Einträge von Nicole


Fußball-WM 2011 zu Tode instrumentalisiert?

5. Juli 2011 von Nicole


Nach den ersten anderthalb WM-Woche wird’s Zeit für eine kleine Presseschau. Nicht, dass ich wirklich dazu kommen würde, alles zu lesen – also gerne Hinweise auf weitere interessante Texte in die Kommentare posten. Die Auswahl setzt einen negativen Grundtenor: Es herrscht Enttäuschung über sportliche Leistungen, das Aussehen der Frauen, die zwanghaft korrekte Sprache und vor allem die Überhöhung des Ereignisses.

Spiegel Online schießt sich ein: Die WM sorgt vielleicht für Rekordeinschaltquoten, die Spielerinnen loben den Gastgeber und die Stadien sind auch ziemlich gut besucht, aber das zu berichten, ist ja irgendwie langweilig. Alles nur kalkulierte Euphorie, schreibt Barbara Hans deswegen und das kann nicht funktionieren. Die WM sei schon im Vorfeld „zu Tode instrumentalisiert“ worden: „Die Frauen sollen für das Sommermärchen sorgen, das Ansehen Deutschlands in der Welt verbessern, den Feminismus stärken. Und, ach ja, gewinnen natürlich auch. Abpfiff!“ Da mag sogar was dran sein, ebenso wie an Hans‘ Anmerkung, dass Fußballerinnen genauso wenig sexy sein müssten wie Fußballer. Wirklich naiv jedoch ist ihr Rückblick auf das „echte“ Sommermärchen, die WM 2006, die sie sich als jenseits jeglicher politischer und ökonomischer Instrumentalisierung vorstellt, bei dem die Begeisterung ganz natürlich und ganz ohne flankierende Werbemaßnahmen stattfand. „Und da war es, das Märchen. Nicht konzipiert, einfach da.“ Aber sicher. Wir geben zurück in die FIFA-Zentrale.

Nicht überraschend mokiert sich Jan Fleischhauer ebenfalls bei SPON über politisch korrekte Bezeichnungen der Veranstaltung und die von der Heinrich-Böll-Stiftung propagierte Idee, Frauenfußball könnte eine emanzipative Bewegung darstellen. Dass Stadionordner den Frauen der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben aus NRW ihr Banner „Fußball ist alles, auch lesbisch“ abnahmen, findet Fleischhauer irgendwo auch richtig, die Entschuldigung des DFB deswegen betrachtet er vermutlich als schwächliches Einknicken vor der Weltherrschaft linker Lesben.

In den SPON-Chor stimmt auch Jakob Augstein ein und beklagt die Instrumentalisierung der WM, allerdings verbunden mit einem ganz interessanten Twist zur Quotendiskussion. Schluss mit der künstlichen Überhöhung des Frauenfußballs, meint er, stattdessen lieber Frauenförderung neben dem Platz: „Die offensive Unterstützung, die diese WM erfährt, ist wie ein Placebo für echte affirmative action. Es gäbe genug Gründe, die institutionalisierte Förderung von Frauen auszudehnen. In den 200 größten deutschen Unternehmen sind nur 3,2 Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt.“

Apropos Fußball-WM und Sprache: Im Interview mit sportschau.de verrät Bastian Sick, dass er auf die Landsmännin nicht verzichten will, auf die Libera hingegen gerne und auf Anglizismen ohnehin. Die Sprachwächter der Bild wird’s sicher freuen. Aber nicht nur über das sprachliche, auch über das sportliche Niveau wird geklagt, zum Beispiel von Carsten Eberts bei der Süddeutschen: „1:0 und 2:1, das sind bislang die typischsten Ergebnisse.“ Ja, schlimm, das ist ja fast so wie beim … wartet, wie heißt das noch? … Fußball.

Aber versprochen war ebenwas anderes. Keine dreckigen Fouls, Fehlpässe und Chancentode, sondern weiblich-eleganter Fußball, Frauenfußball, eben „20Elf von seiner schönsten Seite“. „Wo ist der Zauberfußball?“, will die Agenturmeldung der dapd zur Partie Brasilien gegen Norwegen folgerichtig wissen (Marta hat das ja inzwischen beantwortet). Auch das Versprechen von Sexyness – etwa in der Nike-Werbung mit Lira Bajramaj „Wer scharf aussieht, schießt auch schärfer“ – wird nicht wirklich erfüllt, wie ein vielleicht frustrierter Fußballblogger moniert: „Ich will niemanden zu nahe treten, aber nur wenige Frauen der diesjährigen Fußball-WM gehören optisch zu den Frauen, von denen die Mehrheit der Männer träumen. Warum? Weil das Fußball-Training die von der Natur vorgegebenen weiblichen Vorzüge eher abschwächt, als verstärkt.“

