Einträge von Meredith


Wow, schon der dritte Selbermachadvent!

12. Dezember 2010 von Meredith

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenEs ist Sonntag und das bedeutet: Nicht nur die dritte Kerze am Kranz anzünden, liebe Damen und Herren, sondern bitte auch erzählen: Was habt ihr diese Woche selber gemacht? Was habt ihr selber geschrieben, worüber euch selber geärgert, wofür euch selber oder andere gelobt? Wir wollen es wissen – und wünschen euch einen schönen Wochenauslang.


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Shoppen, schaudern, schlau daher reden – der Blogbazar ist eröffnet

11. Dezember 2010 von Meredith
Dieser Text ist Teil 65 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Advent, Advent die Blogosphäre brennt, diese Woche hauptsächlich wegen Wikileaks und der Verhaftung von Julian Assange. Ein paar andere Dinge haben wir aber im Internet auch noch gefunden:

Wer heute in Berlin noch nichts vorhat, dem empfiehlt Missy (und ich schließe mich da als Rollerderby-Kennerin an) ein Besuch der Ersten Deutschen Roller-Derby Meisterschaft in der Arena Berlin.

Antje Schrupp gibt zwar zu, die Einzelheiten im Fall Julian Assange und die Ermittlungen wegen Vergewaltigung nicht zu kennen, liefert aber trotzdem einen besonnenen Kommentar zum Thema. Besonders erhellend finde ich ihre Sicht auf das Staatsverständnis der Schweden – und auch auf die Perspektive, wie man den Fall klären könnte.

Nicht ganz so besonnen, aber dafür mit der gewohnten Portion Wut, leonie vom Mädchenblog zu dem Fall.

Los Ladies, auf zu BMW: Der Automobilkonzern will seinen Frauenanteil in der Führungsetage in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, berichtet diestandard. Und zwar nicht mit einer Quote, sondern mit einer Spanne. Muss man sich mit Technik auskennen, um den genauen Unterschied zu verstehen?

Wenigstens hat die EU-Kommission die menschenverachtende “Homosexualitätskontrollen” der tschechischen Einwanderungsbehörden verurteilt. Bei queernews.at gibt es dazu einen Kommentar.

Bei der glasglocke könnt ihr euch eine schöne Schreibaufgabe stellen lassen: Was bedeutet für euch feministisches Schreiben? Das zu beantworten kann niemandem schaden, die / der sich mit Feminismus beschäftigt. Die Autorin selbst zu dem Thema, klug:

Es ist schwer, überhaupt eine bestimmte Aussage über feministische Inhalte zu treffen, ohne dabei andere zu vernachlässigen. Also beschränke ich mich hier auf eine Auswahl, die mir selber sehr wichtig ist, die aber keineswegs die Bandbreite feministischer Gegenstände repräsentieren soll.

Mara Kastein fordert bei “Was ist der Streit wert” ein konstruktives Miteinander von Genderwissenschaft und Geschlechterpolitik. Mir ist ihr Aufsatz persönlich ein bisschen zu Jargon-trächtig, was zur Folge hat, dass er genau den Spagat nicht schafft, den er einfordert. Aber inhaltlich Recht hat Mara Kastein trotzdem.

Das hier gehört zwar streng genommen nicht in diese Rubrik, vorenthalten wollte ich es euch aber auch nicht: Ein Beitrag über Frauen im Fernsehen, am Beispiel von Italien. Die Autorinn_en dazu:

This project took off as a matter of urgency. It all started with the observation that women–real women–are an endangered species on television, one that is being replaced by a grotesque, vulgar and humiliating representation.

Hat zwar streng genommen auch nicht viel mit Feminismus zu tun, ist aber für Medieninteressierte ziemlich lustig: die Kaltmamsell nöhlt sich durchs SZ-Magazin (Zitat).

Ui, ui, ui, extrem gute Idee zum Schenken oder Selberkaufen: Die Blog-Bags von girls can blog. Sehen schick aus und haben auch noch ziemlich schicke Namen, nämlich die von den Lieblingskünstlerinnen der beiden Designerinnen. Und so sieht das dann aus:
Weiße und Schwarze Stofftasche mit Aufdruck BLOGS bzw. DAS DER (durchgestrichen) DIE BLOG - via girlscanblog

Das Missy-Magazin hat auch ein paar Weihnachtsgeschenkideen im Angebot: Abos und T-Shirts zum Beispiel.

Habe ich was übersehen, vergessen, nicht gelesen? Dann schreibt uns eine Mail an post(at)maedchenmannschaft.net oder postet morgen beim Selbermachsonntag!


