Ansichten eines Quotenmannes

von Werner

„Wenn ich aus Afghanistan oder dem Tschad wieder zurück nach Europa oder Amerika komme, brauch ich immer ein paar Tage, bis ich mich dran gewöhnt habe, wie Frauen hier zum Verkaufen von Produkten benutzt werden. Selbst Nachrichten werden hier mit Titten verkauft.“

Dies erzählte mir letztes Wochenende Anne Holmes bei einer meiner Diskussionen über Feminismus in einem Club. Sie ist als (Foto-)Journalistin viel in Afrika und dem Nahen Osten unterwegs und gehört sicher nicht zu den Frauen, die viel mit ihren Reizen geizen. Sie wollte mir verdeutlichen – oder sagen wir besser, mich in meiner Meinung bestätigen –, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter eben auch in Europa nicht so weit fortgeschritten ist, wie viele immer behaupten oder es sich einreden.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Und dass die meisten davon überzeugt sind, dass alles in Ordnung ist, davon zeugen all die sprachlosen und verblüfften Gesichter, in die ich sehe, wenn ich sage, ich sei Feminist, also eine männliche Emanze. Es dauert meist ein wenig, bis sie dies verdaut haben und die erste Reaktion folgt. Zunächst glauben sie, ich scherze, merken aber bald, dass ich es ernst meine und beginnen eine Diskussion mit mir, die meist gleich abläuft: Erst erklären sie mir, dass doch eigentlich schon alles super ist (also in Deutschland) und dass sie Alice Schwarzer doof finden. Dann erzähle ich ihnen etwas über Gewalt, Lohn, Einstellungspraktiken, Humankapital, strukturelle Benachteiligungen, … (Ich denke, den meisten Leserinnen dieses Blogs muss ich da inhaltlich nichts mehr erzählen) und schließlich kommen wir auf den Punkt, dass wohl doch nicht alles Gold ist, was hier so schön glänzt.

Immerhin: Bisher konnte ich noch keinen wirklichen Unterschied der Reaktionen der verschiedenen Geschlechter auf mein Emanzentum feststellen – aber ob das ein Zeichen für die Emanzipierung der Gesellschaft ist, wage ich doch zu bezweifeln.

Also, mein Leben als Feminist ist spannend und Diskussionen und Erlebnisse gibt es zuhauf! Natürlich nicht nur negative – denn es gibt Frauen und Männer denen es missfällt, dass Brüste für das Verkaufen von Nachrichten nötig sind. Über meine Erlebnisse als Feminist darf ich nun hier bei der Mädchenmannschaft berichten … quasi als Quotenmann, was mich sehr freut, denn dass wollte ich schon immer mal sein.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 22. Oktober 2008 um 10:47 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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20 Kommentare

  1. Tessa sagt:

    sehr schön. feministen sind ne feine sache, ich bin gespannt was da kommt, aus „deinem leben als feminist“.

  2. Dirk sagt:

    Was ich bei den Serien der Mädchenmannschaft nicht verstehe: Warum steht da immer „Dieser Text ist Teil 1 von 1 der Serie …“? Das suggeriert doch, der vorliegende Text sei das Ende der Serie. In dem aktuellen Fall kann das ja nicht stimmen, denn dann wäre es ja keine Serie, sondern nur ein Text

  3. Katrin sagt:

    Es gibt bislang von dieser Serie nur einen Teil. Diesen. Deshalb. Der nächste ist dann Teil 2 von 2 und dieser hier wird dann 1 von 2 sein…

  4. dodo sagt:

    immerhin kommt man einem männlichen feministen nicht mit (das ist in 90% aller fälle bei mir so, wenn ich männern versuche zu erklären, daß feminismus notwendig ist und wieso) „also ICH mach sowas NICHT (man setze frauendiskriminierungen jeglicher couleur hier ein)“ – und auch wenn das so sein mag, wird eigenartiger weise meist nicht kapiert, daß es diesbezüglich scheißegal ist, daß ER PERSÖNLICH sich toll verhält, daß es nicht um IHN allein geht, sondern daß noch zig andere leuts (a.k.a „die gesellschaft“) rumlaufen, die das patriarchat am leben erhalten.
    /rant

  5. Susanne sagt:

    Hallo Dirk! Da kommen natürlich noch ganz viele Texte. Nur wissen wir ja vorher nicht, wie viele Texte in der Reihe erscheinen werden, deswegen wird nicht wie beim Countdown zur letzten Folge hingezählt, sondern schön der Reihe nach, danach wie viele Texte es da schon gibt.

    Ich hoffe, du liest trotzdem weiter mit.
    Schöne Grüße!

  6. jj sagt:

    Feminist Werner,

    hallo.

