Einträge von Nadia


Gossip – “A Joyful Noise” im Fullstream

8. Mai 2012 von Nadia

Rettet den Dienstag! Den kompletten Stream zum neuen Gossip-Album “A Joyful Noise” gibt es jetzt auf tape.tv zu hören, und zwar hier. Alle Zeichen stehen auf Pop-Mucke, nicht zuletzt durch die Kollabo mit Produzent Brian Higgins aka Xenomani, der ja unter anderem auch bekannter Zulieferer für die Sugababes und Kylie Minogue war. Ob´s Euch gefällt findet Ihr am besten selbst raus, und wir holen auf die alten Zeiten nochmal einen Klassiker aus der Schatztruhe. Viel Spaß!


Facebook | |


Strauss-Kahn revisited

7. Mai 2012 von Nadia

Dominique Strauss-KahnEs gibt mal wieder neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ex-IWF-Chef und Ex-Fast-Prä­si­dentsschafts­kan­di­da­ten Dominique Strauss-Kahn. Ein ehemaliges Zimmer­mädchen hat ein Buch über ihren Job (“Total bedient”) geschrieben. “Im Hotel zeigt sich die häss­liche Fratze der Männ­lichkeit, und in der ge­ho­be­nen Ho­telle­rie zeigt sie sich mit Ab­stand am deut­lichsten”, heißt es da unter anderem. Tja.

Doch zunächst mal zu den neuesten DSK-Ent­wick­lungen: Das mut­maß­liche Opfer Strauss-Kahns berichtet, dass sie Ende 2010 auf einer Washington-Reise mit DSK und Be­gleitern ver­ge­wal­tigt wurde, und zwar ge­mein­schaft­lich von Strauss-Kahn und dem Unternehmer Roquet. Eingebettet ist der ganze Vorfall in einen größeren Pro­stitutions- und Betrugs­skandal, in den neben DSK unter anderem auch der ehemalige Liller Polizei­chef Jean-Christophe Lagarde und der Besitzer sowie der Manager des Carlton Hotels verwickelt sein sollen. Soweit.

Die hässliche Fratze der Männlichkeit. Und jetzt könnte ich eine Korrelation zwischen dem ganzen Bohei um Strauss-Kahn und dem Buch von Anna K. andeuten. Selbstverständlich. (“Und wie passt es zusammen, dass die gleichen Männer, die uns morgens übersehen, uns abends, wenn wir noch mal die Vorhänge glatt ziehen, unvermittelt zum Sex auffordern? Glauben sie wirklich, dass von ihnen, weil sie in einem Zimmer übernachten, das für uns unerschwinglich teuer ist, ein unwiderstehlicher Reiz ausgeht?”) Oder etwa nicht? Im Spiegel wurde ein höchst interessantes Interview mit Edward Epstein über DSK abgedruckt, dem “Autor eines neues Enthüllungsbuchs über die Sex-Affäre” (keine Pointe), das durch sehr befremdliche Aussagen besticht.

“Strauss-Kahn ignorierte die Risiken seines wilden Privatlebens”, “Es ist in der Tat verblüffend, dass sie dies getan hat”, (Anm.: Epstein über die Hotelangestellte Diallo und ihre Anzeige gegen Strauss-Kahn), “Strauss-Kahn hat sich benommen wie ein “Master of the Universe”, der nicht erwischt werden kann und unverwundbar ist.” Im letzten Absatz wird DSK nochmal als lebenslustiger, cleverer und charmanter Weltenbummler beschrieben, der wohl im Alleingang spitzenmäßige Ideen im Kampf gegen die Euro-Krise aus dem Ärmel geschüttelt hätte, aber n-e-i-n, er wurde ja durch eine große politische Verschwörung daran geh-i-n-d-e-r-t. (weiterlesen …)


Facebook | |


Kann Dieter Blechschmidt was dafür, dass er so saudoof ist?