Beinahe ebenso gut kennt sich Autor Klaus Hansen aus, wie er im Interview mit der Jungle World zeigt: Er hat nach eigener Auskunft das Ohr an der männlichen Fanszene und berichtet: „Als junge Fußballfans hörten, dass die Fußballerinnen es ins Allerheiligste, ins Panini-Sammelheft mit den Klebebildchen, geschafft haben, kommentierten sie: ‚Dieses Jahr wird es das erste Mal sein, dass ein volles Album weniger wert ist als ein leeres.‘ Männer respektieren den Frauenfußball vielleicht, aber sie mögen ihn nicht.“ Basta, Hansen sagt, wie‘s ist. Und hat auch noch eine Lösung, wie Frauenfußball trotz dieser männlichen Missmutigkeit erfolgreich sein könnte. Das sollen … ja, genau die Frauen erledigen, die sollen sich gefälligst interessieren, sonst wird das ja nie was: „80 bis 90 Prozent der Zuschauer in einem Fußballstadion sind Männer, die Männern zugucken. Warum gucken die fehlenden 80 bis 90 Prozent Frauen nicht den Frauen zu? Hier ist noch viel Luft nach oben.“ Oh, ja.

Als Abschluss der kleinen Presseschau noch ein Lesetipp: Sven Goldmann bilanziert bei Zeit Online schon jetzt, dass die Lifestyle-Vermarktung nur so eine mittelgute Idee war: „Das Event frisst seine Kinder“


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Playboy-Fotos und Kopftuchstreit: News zur WM 2011

21. Juni 2011 von Nicole

Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2011 am kommenden Sonntag gibt es noch einmal eine kleine Presserundschau bei uns:

Im Tagesspiegel schreibt Nadine Lange über WM-Werbung mit Sexappeal und die Playboy-Fotos der Nicht-WM-Teilnehmerinnen

Ein Porträt von Sinem Turac, türkischstämmige Schiedsrichterin aus Berlin, gibt es bei der Deutschen Welle.

Das Netzwerk Football against Racism in Europe, FARE, fordert im Kopftuchstreit zwischen Fifa und Iran (wir berichteten) den internationalen Fußballverband auf, das Hijab-Verbot zurückzunehmen.

Zum Frauenfußball aus Sicht der Geschlechterforschung gibt es bei der Böll-Stiftung einen längeren Text von Johanna Wirxel.

Daniel Meuren, dessen Absatzkick-Kolumne auf faz.net eine Dauerempfehlung ist, war beim Training des Teams aus Äquatorialguinea und liefert mal ein paar Hintergründe, die nicht überall zu lesen sind.

In der taz ärgert sich Jana Petersen über sexualisierte Fankleidung zur WM.

Bei Zeit Online schreibt Heike Faller schöne Sachen über Frauenfußball: jungenhaft, mädchenhaft, sportlich, sexy – geht alles zusammen.

Im Hamburger Abendblatt vertritt Iris Hellmuth ihr Recht, sich als Frau nicht für Frauenfußball zu interessieren.

In der Augsburger Allgemeinen (danke für den Hinweis!) tut Tilmann Mehl das ebenfalls, als Mann allerdings. Und wir erfahren noch, dass “der Augsburger” sich nicht von Medienkampagnen irgendwohin locken lässt. Ein weiterer Leserinnenhinweis auf einen Artikel: “Warum müssen Frauen überhaupt versuchen, es in allen Bereichen den Männern gleichzutun?”, fragt Jörg Rinne in der Neuen Westfälischen.

Ein kleiner Blog-Zwischenruf von Ninia: Der reicht’s. Fußball oder nix.

Veranstaltungen
Zusammenschauen: Das Blogprojekt Spielfeldschnitte lädt zum gemeinsamen WM-Gucken ins Hamburger Gängeviertel

Das Missy Magazine, der Fußballladen Goal, die Maiden Monsters und Etsy laden am 9. Juli in Berlin zu den ersten internationalen Hoffestspielen.


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Selbermach-Sonntag (19.6.2011)

19. Juni 2011 von Nicole

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Wie jeden Sonntag heißt es auch heute wieder: Vorhang auf für eure Links. Was haben wir in dieser Woche überlesen, was war euch wichtig, hat gefreut, belustigt oder geärgert?

Wir freuen uns auf eure Kommentare und wünschen einen schönen Sonntag!