    „Wenn ich aus Afghanistan oder dem Tschad wieder zurück nach Europa oder Amerika komme, brauch ich immer ein paar Tage, bis ich mich dran gewöhnt habe, wie Frauen hier zum Verkaufen von Produkten benutzt werden. Selbst Nachrichten werden hier mit Titten verkauft.“

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Aufmerksamkeit, die angeblich von den Brüsten von Nachrichtensprecherinnen erzeugt wird nicht mehr über die Person aussagt, die die Aussage getroffen hat als über die Kultur auf die sie sich bezieht. Vor allem, wenn es *das* ist, was ihr als wesentliches Frauen betreffendes Unterscheidungskriterium zwischen solchen Kulturen einfällt.

    Andere Ebenen wären zum Beispiel –

    http://de.wikipedia.org/wiki/Burka
    http://www.gtz.de/de/dokumente/de-fgm-laender-tschad.pdf

    Da fragt man sich halt, ob es wirklich das böse Patriarchat ist, das Nachrichtensprecherinnen zwingt, ihre Brüste zur Schau zu stellen.

    „Natürlich nicht nur negative – denn es gibt Frauen und Männer denen es missfällt, dass Brüste für das Verkaufen von Nachrichten nötig sind.“

    Ob das nun tatsächlich nötig ist, oder auch nur tatsächlich überall stattfindet, ist ja wohl mehr als nur zweifelhaft. Aber Marcel Reich-Ranicki und gewisse konservative Kreise sehen das sicher genauso. Was das aber mit (modernem) Feminismus zu tun haben soll, kapiere ich nicht.

    Wer Nachrichten mit Brüsten verkaufen muß, hat keine Nachrichten. Aber drehen wir’s doch mal um: Wenn der Nachrichtensender der Frau verbieten würde, taillierte Kleidung und einen Wonderbra zu tragen, weil der die Zuschauer von den Börsenkursen ablenken würde, würde Deine Bekannte genauso aufschreien? Und warum? Weil ihre persönliche Entfaltungsmöglichkeit eingeschränkt würde.

    Da muß man sich halt schon fragen, ob die Kritik nicht doch Selbstzweck ist. Ich persönlich lese Nachrichten nicht wegen der Präsentation, aber ich bin einer angenehmen Präsentation auch wirklich nicht abgeneigt. Wenn Du mich fragen würdest ob ich eine Nachrichtensprecherin im Wonderbra einer im Hijab vorziehen würde, definitiv, auch weil ich gerne schöne Frauen ansehe.

    Ansonsten bin auf Deine feminstischen Abenteuer gespannt… vor allem in Bezug auf Dating et al..

  7. Barbara sagt:

    Hallo Dirk,
    jetzt auch ich, und dann auch noch mit einer Frage:
    Als bislang einziger (erkennbarer) Mann, der du den Quotenmann-Text kommentiert hast – wie ist das für dich, wenn sich einer als Feminist bezeichnet?
    Neugierige Grüße
    Barbara

  8. Werner sagt:

    Lieber JJ,

    mit dieser Aussage spielte Anne Holmes auf eine französische Werbekampagne für ein Nachrichtenmagazin an – es ging also wirklich um das verkaufen nicht um das präsentieren der Nachrichten. Wie geschrieben ist sie eine Frau die auch gerne mal Minirock trägt.

    Sie wollte auch nicht sagen, dass es in afrikanischen Ländern oder im Nahen Osten besser für Frauen aussieht – sie wollte lediglich unterstreichen, dass der weibliche Körper in Europa und Amerika oft zum Verkauf von Produkten benutzt wird, die damit eher wenig zu tun haben – sie zählte dabei auch Autos und Uhren auf!

    Ich fand es schon sehr interessant, dass eine Frau die sehr viel herumkommt und von der ich erwartet hätte, erklärt zu bekommen, dass bei uns eigentlich doch alles sehr ok ist, sehr oft von der Behandlung der Frau in unseren Regionen geschockt ist, wenn sie wieder, z.B. aus dem Tschad, zurückkehrt. Und wer die Werbung und das Verkaufen von Produkten einmal mit offenen Augen betrachtet merkt schon oft sehr schnell, dass konservative Rollenbilder schon noch sehr stark abgebildet werden. Hinzu kommt, dass Werbung für Produkte die überdurchschnittlich häufig von Männern gekauft werden, auch öfters mal dazu neigen Frauen wie ein Ware abzubilden. Das hat dann weniger mit der freien Entscheidung einer Nachrichtensprecherin über ihren BH zu tun, sondern mit reinen werbetechnischen Vorgaben!

    Die angesprochene Werbung recherchiere ich noch nach, Anne ist gerade im Grenzgebiet Türkei-Irak und hat mir seit fünf Tagen auf meine Mails nicht mehr geantwortet … so bald ich es von ihr erfahre welche sie meinte werde ich es hier posten.

