Antifeminismus sabotieren! Für körperliche Selbstbestimmung in Berlin demonstrieren

Seit Beginn der feministischen (Gegen-)Demonstrationen gegen die so genannten »Märsche für das Leben« oder »1.000 Kreuze für das Leben« berichtet die Mädchenmannschaft über die jährlich stattfinden Ansammlungen so genannter „Lebensschützer“, die mit ihren rechtskonservativ-völkischen und heteronormativen Parolen immer mehr öffentlichen Raum einnehmen. Im letzten Jahr schrieb accalmie einen bilderreichen Bericht zur Demo 2014 und fasste zusammen:

Ei­nes der Pla­ka­te, das „Le­bens­schützer_innen“ [sic] am ver­gangenen Sams­tag mit sich trugen, fasste die Zielsetzung jener Bewegung prägnant zusammen: „Selbstbestimmung hat Grenzen“ – prak­ti­scher­wei­se genau dort, wo die „Le­bens­schützer_innen“ über die Kör­per an­der­er Men­schen verfügen wollen.

Auch in der Berliner Politik kommen die Demonstrationen zunehmend auf die Agenda. Auf der diesjährigen Festveranstaltung von DIE LINKE anlässlich des Internationalen Frauenkampftages hielt ich einen Redebeitrag zu den queer-feministischen Gegendemonstrationen und ihren politischen Botschaften.

Am 19. September 2015 ist es wieder so weit.

Auch in diesem Jahr rufen antifaschistische und queer-feministische Gruppen in Berlin zum Gegenprotest auf. Mit dabei ist das WHAT THE FUCK?!-Bündnis, das im Vorfeld spannende Veranstaltungen und Konzerte z.B. in Berlin, Frankfurt/Main, Bremen oder Leipzig organisiert. Treffpunkt: 19. September, 11 Uhr, S Anhalter Bahnhof.

Auch das Bündnis für Sexuelle Selbstbestimmung ruft unter dem Motto „Leben und Lieben ohne Bevormundung“ am Brandenburger Tor und Umgebung zu Gegenprotesten auf.

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Plakat auf der feministischen Gegendemo 2014: „Lesbenschutz statt Lebensschutz!“

Weiterführende Links und Ressourcen aus unserem Archiv:

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