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Feministinnen von der Web-Stange: Blogschau zum Wochenende

18. Juni 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 113 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zum Blogthema der Woche, dem „Amina-Hoax“, schreiben Nadia Shehadeh bei Philibuster und Katharina beim Schafott.

Der „Elektrische Reporter“ beschäftigt sich mit dem Thema Männer und Frauen im Netz … na ja oder fast. Quoten braucht es nicht, die Mädchenmannschaft landet an der Kleiderstange und sonst ist auch alles super. Antje Schrupp, Annalist und liva2lox verdrehen die Augen. Das ungeschnittene Interview mit Anke Domscheit-Berg, die in dem Beitrag zu Wort kommt, gibt es übrigens hier zu sehen.

Gerda knows ít better hat in der Berliner Zeitung über die „Macht der Frauen“ gelesen und ist entsetzt.

Kopfweh statt Rausch hat „Between the Lines“ gesehen, einen Film über Hjira, das „dritte Geschlecht Indiens“.

Bei Jens Scholz gibt es eine kleine Lingustiklektion zu “Polyamory”.

Über eine Veranstaltung der Jusos Bonn mit einer Delegation von jungen Frauen aus Israel und Palästina im Frauenmuseum Bonn berichtet der Rheinsalon.

Das Missy Magazine erinnert an die Courage, ein feministisches Zeitungskollektivprojekt: Die erste Nummer erschien vor 35 Jahren, am 17. Juni 1976. 1984 wurde die Courage wieder eingestellt.

Abschließend noch ein Veranstaltungshinweis, ebenfalls bei den Missys, die auf das Sommercamp des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) für Schülerinnen hinweisen: Handy-App selbstgemacht!


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Superweiblichkeit und hartgekochte Bälle: Frauenfußball in Brasilien

15. Juni 2011 von Nicole


Mehr Frauenfußball aus dem Rest der Welt: Im Rahmen der Kampagne der Heinrich-Böll-Stiftung zur WM 2011  kamen die brasilianische Streetworkerin mit viel Herz für Fußball, Diana Sousa, und die US-amerikanische Anthropologin und ehemalige Fußballerin Caitlin Fisher nach Deutschland, um von ihren Erfahrungen mit dem Frauenfußball in Brasilien zu berichten.
Wie in zahlreichen europäischen Ländern kommt auch die Geschichte des Frauenfußballs in Brasilien nicht ohne Verbote aus. Für das Jahr 1921 ist das erste Fußballspiel zwischen zwei Frauenteams aus Santa Catarina und Tremembé verzeichnet, das von den Zeitgenossen eher als „Zirkusspektakel“ betrachtet wurde. In der Zeit der Militärdiktatur zwischen 1964 und 1981 war Frauenfußball verboten, erst danach wurde den Frauen zumindest theoretisch wieder gestattet zu spielen, praktisch haben sie auch heute noch mit Vorurteilen zu kämpfen.

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Spielabbruch und Kopftuch: Fifa vs. Iran

7. Juni 2011 von Nicole


Eine neue Runde im Streit zwischen dem Weltfußballverband Fifa und dem Iran: Das Nationalteam der Frauen trat vor einigen Tagen zu einem Olympia-Qualifikationsspiel in Jordanien mit Hijab und langer Spielkleidung, die Arme und Beine bedeckt, an. Nach der Weigerung der iranischen Team­verantwortlichen, die Kleidung (insbesondere das Kopftuch) abzulegen, wurde die Partie von den Fifa-Schiedsrichtern abgesagt und mit 3:0 für Jordanien gewertet. Einen Protest des Iran hat die Fifa inzwischen abgelehnt. Kopfbedeckungen, die Hals und Ohren bedecken, sind nach den Regeln des Weltverbandes verboten, ebenso wie religiöse Symbole (Letzteres bezog sich meiner Erinnerung nach vor allem auf die Jesus-Botschaften auf den T-Shirts brasilianischer Spieler).

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Kicken gegen Korruption und Missbrauch: Frauenfußball in Nigeria

30. Mai 2011 von Nicole


Fußballfrauen aus Nigeria in Deutschland: Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung zur WM 2011 in verschiedenen deutschen Städten waren Diana Ajaine Asak, ehemalige Spielerin und heutige Trainerin, und Aisha Falode, Sportmoderatorin bei African Independent Television (AIT), im Mai unterwegs, um von ihren Erfahrungen im nigerianischen (Frauen-)Fußball zu berichten. Das Nationalteam des Landes bestreitet am 26. Juni das erste Spiel der WM gegen Frankreich, dann folgen die Auftritte gegen Deutschland und Kanada.