  9. Dirk sagt:

    Entschuldigung, wollte hier nicht als Detail-Querulant in Erscheinung treten (auch wenn ich immer noch nicht verstanden habe, warum da z.B. nicht einfach „Teil 6“ steht, dann weiß man doch auch, dass es vorher fünf Teile gab ;-) )

    Deshalb ein inhaltlicher Beitrag: Mir ist nicht wichtig, was jemand von sich behauptet, sondern was er oder sie tut. Ich kenne kaum Jungs, die von sich sagen, sie seien Feministen, aber verhältnismäßig viele, die es sind. Unter aufgeklärten Männern ist mir auch noch nie eine Debatte um diese Bezeichnung untergekommen, Debatten um inhaltliche Fragen des Feminismus (Wer bleibt daheim, wenn ein Kind da ist? Warum verdienen Männer mehr? etc.) hingegen ständig.

    Deshalb verstehe ich auch Deinen Beitrag nicht richtig, Werner. Du behauptest zwar, Feminist zu sein, erklärst aber nicht, was das für Dich bedeutet. Auch lese ich keine Beispiele, wie du diesen Feminismus lebst (außer als sprachliche Provokation in Diskussionen in Clubs). Stattdessen bedienst Du Dich in der Beschreibung einer Frau eines (zudem noch sehr platten) Sprachbildes, das für mich eher in den Werkzeugkasten der sexystischen Sprache gehört als in den Wortschatz eines Feministen. Du schreibst deine Freundin Anne „gehört sicher nicht zu den Frauen, die viel mit ihren Reizen geizen“. Niemand würde mit diesen Worten einen Mann beschreiben. Warum gehen sie einem Feministen wie Dir dennoch so leicht über die Lippen wenn es um eine Frau geht?

  10. Goofos sagt:

    „Ich fand es schon sehr interessant, dass eine Frau die sehr viel herumkommt und von der ich erwartet hätte, erklärt zu bekommen, dass bei uns eigentlich doch alles sehr ok ist, sehr oft von der Behandlung der Frau in unseren Regionen geschockt ist, wenn sie wieder, z.B. aus dem Tschad, zurückkehrt.“

    Ich hätte mich kein bischen darüber gewundert.

    Um das noch etwas mit Ernst zu unterstreichen: Ich glaube wenn man längere Zeit in solchen Ländern ist, wird man feststellen, dass man nicht so einfach europäische Vorstellungen auf eine andere Kultur, Mentalität…. anwenden kann. Tatsächlich würde ich ihre Feststellung in eine andere Kategorie wie die übliche Sexismus-Kritik stecken. Ich denke das hat mehr mit Luxus-im-Überfluß-Dekadenz zu tun und Nachrichten gehören da auch dazu. Die Dekadenz daran artet natürlich völlig aus unter der Flut von Anbietern die natürlich alles tun, alles durch den Dreck ziehen um ihre Luxusgüter unter die Leute zu bringen.

    Naja, weiss nich, schwieriges Thema weil man es eben nicht so einfach vergleichen kann und sich selber als Europäer vorführt. Aber ob man sich dabei auf „Behandlung der Frau..“ festfahren muss, halte ich für sehr oberflächlich.

  11. Katrin sagt:

    lieber Dirk,
    da verknüpfen sich die WordPress-Technik-Diskussion (ja, wir sind leider keine Programmier-Profis und haben auch nicht die Kohle, welche anzustellen, deswegen bedienen wir uns einfach den Tools, die es gibt – verzeih uns also unser komisches Serien-Tool) und die inhaltliche ja doch: Dies ist Teil 1 von bislang 1 und nicht mehr oder weniger, als eine kurze Vorstellung. Es werden noch viele Teile folgen. Wenn dieser hier dann Teil 1 von 20 ist, dann wirst du sicherlich auch wissen, was Feminist sein inhaltlich für Werner bedeutet, denn das und nichts anderes ist ja Sinn und Zweck dieser neuen Serie.

    Das Wort „sexystisch“ ist schön.
    Inhaltlich weiß ich nicht ganz, was daran sexistisch ist, dass Werner seine Freundin als jemanden beschreibt, der nicht mit seinen Reizen geizt. Was ist denn daran schlimm, dass ihm diese Worte „so leicht über die Lippen“ gehen, warum denkst du, dass es einer Frau schwerer fiele? Ich stehe vielleicht auf dem Schlauch, aber ich verstehe das nicht ganz.

