Einträge von Anna


feministische Mütter, lesbische Nationalparks und schwule Muslime: Die Blogschau

22. Oktober 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 130 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Mittwoch war love your body day! Paula hat das zum Anlass genommen, auf ihrem Blog puzzelstuecke einen klugen Text zu Körperbildern, Sport und Photoshop zur veröffentlichen.

Es gibt einen neuen feministischen Blog, den wir euch gerne in seiner Gesamtheit ans Herz legen würden: Antonia bloggt auf feministmum zu Schwangerschaft, Mutter-Werden und Co.

Über den so genannten “protect life act” haben wir schon berichtet. Da das Ganze wie kulturindustrie und wahnsinn richtig feststellt eine Riesensauerei ist, hier auch nochmal der link zum Beitrag beim Mädchenblog.

Wie reagieren, wenn dich jemand einer Grenzverletzung beschuldigt? reSISTⒶS hilft weiter!

„Das Netz ist männlich, weiß, gut gebildet, mittelalt – oder nicht?“ fragt Eva Horn auf politikcamp.org

“Lesbische Nationalparks: Rangerinnen unterwegs” lautet eine Überschrift bei l-talk. Wer jetzt ein Fragezeichen im Gesicht hat, liest am besten einfach den Artikel. Und alle anderen auch natürlich.

Luise F. Pusch kommentiert auf FemBio die so genannte Gender Gap (also den Unterstrich bei zum Beispiel dem Wort “Leser_innen”) aus feministisch-linguistischer Sicht.

“Ich bin eine Frau. Ich bin Studentin. Ich bin Türkin. [...] Ich las Simone de Beauvoir und wurde Feministin.” Rummotzen schreibt über Identitäten. Und ob und wenn ja wie wichtig sie sind.

Passend dazu: anders deutsch über “Herkunft als Risiko?”

glücklich scheitern kommentiert die Kommentare, die folgen, wenn sie anderen Leuten erzählt, dass sie an der Uni Gender Studies lehrt: “Natur. Wissenschaft. Und der ganze Rest…”

Antje Schrupp schreibt über “Muslime und Schwule: ein konstruierter Gegensatz”.

Michaela von Erlebnisse und Gedanken fragt: “Wann hast gemerkt, dass du eine Frau bzw ein Mann bist?”

anarchieundlihbe thematisiert sexuelle Übergriffe durch Dozenten und die Folgen, wenn der kumpelhafte Direktor sowieso dafür bekannt ist, gerne mal mit den Studentinnen zu “flirten”.

“Ab 1. Jänner 2012 wird auch in Österreich die Verhetzung gegen Lesben, Schwule und Bisexuelle strafbar sein.” Mehr dazu bei queernews.at

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Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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“Kristi, Uschi und die Quote” – unsere Lieblingssoap geht endlich weiter!

18. Oktober 2011 von Anna

Es ist mal wieder Zeit für Quotentalk. Nicht etwa, weil es endlich verbindliche Gesetze oder gar ein Bekenntnis der zuständigen Ministerin geben würde. Nein, es wurde einfach mal wieder offiziell ein bisschen drüber geplaudert und schon hagelt es Artikel an jeder Ecke. Rumgekommen ist aber wie üblich – nichts!

Um konkreter zu werden: Gestern trafen sich Frauenministerin Kristina Schröder, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit Vorstandsmitgliedern der DAX-30-Unternehmen (also die 30 umsatzstärksten an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen) um über die Frauenquote für die Führungsebene zu sprechen. Oder, wie es das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) formuliert: “den Dialog über die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen fortzusetzen”.

Die DAX Unternehmen präsentierten dabei einen Katalog, in dem sie festlegen, dass bis 2020 der Anteil von Frauen im Management auf bis zu 35 Prozent steigen soll. Richtig gelesen, 2020 und “bis zu 35 Prozent”. Unfassbar revolutionäre Ziele, die im übrigen aber natürlich nicht für Vorstände und Aufsichtsräte gelten sollen. Was genau eine Führungsposition ist, definieren die Firmen selbst.

Und was sagten die anwesenden Ministerinnen dazu? (weiterlesen …)


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Nicht vergessen: Am Samstag ist Barcamp!