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Du willst nicht dieser Typ sein

23. November 2010 von Meredith

Prävention zum Thema Vergewaltigung wird meistens als Frauensache behandelt. Die Botschaft geht dabei in die Richtung: “Pass auf dich auf”, “Geh nicht mit einem Fremden mit”, “Lass dir nichts in den Drink kippen.” Sexuelle und andere Gewalt gegen Frauen wird meistens aus der Perspektive der Opfer oder der potentiellen Opfer besprochen. Sei wachsam und musstrauisch, lerne dich zu wehren und begib dich nicht in dumme Situationen ist die Botschaft. Sie ist wichtig und richtig, schreibt aber aber eben auch die Hauptverantwortung den potentiellen Opfern zu.

Seltsam eigentlich, denn für die überwältigende Mehrzahl der Vergewaltigungen sind weltweit Männer verantwortlich. Wenn man also möchte, dass weniger Männer auf die Idee kommen, eine Frau sexuell zu belästigen oder auszunutzen, muss man an deren Hemmschwelle arbeiten.

Genau das versucht eine neue Kampagne im kanadischen Edmonton. “Don’t be that guy” heißt der Slogan – “Sei doch nicht dieser Typ”. Auf den Plakaten, die in der Stadt hängen, sieht man Frauen in verschiedenen Situationen, in denen sie hilflos oder zumindest auf ihre Begleitung angewiesen sind. So steht unter dem Bild einer offenbar völlig betrunkenen Frau, die halbnackt auf dem Sofa liegt: “Nur weil sie nicht nein sagt, sagt sie noch lange nicht ja.” Die Kampagne ist deswegen so gelungen, weil sie die Betrachter_innen einlädt, sich in die Situation hinein zu denken, und die einfachen Rechterfertigungen, die so oft im Zusammenhang mit Vergewaltigungen auftauchen, mit einfachen Worten auseinander nimmt.

Alles in allem eine gute Idee – und eine willkommene Abwechslung. Denn hier wird ganz plakativ darauf aufmerksam gemacht, bei wem die Verantwortung in der Vergewaltigungstat liegt. Nämlich bei demjenigen, der antut. Das ist auch insofern relevant, wie auch leonie im mädchenblog schreibt, weil immer noch viel zu häufig Vergewaltigungen nicht angezeigt werden oder es nicht zu Verurteilungen kommt, weil das Opfer sich angeblich leichtfertig oder unangemessen verhalten habe.

Dass vor allem Männer damit zu tun haben, wenn sexuelle Gewalt an Frauen verübt wird: Vielleicht wäre dieser Ansatz auch ein guter Programmpunkt für all die neuen Männerforen und Jungenreferate, die in diesem Jahr aus dem Boden geschossen sind.

Via Jezebel


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Wie wäre es mal mit einem Mediamarktboykott?

8. November 2010 von Meredith

Findet ihr die neuen Mediamarkt-Werbungen featuring Mario “der hat langsam echt so nen” Barth auch so megasexy? Dann freut ihr euch bestimmt auch über die Reaktion einiger Mainzer Aktivistinn_en auf die Plakate.

twitpic aus Mainz, von unserer Kollegin Stephanie Mayfield

Gibt es eigentlich so etwas wie einen offiziellen Mediamarkt-Boykott, dem sich Frauen und Leute, die Frauen nicht für total dämlich und shoppingverrückt halten, anschließen können? Und so lange es den nicht gibt: Wo kann ich diese Kackscheiße-Aufkleber bestellen?

Danke an unseren Leser David für den Tip.


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Don’t look back in Schröder: Die Blogschau, diesmal mit Familienministerinspezial

7. November 2010 von Meredith
Dieser Text ist Teil 60 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Juliane Wiedemeyer kommentiert die Gleichberechtigungsrunde bei Hart aber fair, an der auch unsere Lieblingsministerin und Frauensexversteherin Kristina Schröder teilgenommen hat. Zur Illustration von Sinn und Sinnlichkeit dieser Veranstaltung hat Juliane einfach mal den Anteil aller weiblichen Gäste in den Plasberg-Runden der letzten Wochen zusammen gestellt. Ich bin in Mathe nicht so gut, aber ich glaube, das ist so ziemlich ein Sechstel.

Und das mädchenblog schraubt die Einlassungen von Frau Schröder zum Thema Sex und die bösen sexfeindlichen Schwarzerfrauens netterweise gleich auseinander.

Apropos Frau Schröder, die sich ja kürzlich darüber beklagte, wie deutschenfeindlich dieses Deutschland mittlerweile sei. Boy George hat einen Tip für Sie, was wirkliche Diskriminierung ist. Aber darum sollen sich wahrscheinlich lieber die Feministinnen kümmern.

