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	<title>Kommentare zu: Alles nur Hormon-Monster? Oder: Was uns der Spiegel nicht gesagt hat</title>
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		<title>Von: SPIEGEl-Leser wissen mehr&#8230; als deren AutorInnen, oder: Der SPIEGEL begräbt die Frauenbewegung &#171; Der Mitläufer sagt&#8230;</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7602</link>
		<dc:creator>SPIEGEl-Leser wissen mehr&#8230; als deren AutorInnen, oder: Der SPIEGEL begräbt die Frauenbewegung &#171; Der Mitläufer sagt&#8230;</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 16:31:18 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Unterschied erklären. Dass diese Studien sehr umstritten sind, gibt der SPIEGEL nicht wirklich an, wie etwa bei Mädchenmannschaft gut belegt wird. Annotiert wird etwa eine Studie des Psychologen Simon Baron-Cohen, der schon bei Säuglingen einen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Unterschied erklären. Dass diese Studien sehr umstritten sind, gibt der SPIEGEL nicht wirklich an, wie etwa bei Mädchenmannschaft gut belegt wird. Annotiert wird etwa eine Studie des Psychologen Simon Baron-Cohen, der schon bei Säuglingen einen [...]</p>
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		<title>Von: flawed</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7498</link>
		<dc:creator>flawed</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 18:14:35 +0000</pubDate>
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		<description>Im übrigen wirft jj in seinen Transformations-Theorien gerade Paarung und Beziehung durcheinander.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im übrigen wirft jj in seinen Transformations-Theorien gerade Paarung und Beziehung durcheinander.</p>
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		<title>Von: Irene</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7496</link>
		<dc:creator>Irene</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 17:15:59 +0000</pubDate>
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		<description>@jj

&lt;blockquote&gt;weil vor der Paarung notwendigerweise eine sog. “fundamentale Transformation” stattgefunden hat (Wandlung der Transaktion von einem grundsätzlich bestehenden kompetitiven Markt zu einem bilateralen Monopol durch das in die Transaktion investierte Kapital, das bei einer Beendigung der Beziehung ggf. vollständig abgeschrieben werden muß&lt;/blockquote&gt;

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? :-)

Die Grundprinzipien der Marktwirtschaft verstehen schon Kinder im Kindergarten. Man muss dies nicht so ausdrücken. Was soll die fundamentale Transaktion im Zusammenhang mit der Paarung? Es kommt doch lediglich auf den Entscheidungsprozess für den jeweiligen Paarungspartner an. Wenn ich in einer Disco erst mit 10 Männern tanze, ich mich dann aber für einen ganz bestimmten entscheide, dann ist doch alles was danach folgt, was anderes. Natürlich kann ich dann außerhalb der Disco und bei besserer Beleuchtung noch immer zu dem Schluss kommen, dass es besser ist, die Transaktion abzubrechen. Darum geht es jedoch nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jj</p>
<blockquote><p>weil vor der Paarung notwendigerweise eine sog. “fundamentale Transformation” stattgefunden hat (Wandlung der Transaktion von einem grundsätzlich bestehenden kompetitiven Markt zu einem bilateralen Monopol durch das in die Transaktion investierte Kapital, das bei einer Beendigung der Beziehung ggf. vollständig abgeschrieben werden muß</p></blockquote>
<p>Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? :-)</p>
<p>Die Grundprinzipien der Marktwirtschaft verstehen schon Kinder im Kindergarten. Man muss dies nicht so ausdrücken. Was soll die fundamentale Transaktion im Zusammenhang mit der Paarung? Es kommt doch lediglich auf den Entscheidungsprozess für den jeweiligen Paarungspartner an. Wenn ich in einer Disco erst mit 10 Männern tanze, ich mich dann aber für einen ganz bestimmten entscheide, dann ist doch alles was danach folgt, was anderes. Natürlich kann ich dann außerhalb der Disco und bei besserer Beleuchtung noch immer zu dem Schluss kommen, dass es besser ist, die Transaktion abzubrechen. Darum geht es jedoch nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Irene</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7495</link>
		<dc:creator>Irene</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 17:07:54 +0000</pubDate>
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		<description>@jj