11. Oktober 2011 von Anna

Wir haben es vor ein paar Wochen schon angekündigt:
Diesen Samstag findet in der Kalkscheune Berlin das zweite “Barcamp Frauen” statt, dieses Jahr unter dem Motto “Was wollt ihr eigentlich?”. Mehr als alle anderen Konferenzarten lebt ein Barcamp von seinen Besucher_innen. Je zahlreicher und bunt gemischter diese erscheinen, desto abwechslungsreicher wird das Programm, umso spannender die Diskussionen.

All denen, die sich noch fragen, was so ein Barcamp genau ist, warum es das “Barcamp Frauen” überhaupt gibt und ob Männer eigentlich auch kommen dürfen, sei das Interview mit der Organisatorin Nancy Haupt drüben beim Gazelle Magazin ans Herz gelegt. Dort werden diese und andere Fragen beantwortet.

Inzwischen ist übrigens auch der Ablaufpan für das Barcamp online, es ist kein Problem, sich erst später einzuklinken. Alle, die gar nicht dabei sein können, haben bei Twitter unter dem Hashtag #barfrau die Möglichkeit, das Geschehen zumindest ein bisschen verfolgen.

Wir freuen uns auf euch!

Banner zum BarCamp Frauen 2011


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Selbermach-Sonntag (24.09.2011)

25. September 2011 von Anna

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim SpielenWenn der Wetterbericht stimmt, dann soll das heute nochmal ein sonnig-warmer (Spät-)Sommertag werden. Also, raus mit euch allen und Eis essen. Aber bitte erst noch schnell hier aufschreiben, was diese Woche wichtig war.

Schönen Sonntag!


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Bücher, Pin Ups und Piraten – die Blogschau

24. September 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 126 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Biergartensaison neigt sich ja langsam dem Ende zu und es beginnt die Zeit im Jahr, die mit einem guten Buch in der Hand auf dem Sofa verbracht wird. Deswegen starten wir mit zwei Buchbesprechungen: Luise F. Pusch hat „Vom Brahmsee bis Shanghai: Begegnungen mit Leuten von Format“ gelesen: “Warum Frauen keine Leute von Format sind.” Und Girls Can Blog kommentiert “Verboten Verfemt Vertrieben. Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus” von Edda Ziegler.

Sind Männer die besseren Pin Ups? Urteilt selbst bei riotgrrrlberlin.

Die denkwertstatt mit einer Notiz zu einer Studie über die Farbe rosa und ob die weibliche Vorliebe dafür nun angeboren ist oder nicht.

Tessa Bücker hat für den FAZ Blog (neue) coole online Magazine für und von jungen Frauen gelesen und für die NZZ ein paar Männermagazine. Die ungekürzte Version dieses Artikels gibt’s in Tessas eigenem Blog flannel apparel.

Sina’s Blog berichtet über die Situation von Sexarbeiterinnen in der Schweiz.

Im Blog des Missy Magazin: Ein sehr lesenswertes Interview “zum Umgang des Strafrechts mit sexualisierter Gewalt”.

queernews.at berichtet über die geplante Belgrader Regenbogenparade am 2. Oktober und den damit verbundenen Aufruf von Amnesty International.

anarchieundlihbe schreibt über Kommentare, Moderationspolitik und Trolle. Danke dafür.

affectionista
schreibt über Frauen im Filmgeschäft und beklagt vor allem, dass es ihrer Beobachtung nach oft Frauen sind, die gegen andere Frauen arbeiten: “ungleich gestellt”

Feminismus, Politik und Alltag heißt ein neuer Blog, dessen Einstandsartikel wir euch gerne ans feministische Herz legen würden.