Rein sportlich betrachtet ist der Frauenfußball in Nigeria erfolgreicher als der der Männer. Die „Super Falcons“ sind das beste Frauenfußballteam des Kontinents, sie waren bei jeder WM dabei und können acht Titel bei Afrika-Meisterschaften vorweisen. Die Nachwuchskickerinnen, von denen einige auch im aktuellen A-Kader stehen, zogen vergangenes Jahr bei der U20-WM in Deutschland ins Finale gegen den (dann siegreichen) Gastgeber ein. Das war wenige Wochen, nachdem die Männer bei der WM in Südafrika sang- und klanglos ausschieden. „Die U20-WM war ein großer Erfolg, die Spiele wurden live gezeigt und als die Mannschaft ins Finale einzog, gab es viel Aufmerksamkeit“, sagt Sportjournalistin Aisha Falode.

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Selbermach-Sonntag (08.05.2011)

8. Mai 2011 von Nicole

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Immer wieder sonntags … ihr wisst ja, wie’s geht. Eure Highs and Lows der Woche aus dem Netz, das, was wir übersehen haben oder wofür vielleicht keine Zeit war  – ab damit in die Kommentarspalte!

Eigen- und Fremdlob ist eine Tugend und ausdrücklich erwünscht.

Ein schönes Rest-Wochenende!


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Schreiben statt Schämen. Blogschau zum Wochenende

7. Mai 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 109 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau


Franziska von franziskript möchte übers Stillen reden, und zwar auch mal über die negativen Seiten ohne Weichzeichner: Stilleinlagen, Stillorte und die Mode! Weibliches Schämen kommt von weiblicher Scham – oder umgekehrt, stellt Katrin Rönnicke fest. Über Scheidenpilze und Selbstbefriedigung sollten Frauen nicht sprechen, oder wenn doch, dann nur mit hochrotem Gesicht.

Eure Homophobie-Toleranz kotzt uns an, schreiben Frittenbude dem Chiemseereggaesummer ins Gästebuch und bleiben weg.

Mit einem Text zu Frauenquoten und Männerangst aus der ZEIT/Wirtschaftswoche der vergangenen Woche beschäftigen sich das Genderblog ebenso wie rechtundgeschlecht. Und bei Frau Lila lesen wir einen Gastbeitrag zweier grüner Männer zur Familien-/Frauen-/wasauchimmer-Politik im Hause Schröder.

Die Stadtpiratin macht sich Gedanken zum 1. Mai, zu Protesten, Krawallen und Berichterstattung.

Die Library Mistress weist auf einen Fragebogen der Wirtschaftsuni Wien hin. Es geht um ein Forschungsprojekt zur Bedeutung einer homosexuellen Orientierung von Unternehmer_innen.

So geht’s mit dem Glücklichsein, wissen die Frauenzeitschriften! Grafisch aufbereitet beim graphitti-blog. Und wer’s immer noch nicht begriffen hat, versteht vielleicht die Bilder von obi: Männer bauen auf und ziehen ein, Frauen ziehen groß und genießen. Changinglifestyle verdreht die Augen. (via puzzlestuecke.wordpress.com)

Wie immer gilt: Wir freuen uns über Hinweise auf interessante Blogs für unsere wöchentliche Umschau im Netz. Gerne hier in den Kommentaren, per Mail oder auch morgen beim Selbermach-Sonntag. Und jetzt ins Wochenende!


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Homophobie & Fußball, Folge 312

29. März 2011 von Nicole

Eigentlich läuft’s gerade ganz gut bei dem Thema: In Schweden hat sich mit Anton Hysén ein Fußballer geoutet. Die Reaktionen darauf waren ganz überwiegend positiv, auch wenn das große Medieninteresse für den jungen Mann selbst sicherlich nicht nur leicht war (schwedische Zeitungen berichteten, dass er nach einer Woche sein Handy ausgeschaltet hat).

Sport1 strahlte am vergangenen Sonntag die dritte Folge der Dokumentation von Aljoscha Pause zum Thema Homophobie im Fußball aus. Nach „Das große Tabu“ (2008) und den mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Nachfolger„Tabubruch“ (2009) thematisiert „Fußball ist alles … auch schwul“ zahlreiche Ereignisse der vergangenen zwei Jahre: vom positiven Engagement des DFB gegen Homophobie und dem kritikwürdigen Verhalten von DFB-Präsident Theo Zwanziger in der Kempter/Amarell-Affäre über den Fall des Franzosen Yoann Lemaire bis zum Outing von Nadine Angerer und Uschi Holl. Differenziert und um Sachlichkeit bemüht, dabei aber in der Sache engagiert und deutlich.

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