Arm aber Feminist_in – die News der Woche

von der Mädchenmannschaft

Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, meldet Gehirn und Geist.

Das Magazin Antidote glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. Jezebel nutzt das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour.

Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der Huffington Post schreibt das „Le Tigre“-Mitglied von den Schwierigkeiten, ihren Job zwar zu lieben, aber kaum davon leben zu können. Von ‚zukünftig davon leben können‘ mal ganz zu schweigen.

Nicht nur JD Samson braucht Kohle, auch zwei feministische Projekte brauchen Unterstützung: Noch 15 Tage kann für die geplante Dokumentation über Riot Grrrl-Pionierin Kathlee Hanna gespendet werden. Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme!

Das ist Welt Online eine Meldung wert: Die transsexuelle Anna Grodzka zieht ins polnische Parlament ein.

Herzensapplaus für das Posting von Himbeerworld und ihrer kleinen Anekdote über die Reaktion auf den Werbespruch eines Fitnessstudios, ob man den Sommer als Wal oder als Meerjungfrau begehen wolle.

Termine:

Es ist wieder Zeit für Rampenfiber, äh rampenfibrig, die kleine Schwester des queerfeministischen Musikfestivals in Wien. Am 15. Oktober gibt es einen Abend lang Musik mit queerfeministischer Raumnahme aka Raum-Körper-Manifest.  Klingt spannend!

Außerdem am 15. Oktober in Wien: Das Frauenfest im FrauenLesbenMädchenZentrum. Los geht es ab 18 Uhr mit  Rundgang durchs Haus, Kabarett, Lesung, Theater und Konzerten. Gestärkt werden kann sich außerdem am veganen Buffet.

Weitere Slutwalks gibt es am 15. Oktober in Bielefeld und Leipzig!

Und wer am 15. weder in Wien noch auf Slutwalk-Mission aber in der Hauptstadt ist, der kommt zum Barcamp Frauen in die Kalkscheune.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 12. Oktober 2011 um 11:19 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. Khaos.Kind sagt:

    Noch ein Termin:
    Am 22.Oktober findet auch in Wien ein Slutwalk statt!

  2. Philip sagt:

    Zur ersten Meldung: Sagt diese zoologische Forschung etwas über Menschen bzw. die Gesellschaft aus? Schwächen wir eine feministische Position nicht, indem wir solche Fakten in diesen Kontext stellen und verstehen? (Ganz abgesehen vom Wunsch der Forscher_innen, sich selbst auch in ihren Forschungsobjekten wiederzufinden.)

    Ist das Ganze nicht auch ein biologistisches Argument, wie es in anderen Fällen klar abgelehnt wird? Ich kann sicher beliebige Studien googlen, in denen die Weibchen schlecht weg kommen. Wie entgegnet man dem Maskulisten, der damit seine Position bestätigen will? Eben.

    Kurz: Keine Kritik an der zool. Forschung, aber die Meldung hier entwertet die anderen, die darunter stehen.

  3. Nebenwirkungen sagt:

    Ich muss Dinge loswerden. Los geht’s:

    1) Guppies –> Wieso wird hier auf einen Link verwiesen, der uns über (soziale? sexuelle?) Vorkommnisse bei einer Fischart informiert? Wenn hiermit der Versuch unternommen wird, Männchen mit Weibchen bei den Menschen zu vergleichen und diese wiederum mit Männchen und Weibchen bei Fischen, da dann gute Nacht. Ich glaube kaum, dass menschliche Männer und Frauen und alles dazwischen mit Tieren verglichen werden sollten. Ich finde auch nicht, dass Tierarten mit anderen Tierarten verglichen werden sollten, um dem Vorwurf ich hielte Tiere weniger Wert als Menschen, vorzukommen. Außerdem dient solch ein Post nur einem erneuten Gegeneinander der stereotyp gezeichneten Geschlechter.

    2) JD Samson –> Der Link funktioniert nicht. Hab es aber gelesen und finde, JD bemitleided sich zu sehr. Als Künstlerin, die eben nicht den Massengeschmack bedient, bleibt man eben arm. Aber nicht, weil man queer ist. Sia oder The Gossip (und einige andere) machen Erfolg, obwohl queer, vor. Also ist dieses Beschweren über „arme Künstler weil queere Künstler“ eigentlich ein Jammer.

    3) Himbeerworld über Schlankheitswahn –> Die ertsen zwei Drittel sind ganz wunderbar zu lesen, das letzte ist allerdings ärgerlich: Sie versucht dort, dicke oder normalgewichtige Frauen gegen dünne auf zu wiegen und wiederholt damit die von ihr kritisierte Werbung.

  4. Lea sagt:

    … JD Samson. …seinen Job zwar zu lieben,…

    seinen?

    JD ist eine Frau, bitte ändern, Danke!