf – können sich nur Reiche Kinder erlauben?

    Aber eigentlich sagt Bristol auch nirgends (im Video), dass Teenies keinen Sex haben sollten. Dieses „Pause“ kann ja auch als Unterbrechung gedeutet werden – und die brauchts ja, um rasch ein Kondom überzuziehen ;)

  3. Morjanne sagt:

    @Laura: Das dachte ich auch erst :)

    Zumal ja ‚play‘ nicht Sex an sich sein muss. Vielleicht auch nur leichtsinniger, sprich unzureichend verhüteter?

  4. Helga sagt:

    @Shadow: Ich hab das geändert, danke.

  5. Irene sagt:

    Nach Palins Argumentation sollten nicht Teenager keine Kinder bekommen, sondern arme Menschen.

    Nicht nur Familie Palin denkt so.

    Elterngeld: Eine sozialeugenische Maßnahme?
    http://dishwasher.blogsport.de/2010/01/15/elterngeld-eine-sozialeugenische-massnahme/

  6. Opa Fritz sagt:

    Ich denke dass die korrekte übersetzung heißt.

    Wartet – bevor ihr spielt!