30. April 2012 von Nadia

Mit einem Facebook-Comment hat Dieter Blechschmidt, CDU-Ratsitzender aus Plauen, der Welt gezeigt, wo bei ihm der Hammer hängt, und zwar irgendwo im Hinterwald seines Denkapparates. Blechschmidt ist nämlich im Selbstverständnis Religionswissenschaftler oder sogar Psychologe, zumindest aber Grandmaster aller Bibel-Kenner. Und die Welt lässt er natürlich teilhaben an seinen “Erkenntnissen”. Also, nochmal in voller Länge für Euch:

“die bibel ist in ihrem kern sogar bis zu 5000 jahre alt und war immer in ihren aussagen topaktuell. die zeiten ändern sich aber grundlegende richtlinien für das menschliche zusammenleben ändern sich genausowenig wie naturgesetze. wenn die bibel seit 5000 jahren eindrücklich vor homosexualität warnt dann ist das auch heute noch gültig, selbst wenn einige politsch korrekte politiker das anders sehen. bitte nicht falsch verstehen – natürlich können schwule und leseben zunächst mal nichts für ihre krankheit und niemand darf sie dafür verurteilen, doch eine krankheit sollte nicht zur gesellschaftlichen normalität erhoben werden, sondern den betroffenen sollte hilfe angeboten werden …”

Rückmeldung aus dem Vogtland gibt es nun bereits, und zwar vom Kreisvorsitzenden Sören Voigt der dort ansässigen CDU:

„Die Meinung von Dieter Blechschmidt ist in keinster Weise Auffassung der CDU-Vogtland. Bei seinen Äußerungen handelt es sich um eine Einzelmeinung von ihm. Diese steht jedem zu, ist aber nicht Allgemeingültig. In unserer modernen und offenen Gesellschaft gehört Homosexualität genauso zum Lebensverständnis, wie andere Religionen, die wir akzeptieren und tolerieren. Niemand soll, wegen seiner Meinung oder Orientierung ausgeschlossen werden. Dies ist auch und gerade eine Freiheit, die wir uns 1990 errungen haben. Ein Bezug zur christlich-abendländischen Geschichte und der Bibel ist in diesem Zusammenhang abwegig. Gerade wir Christen und Christdemokraten wollen offen und vorbehaltlos anderen gegenübertreten. Dies ist die wahre Berufung aus der Heiligen Schrift.”

Angemessen bis dass der Kragen platzt (hust), ja, so kann´s laufen! Einzelmeinung, darf jeder haben, wir sehen das aber eigentlich so-und-so, und die wahre Berufung aus der Heiligen Schrift ist nämlich das-und-das. Gruselig. Vielleicht können ja mal ein paar Rückmeldungen verschickt werden – die Mailadresse von Herrn Blechschmidt habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, jedoch die von Herrn Voigt: info@soeren-voigt.de.

Nachtrag: Danke! DieTilde hat die E-Mailadresse von Herrn Blechschmidt gefunden: blechschmidt.dieter@kt.vogtlandkreis.de


Facebook | |


Selbermach-Sonntag (29.4.2012)

29. April 2012 von Nadia

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Zum (vielleicht) verlängerten Wochenende habt Ihr eventuell kurz Zeit, uns Eure Links der Woche zukommen zu lassen. Erholt Euch heute noch gut und habt schöne Tage!


Facebook | |


Schmerzensboys und die Schröder-Twitter-Petze – die Blogschau

28. April 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 155 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Einer der Lacher der Woche: Wie mit Twitter-Aktivist_innen umgehen? Einfach mal wie die Schröder alle ans BKA melden! Das verdient ein eigenes Logo, und das findet Ihr bei karnele.

Bilanz nachträglich zum Record Store Day bei different needs: Zwölf Prozent weibliche Beteiligung am Plattenanteil der Sammlung. Und bei Euch so?

Eine der schlechten Nachrichten der Woche: keine Einigung bei GEMA vs. YouTube. Einen Bericht inkl. Vlog dazu gibt es von Michaela Bodensee.