So, und jetzt mal was Geiles: Die nächste Missy-Release-Party in Berlin wird am 20. 11. von der zauberhaften Christiane Rösinger bespielt.
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Doing it on Sunday

7. November 2010 von Meredith

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen
Girls, Boys, Girlboys, Boygirls, Boyboys und Girlgirls – was treibt ihr an diesem Sonntag, also so feministisch gesehen? Was trieb euch um die Woche, was habt ihr im Internet gelesen und geschrieben, worüber seid ihr wütend oder froh gewesen? Und wie immer – zeigt uns eure Blogs. Wir zeigen euch ja auch unseres, gell?


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So geht das mit dem Klartext reden: Mulimische Girls gegen Sarrazin

13. September 2010 von Meredith

Thilo Sarrazin und sein “Das wird man wohl sagen dürfen”-Deutschland sorgen ja schon seit ein paar Wochen dafür, dass alle so tun können, als würden sie über etwas debattieren. Bei mir sorgt das wiederum bisher für ausschließlich schlechte Laune, doch jetzt ist auf youtube ein Film aufgetaucht, der mein ganzes Menschenbild wieder zu erstrahlen gebracht hat und dass ich für einen guten Wochenstart allen ans Herz legen möchte.
In diesem Video versucht der rechtsgerichtete Blogger Michael Stürzenberger, mit zwei muslimischen jungen Frauen in der Münchner Fußgängerzone über Sarrazins Behauptungen zu diskutieren. Medienkompetent, schlagfertig und leidenschaftlich nehmen die beiden den unverschämten Menschen mit dem Mikro (“Fastenmonat interessiert mich doch gar nicht”) auseinander (und spielen währenddessen auf dem Iphone): Wie war das nochmal mit eurer so genannten Intelligenzverteilung, ihr Deutschlandretter?


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Frauen, die fliegen, vögeln und für die BILD schreiben

12. September 2010 von Meredith
Dieser Text ist Teil 55 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Was so gebloggt wurde:

Judith Rauch findet es gut, dass Alice Schwarzer für die Bildzeitung den Kachelmann-Prozess kommentiert. Ich finds auch gut, wenn Berufsfeministinnen mit Berufssexisten zusammenarbeiten, und im Namen der eigenen Verbreiungs- und Geltungssucht einen großen (Text-)Haufen auf das, was man früher mal politische Integrität nannte, setzen.

Opalkatze nimmt das Tagebuch eines “Rome”, der seine so genannten Erkenntnisse über Frauen über 30 ins Internet kritzelt, zum Anlass, Klartext zu schreiben: Frauen über 50 haben ihrer Erfahrung nach nämlich kein Faible für peinliche Pick Up-Artisten und haben dafür umso mehr Sex und das, was man echte Gefühlen nennt.

Absolut hinreissend: Der Beitrag auf anders-anziehen über Kopftücher. Aus Istanbul schreibt Smilla klug und reflektiert über ihre eigene Haltung zu Religion (skeptisch aber interessiert) und die Schwierigkeiten, die das islamische Kopftuch für Feministinnen präsentiert. Besonders toll sind aber die vielen Bilder von unterschiedlichen Frauen und deren unterschiedlichen Kopftuchstyles in Istanbul. Ein angenehm gut gelaunter Beitrag zu einem Thema, bei dem vielen unserer Kolleginn_en hauptsächlich Negatives einfällt.
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Sonntag it yourself

12. September 2010 von Meredith

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen
Wochenend und Sonnenschein – bei euch hoffentlich auch. Was hat euch diese Woche beschäftigt, interessiert, angetörnt oder abgestoßen? Worüber hättet ihr euch eine andere, bessere, klügere Berichterstattung gewünscht? Und was habt ihr selbst so ins Internet und den Rest der Welt geschrieben? Die Arena ist eröffnet!


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Seifenblasen, Sexy Sexismus und scharfe Worte

19. Juli 2010 von Meredith

Was letzte Woche so geblogged wurde:

Gute Nachrichten aus London bei queernews: Das britische Supreme Court hat das Asylrecht bestätigt für Menschen, die in ihren Heimatländern auf Grund ihrer Homosexualität verfolgt werden.

Und aus Bayern! Dort werden mit dem neuen Beamtenrecht schwule und lesbische Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Ehen gleichgestellt.

Die Frage, ob Frauen auch in die Wehrpflicht mit einbezogen werden sollten, wird auch hier immer wieder diskutiert. Nach den neusten Entwicklungen stellt sie sich zwar in Deutschland auch nicht mehr lange – einen interessanten Beitrag dazu im Hinblick auf Österreich kann man aber in der Denkwerkstatt lesen.

Und für die Augen: Irgendeine peinliche Biermarke aus Österreich ist auf die tolle Idee gekommen, ihre Sorten mit Frauentypen zu vergleichen, dafür drei Frauentypen (Brünett und schlank, Blond und schlank, rothaarig und, äh, schlank) Topfrei und mit irren Blicken zu fotografieren. Sexistische Werbung – immer wieder sexy!
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