Ja, und dann waren da ja noch diese Wahlen in Berlin. Die Piraten sind ins Abgeordnetenhaus eingezogen und das ist ein guter Anlass für die feministischen Blogs, mal wieder über die Genderfrage zu diskutieren. Nach dem Klick folgen ein paar ausgewählte Beiträge zum Thema. Und Termine gibt’s auch noch. Ganz ohne Piraten.
(weiterlesen …)


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Barcamp Frauen 2011

23. September 2011 von Anna

Banner zum BarCamp Frauen 2011
Es ist wieder so weit: Zusammen mit Missy Magazin, AVIVA, Gazelle, Frauen machen neue Länder, der SPD und einigen anderen präsentiert der Mädchenmannschaft e.V. das zweite “Barcamp Frauen”. Es findet am 15. Oktober ab 11 Uhr wieder in der Kalkscheune Berlin statt, dieses Jahr mit dem Untertitel “Was wollt ihr eigentlich?”.

Was ein Barcamp genau ist, hat Magda letztes Jahr sehr gut erklärt:

Ein Barcamp ist eine von den Teilnehmenden organisierte Konferenz. Nicht die Veranstalter_innen sondern die Barcamp-Gemeinde entscheidet darüber, welche Workshops oder Vorträge gehalten werden sollen. Für das „Barcamp Frauen” gibt es eine Webseite, auf der sich alle Interessierten anmelden und Workshops oder Vorträge zu verschiedensten Themen vorschlagen können. Die Barcamp-Gemeinde stimmt letztendlich darüber ab, welche Diskussionsrunden gerne besucht oder welche Vorträge gehört werden wollen. Alle Teilnehmenden sind somit an der Gestaltung des Programms beteiligt.

Flyer Barcamp Frauen

Flyer Barcamp Frauen - bitte klicken zum Vergrößern


Die Vorschläge für das Programm müssen jedoch keinesfalls zwingend schon vorher eingereicht werden! Der Reiz des Barcamps ergibt sich gerade dadurch, dass vor Ort entschieden wird, welche Themen für diese Zusammensetzung an interessierten Menschen gut passen würden. So fehlen die üblichen Powerpointpräsentationen und abgelesenen Vorträge, dafür gibt es intensive Diskussionenrunden, in denen sich jede und jeder auch unvorbereitet einbringen kann. Vor allem die sehr vertraute Atmosphäre ist uns vom letzten Barcamp in Erinnerung geblieben und wir hoffen sehr, dass sich das wiederholen lässt (wer gerne ausführlicher lesen möchte wie’s war klickt hier und hier).

Eingeladen sind alle Menschen, die von einer anderen Gesellschaft träumen, die neugierig auf Menschen in anderen Lebenssituationen sind und diese an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben lassen wollen.

Anmelden und schonmal ein bisschen diskutieren könnt ihr auf der mixxt-Seite zum Barcamp. twitter und facebook gibt’s natürlich auch. Wir freuen uns auf spannende Workshops und natürlich darauf, die eine oder den anderen von euch offline zu treffen!


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Applaus für… Helle Thorning-Schmidt

16. September 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 19 von 22 der Serie Applaus für

Helle Thorning-Schmidt

Helle Thorning-Schmidt im Jahr 2010 (Bild von Lars Svankjær über hellethorning.dk)

Die sozialdemokratische Politikerin Helle Thorning-Schmidt wird (aller Voraussicht nach) die erste Regierungschefin Dänemarks. Trotz eines eher schlechten Ergebnisses ihrer Partei bei den gestrigen Wahlen hat sie Dank starker Koalitionspartner sehr gute Chancen, ein links-liberales Bündnis unter ihrer Führung bilden zu können. Natürlich rufen die Jungs bei Spiegel Online deswegen in ihrem Artikel schon im Vorspann einen drohenden “Zickenkrieg” aus. Und weiter heißt es:

Es ist ein bemerkenswerter Erfolg für die 44-jährige Sozialdemokratin, die wegen ihrer eleganten Erscheinung lange als “Gucci-Helle” verniedlicht wurde. Und es ist ein Erfolg gleich in doppelter Hinsicht. Thorning-Schmidt hat sich endlich freigemacht von den großen alten Männern der sozialdemokratischen Brandt- und Schmidt-Ära, die im nördlichen Nachbarland von Anker Jörgensen, Poul Nyrup Rasmussen, Svend Auken oder Mogens Lykketoft bestimmt wurde.