Pfüi, Media Markts Woman`s World: NotMyMediaMarkt” sagt Manu. Dafür brandneu und absolut sehenswert: Queere Comics auf inbetweenillustrations. Die zweifelhafte “Aber jetzt tut mal endlich jemand was!”-Aktion rund um KONY 2012: Den Aktionstag am 20. April hat die Facebook-Welt dann doch nicht mehr groß gefeiert. afrikawissenschaft liefert dazu nochmal ein Update. Aus der Welt ist diese Region aber natürlich nicht: Die kleine Ethnologin schreibt über nackte Frauenproteste in Uganda.

Schmerzensboys reloaded? Den schönsten Wochenendrückblick gibt`s bei anarchieundlihbe.

Interessante Beobachtung in Bezug auf Norwegens Breivik-Prozess: Wenig sachlich wird über die AnklägerInnen Breiviks berichtet, die reduktion auf Weiblichkeit ist Standard -schön zusammengefasst bei Uli Koch.

Humorless Feminists haben einen bunten Strauß literarischer und popkultureller “Alternativen” im Angebot.

Snaczny schreibt über Equalismus und Feminismus in der Piratenpartei.

Du hasst Seminare? Super, dann bitte einmal weiter zum Text von glücklich scheitern, da wird nämlich der Part “aus Gründen” aufbereitet.

Eindrucksvolle Rede von Kthi Win, nachzulesen auf Sina`s Blog: Speech by Sex Worker from Burma at AWID-Conference.

Und last not least: Prinsregentenheim rezensiert Safranskis Heidegger-Biographie., und das L-Mag liefert eine Vorschau auf die nächste Printausgabe.


Facebook | |


Hmpf, oder: Die Rückkehr von YPS als Männer-Magazin

25. April 2012 von Nadia

Die Freude währte irgendwie nur ganz kurz, als ich heute auf der Facebook-Seite von YPS folgenden Status entdeckte: “Ihr habt es geschafft! Wir kommen zurück: Am 11. Oktober 2012 erscheint YPS wieder!”

Bei Meedia gibt es nämlich nähere Infos über die neue Ausrichtung und Zielgruppe des Hefts:

“Nur diesmal mit neuem Konzept und als Magazin für Männer zwischen 30 und 45 Jahren. Chefredakteur wird der ehemalige FHM-Macher Christian Kallenberg. Das neue Yps will die Themen von früher “inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser” übersetzten. So soll das neue Heft “Gimmicks und Gadgets für Agenten, Forscher und andere Erwachsene” liefern.”

Die Neu-Positionierung des Klassikers, so glaubt der Verlag, könne nämlich sehr gut funktionieren, weil “die meisten der über 34.000 Fans von Yps auf Facebook [...] Männer zwischen 25 und 44 Jahren” sind. Nun denn (und wir erinnern uns, die Neuauflage vor ein paar Jahren funktionierte ja nicht). Das Herbst-Heft wird wie alle geplanten folgenden dann auch mit spitzenmäßigen Headlines ausgestattet, wie etwa: “Zauberei – zehn einfache Tricks für die nächste Party!”.  Außerdem im Fokus: Die Themenbereiche “Mode, Automobil und Technik”. Ich frage mich, ist das schon alles? Und liebe YPS-Fans, ist es das was Ihr wollt?


Facebook | |


Sportlerin Friedrich und die mediale Rezeption sexueller Belästigung

24. April 2012 von Nadia

Seit einigen Tagen wird Ariane Friedrichs Umgang mit einem Fall sexueller Belästigung im Social Web heftig diskutiert. Mehr noch: Friedrich wird von einigen Medien zur “Täterin” stilisiert. Sie hatte auf Ihrer Facebook-Seite ein Posting veröffentlicht, in dem sie einen User, der sie via Nachricht (inkl. Bilddatei) derb belästigt hatte, mit Namen und Wohnort nennt. Sie sei es leid, ständig solche Vorfälle zu erleben und dann darüber zu schweigen, und sie habe mit dieser Aktion beschlossen, sich zu wehren: “Es ist Zeit zu handeln, es ist Zeit, mich zu wehren. Und das tue ich. Nicht mehr und nicht weniger.” Eine kleine Medienrezeption zeigt allerdings, wo wir im Umgang mit sexueller Belästigung von Frauen stehen.