  12. Andrea sagt:

    Ich finde die Idee mit dem Quotenmann toll und bin gespannt auf die weiteren Beiträge. Merkwürdigerweise ist es ja so, dass viele Männer sich persönlich angegriffen fühlen von feministischen Ansichten, als ob es nicht möglich wäre, sich auch als Mann gegen Benachteiligungen zu engagieren, genauso, wie ich mich ja auch gegen die Diskriminierung von beispielsweise ethnischen Minderheiten einsetzen kann, ohne mich schlecht dafür fühlen zu müssen, dass ich selbst weiße Europäerin bin.

  13. Peter sagt:

    Kann ein Mann Feminist sein? Klar warum nicht? Ich kenne Frauen, die (christlich religiös motivierte) Maskulistinnen sind. Das geht dann natürlich auch andersrum.

    Wichtig ist ja nur, dass man solche Eigenkategorisierungen nicht als dogmatische Scheuklappen oder als bequeme Flucht vor dem eigenen Nachdenken nutzt, sondern auch kritisch Positionen des „eigenen Lagers“ hinterfragt.

    Und das gilt für Feministen/Feministinnen und Maskulistinnen/Maskulisten gleichermaßen.

  14. Steffie sagt:

    Hallo Werner,

    ich freue mich ebenfalls auf deine Beiträge. Super Idee von euch! Auch wenn du es sicher nicht immer leicht hier haben wirst, aber das weißt du wahrscheinlich schon. :-)

  15. Dirk sagt:

    Da ich jetzt schon den Detailhuber gegeben haben, hier schnell meine – vielleicht detailverliebte – Distanzierung zu dem „mit Reizen geizen“-Satz: Neben der Tatsache, dass ich es für ein extrem plattes Bild halte, würde ich es aus drei Gründen als Feminist nicht benutzen:

    Erstens: Worauf beziehen sich die Reize? Auf die körperlichen Eigenschaften der beschriebenen Frau. Aber sind die wirklich so wichtig, dass man sie derart zentral heraustellen sollte? Die beschriebene Frau arbeitet international als Journalistin, da gibt es sicher mehr über sie zu berichten als dass sie ihre körperlichen Reize herausstellt.

    Zum zweiten: Was wird als reizend beschrieben? Meist das, was aus einer männlichen Perspektive als Reiz verstanden wird. Hier wird also nur die ohnehin dominierten gesellschaftliche Haltung repliziert.

    Drittens: Was soll die Anspielung mit dem „nicht geizen“? Sie suggeriert, es gebe Frauen, die mit ihren Reizen absichtlich geizen. Diese also bewusst zurückhalten. Sich also – falscherweise – dem entziehen, was Männer gerne sehen wollen, weil als Reiz empfinden.

  16. Katrin sagt:

    hmm, ich denke, dass die Betonung des „nicht mit reizen geizen“ deswegen Sinn macht, da man es als Kontrast zu ihrer Aussage am Anfang sehen könnte…
    Ansonsten sehe ich das einfach als ein Idiom der deutschen Sprache an. Natürlich kann man das aus den von dir angeführten Gründen kritisch sehen, aber irgendwie stören mich andere Dinge weitaus mehr.

  17. Maik sagt:

    Hallo. Merkt euch meine Worte! Merkt euch meine Worte. Ihr müsst das jetzt nicht verstehen, aber merkt es euch (bitte)! Die sogennante Emanzipation der Frau (ist durchaus positiv) wurde und wird von den wahren Herrschern dieser Welt nur benutzt. Die Zukunft sieht so aus:
    (Auszug)
    -Abschaffung der Familie
    -freie Liebe Pflicht
    -Pornographie Alltag

    Überlegt euch mal bitte wie weit wir in diesem Szenario schon sind und in wieweit die Frauenbewegung das beflügelt hat und in wieweit das mit den Prinzipien der Frauenbewegung in Einklang zu bringen ist.

    Teile und Herrsche…

  18. Nini sagt:

    @ Maik

    Der Zusammenhang mit der Frauenbewegung erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht ganz. Du vermischt da imho mehrere gesellschaftliche Entwicklungen der letzten ~ 30 Jahre.

    Ich wollte noch was anderes sagen – ich hatte das mit Teil X von X bisher auch immer nicht verstanden. Ich habe mich ständig gefragt, warum ihr Serien ständig abschließt und wieso ihr so genau plant, dass es 4 Beiträge vom Quotenmann und nicht mehr geben wird. Vermulich wäre es am besten, den Zähler einfach wegzulassen?

  19. Anna sagt:

    Nini, die erste Zahl beschreibt die Nummer der Folge, die du gerade liest, die zweite die insgesamten bisher vorhandenen Kolumnen. So sieht man auf einen Blick, wie viele Folgen es schon gibt und wo sich da die Folge einordnen lässt, die man angeklickt hat.
    Da kann also irgendwann auch 1 von 78 stehen.