Helle Thorning-Schmidt wird mit ihrem “roten Block” das Bündnis des rechtsliberalen Lars Løkke Rasmussen ablösen und so hoffentlich auch das Ansehen Dänemarks wieder verbessern. Dieses hatte in den letzten zehn Jahren schwer unter dem “braunen Schatten der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei” (spon) gelitten.
Erste Gespräche mit den möglichen Koalitionspartnern sollen “frühestens am Wochenende” los gehen weiß Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt:

[...] Hier liegt eine Herausforderung für die 44 Jahre alte Thorning-Schmidt: Sie wird zum einen mit zwei vor Selbstvertrauen strotzenden Parteien über eine (formelle oder informelle) Zusammenarbeit verhandeln müssen. Und mit der „Sozialistischen Volkspartei“, mit der sie schon vor der Wahl eine Allianz eingegangen war, hat sie zum anderen einen Partner an Bord, dessen Wahlergebnis enttäuschte – und der noch nie an einer Regierung beteiligt war.

Es bleibt also noch ein bisschen spannend in Dänemark. Wir richten daher wegen der zu erwartenden Berichterstattung einen Zickenkrieg-Counter in den Kommentaren ein. Immer her mit den links! Den Autor des Artikels auf Spiegel Online könnte Ihr übrigens über Manfred_Ertel[at]spiegel.de erreichen.


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Loriot

23. August 2011 von Anna

Inzwischen haben es wohl alle mitbekommen: Loriot ist gestern im Alter von 87 Jahren verstorben.
Bei Twitter war sein Tod Anlass für einen “Zitateflashmob”. Nicht nur dort wird heute und wohl auch noch in den nächsten Tagen mit dem Zitieren der liebsten Stelle oder dem Schildern des liebsten Sketches an ihn gedacht werden.

Warum ich jedes mal, wenn ich mal wieder einen Kommentar der Sorte “seht doch endlich ein, dass Männer so und Frauen so sind” lese an ihn denken muss, zeigt das folgende Video. Die Frage danach, wie Männer und Frauen sind, dürfte damit dann hoffentlich auch ein für alle mal beantwortet sein.


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Der tägliche Slutwalk

15. August 2011 von Anna

Wie viele andere war auch ich am Samstag beim Slutwalk dabei. Über den Sinn der Slutwalks wurde und wird viel diskutiert. Was mich dabei besonders bestürzt und gleichzeitig wütend macht ist die Tatsache, dass einige anscheinend immer noch nicht verstanden haben oder verstehen wollen, worum es geht. Der Tenor dieser Diskutant_innen (oder auch Journalist_innen) ist, dass das ja alles gut und schön sei und sexuelle Übergriffe auch nicht okay und so, aber an und für sich, also, wenn man ganz ehrlich wäre und so… also an sich stimmt es doch schon, wenn eine Frau sich “schlampig” anziehe, dann bräuchte sie sich eben auch nicht zu wundern, wenn sie Aufmerksamkeit errege und vielleicht eben auch belästigt würde. Sicher, man wolle das nicht gut heißen und verteidigen, aber …

Eine genaue Defintion dessen, was “schlampig anziehen” sei, bleiben diese Menschen schuldig.

Nachdem ich einige dieser Diskussionen unter anderem bei twitter verfolgt habe, dachte ich, es ist mal an der Zeit festzuhalten, was Frauen (und alle, die sich als Frauen definieren) denn so an hatten, als sie sexuell belästigt wurden. Damit ein für alle Mal klar wird, dass es genau darum eben nicht geht. Es ist völlig egal, was jemand an hat, ob es vorher schon einen Flirt gegeben hat oder die Signale vielleicht “uneindeutig” waren. Sexuelle Belästigung und Vergewaltigungen passieren. Sie passieren aufgrund von mangelndem Respekt und nicht vorhandener Selbstbeherrschung. Sie passieren aufgrund der bestehenden Machtverhältnisse, aufgrund von verschrobenen Frauen- (und Männer-)bildern, sie passieren, weil es einfach zu viele Arschlöcher auf dieser Welt gibt. Die Kleidung der belästigten Person hat damit nichts zu tun!