Die Diskussion ist erhitzt: Neben der Problematik, dass der betreffende User mit seinem Namen nicht der Einzige in seiner Region ist, wird der “Pranger-Effekt” angemäkelt. Interessant ist, wie in manchen Berichten aber auch gefordert wird, Frauen sollten die Situation mit dem Belästiger doch bitte erstmal selbst “aufklären” – heißt: Zum Beispiel in Kommunikation mit ihm treten. (weiterlesen …)


Facebook | |


Norah Jones: Little Broken Hearts im Full Stream

23. April 2012 von Nadia

Nur als kleiner Tipp in den Wochenstart: Norah Jones neues Album “Little Broken Hearts” kann mensch sich derzeit im Komplett-Stream auf  npr music anhören, und zwar hier. Diese Empfehlung gibt es von mir an dieser Stelle, weil es für mich die Überraschungsplatte des bisherigen Jahres ist: Konnte ich Norahs Platten bisher meist nur mit “Ja, wirklich ganz hübsch!” Respekt zollen, muss ich sagen, dass mir der neuerliche Stil irgendwo zwischen Susannah Hoffs und Mazzy Star`s Hope Sandoval sehr gut gefällt.


Facebook | |


Offene Botschaft an Asma al-Assad: “Stoppen Sie Ihren Mann”

17. April 2012 von Nadia

Gestern wurde auf YouTube ein Video veröffentlicht, das einen offenen Appell an die syrische Präsidentengattin Asma al-Saddad enthält, sowie die Forderung, eine Online-Petition gegen die Gewalt in Syrien zu unterstützen. Die Autor_ innen fordern: “Wir erwarten, dass Sie sich für Frieden aussprechen und das Blutvergießen stoppen. Erheben Sie Ihre Stimme! Hören Sie auf, eine Zuschauerin zu sein!”

Hinter der Aktion sollen die Ehefrauen des deutschen und des britischen UN-Botschafters in New York, Huberta von Voss-Wittig und Sheila Lyall Grant, stehen. Es heißt, dass hochrangige UN-Mitarbeiter_innen die Petition bereits gezeichnet haben sollen. Einige Botschaften sind m.E. einigermaßen plakativ und pathetisch (“Manche Frauen kämpfen für ihr Erscheinungsbild, andere…”), aber die Aktion an sich ist sehr bemerkenswert. (Vorsicht: Das Video enthält einige Bilder, die explizit die Folgen der syrischen Gewalt zeigen.) (weiterlesen …)


Facebook | |


“Girls going wild in red light district” und der Fragezeicheneffekt

16. April 2012 von Nadia

Ein Video, das seit heute nachmittag auf Facebook die Runde macht, und in dem Tänzerinnen in einem Rotlichtviertel mit einer Performance auf sexuelle Ausbeutung aufmerksam machen. Vorweg: Ja, ich weiß, “gute Sache”, undsoweiter. Ich finde das Ganze dennoch diskussionswürdig, weil, Zweck hin oder her, vielleicht geht es hier doch mal wieder um [feine] Reproduktionen.

Im blauen Netzwerk postete ich das Filmchen einem ersten Impuls folgend mit diesen Anmäkelungen:

“1) Das neue Super-Gut-Find-Video auf Facebook. 2) Freu Dich. 3) Guck`s Dir genauer an und frag Dich, welcher männliche Künstler in Unterwäsche und bauchfrei in ´nem Fenster dancen würde, und alle würden das ganz spitze finden. 4) Dir fällt Peter André (“Mysterious Girl”) ein. Wenn Du cool bist, vielleicht noch Mark Wahlberg. 5) Und jetzt guck das Video nochmal.”

Hier ist das Ding, und meine Frage: Wie seht Ihr diese Kampagne?


Facebook | |



Anzeige