Als ich das erste Mal ungefragt von einem Fremden berührt wurde (als zufällig getarnte Grabschereien in öffentlichen Verkehrsmitteln mal außer Acht gelassen) trug ich Jeans, Winterpulli, Jacke und Turnschuhe. Ich war wenn überhaupt, dann nur dezent geschminkt. Ein fremder Mann griff mir um Vorbeigehen an die Brust und lief danach weiter, als sei nichts geschehen.
Das zweite Mal ereignete sich ein paar Wochen später auf einer Party. Wieder trug ich Jeans und Turnschuhe, dazu ein T-Shirt. Ein betrunkener männlicher Gast betatschte im Vorbeigehen meinen Hintern. Ich war gerade in ein Gespräch vertieft und hatte ihn nicht einmal kommen sehen.

Ich habe diese zwei Episoden bisher kaum jemand erzählt. Den Partygrabscher habe ich später am Abend immerhin noch bei meinen Freunden “verpfiffen”, aber trotz besseren Wissens waren mir beide Geschichten anfänglich vor allem peinlich, später habe ich sie dann verdrängt und eigentlich auch vergessen. Als ich sie vorhin in verkürzter Form bei Twitter thematisierte, begannen auch andere Frauen von Übergriffen dieser Art zu berichten. Da ich mir nicht sicher bin, ob sie ihre Geschichten so prominent lesen möchten, gebe ich jedoch die entsprechenden Tweets jetzt nicht wieder.

Aber wir möchten euch ermutigen, eure Geschichten in den Kommentaren zu erzählen! Schreibt auf, was euch passiert ist und schreibt auch auf, was ihr an hattet. Wir müssen über diese Dinge reden und wir müssen vor allem darüber reden, dass es schon reicht, als Frau das Haus zu verlassen, um “irgendwie auch selber schuld” zu sein. Einfach eine Frau zu sein reicht aus, um “irgendwie selber schuld” zu sein.

Und deswegen werde ich auch nächstes Jahr wieder beim Slutwalk dabei sein.


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Schlampen, Maskus und Dark Girls – die Blogschau

7. August 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 120 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ausnahmsweise mal erst am Sonntag: Die Blogschau. Viel Spaß damit!

Nächsten Samstag ist Slutwalk und viele Blogs rufen zur Teilnahme auf und/oder erklären, worum es genau geht. Zum Beispiel: Frau mit Bart oder Nele Tabler. Slutwalk Berlin schaut derweil schonmal zurück und zwar auf den Slutwalk in Neu Delhi, welches der erste seiner Art in Asien war (Text auf Englisch).

Das Gesetz zu den eingetragenen Lebenspartnerschaften wurde zehn. Antje Schrupp nahm die Berichterstattung rund um dieses Jubiläum zum Anlass, “Lebenspartnerschaft für alle” zu fordern.

vomhonig träumt vom Feminist Wonderland. Yeah!

Jule von meinaugenschmaus beantwortet ausführlich, offen und sehr intim die ihr so oft von Hörenden gestellte Frage: “Wie hast du eigentlich sprechen gelernt?”

Der Mädchenblog bespricht das Buch “(r)echte Kerle – zur Kumpanei der MännerRECHTSbwegung”, das über die Vernetzung der Maskulisten mit der rechten Szene aufklärt. Außerdem im Mädchenblog: Ein echter Party Fail.

Franziska Bluhm hat versucht bei Woolworth einzukaufen. Macht sie wohl nie wieder.

Bei Kübra drüben gibts den Trailer zu “Dark Girls” zu sehen, ein Dokumentarfilm, der Ende des Jahres erscheinen und sicher hier im Blog auch noch ausführlicher Erwähnung finden wird (Film und Trailer sind auf Englisch).

Warum denken Kinder meistens, dass Papa schlauer als Mama ist? Der Väterblog stellt die erklärende Studie dazu vor – es hängt, so viel sei hier schon gesagt, mit der Berufstätigkeit der Eltern zusammen.

Konnys Lesbenseiten weisen auf eine neue Ausgabe von “weird  Das Bielefelder Online-Magazin von Lesben für Lesben” hin.

momorulez von metalust schreibt in einem Text mit dem Titel “was ich einmal mehr gelernt habe” darüber, wie das so läuft mit den “Minderheiten” und der “Aufklärung”. Frustrierend. Und so wahr.


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