&lt;blockquote&gt;Paarung ist nicht wie Brötchen kaufen, es ist eben nicht irrelevant mit wem die Transaktion vorgenommen. Damit ist das kein Markt.&lt;/blockquote&gt;

Die Irrelevanz, mit dem die Transaktion vorgenommen wird, ist nicht charakteristisch für einen Markt. Auf einem Markt gehe ich entlang, und schaue, wo die Brötchen frisch und lecker aussehen. Oder wo der Fisch besonders frisch ist. Bei Media&quot;markt&quot; lasse ich mich ggf. über verschiedene Marken beraten. Eventuell habe ich vorher Testberichte und die Spezifikationen der angebotenen Geräte gelesen. Es ist also nicht egal, welche Transaktion ich schließe und mit wem, sondern ich entscheide mich häufig nach gewissen Fitness-Indikatoren. Das ist in der Natur nicht anders. Besonders deutlich wird das beim sog. Arena-Balz: Männchen und Weibchen treffen sich auf bestimmten Plätzen (und nur zu bestimmten Zeiten) zum Zwecke der Paarung. Bei vielen Tierarten herrscht dabei eine eindeutige sexuelle Selektion vor (die Weibchen wählen). Das ist nichts anderes als ein Markt. Jedenfalls ist die Marktwirtschaft nach genau diesem Modell entstanden. Dass sie heute verfeinert ist (mit vielen vielen Intermediären etc.) mag sein. Das Grundprinzip ist aber noch immer das Gleiche: Verschiedene Anbieter wollen jeweils 500 Stück pro Tag verkaufen, die Abnehmer sind aber nur an einem Stück pro Jahr interessiert. Hierdurch geraten die Anbieter in einen Wettbewerb (deswegen möchte man anders als im Sozialismus in Marktwirtschaften keine Monopole haben), während die Abnehmer die Wahl haben. Hierdurch entsteht Evolution.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jj</p>
<blockquote><p>Paarung ist nicht wie Brötchen kaufen, es ist eben nicht irrelevant mit wem die Transaktion vorgenommen. Damit ist das kein Markt.</p></blockquote>
<p>Die Irrelevanz, mit dem die Transaktion vorgenommen wird, ist nicht charakteristisch für einen Markt. Auf einem Markt gehe ich entlang, und schaue, wo die Brötchen frisch und lecker aussehen. Oder wo der Fisch besonders frisch ist. Bei Media&#8221;markt&#8221; lasse ich mich ggf. über verschiedene Marken beraten. Eventuell habe ich vorher Testberichte und die Spezifikationen der angebotenen Geräte gelesen. Es ist also nicht egal, welche Transaktion ich schließe und mit wem, sondern ich entscheide mich häufig nach gewissen Fitness-Indikatoren. Das ist in der Natur nicht anders. Besonders deutlich wird das beim sog. Arena-Balz: Männchen und Weibchen treffen sich auf bestimmten Plätzen (und nur zu bestimmten Zeiten) zum Zwecke der Paarung. Bei vielen Tierarten herrscht dabei eine eindeutige sexuelle Selektion vor (die Weibchen wählen). Das ist nichts anderes als ein Markt. Jedenfalls ist die Marktwirtschaft nach genau diesem Modell entstanden. Dass sie heute verfeinert ist (mit vielen vielen Intermediären etc.) mag sein. Das Grundprinzip ist aber noch immer das Gleiche: Verschiedene Anbieter wollen jeweils 500 Stück pro Tag verkaufen, die Abnehmer sind aber nur an einem Stück pro Jahr interessiert. Hierdurch geraten die Anbieter in einen Wettbewerb (deswegen möchte man anders als im Sozialismus in Marktwirtschaften keine Monopole haben), während die Abnehmer die Wahl haben. Hierdurch entsteht Evolution.</p>
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	<item>
		<title>Von: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7492</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 15:39:28 +0000</pubDate>
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		<description>Irene,

&lt;em&gt;Die Edgeworth-Box hat ja auch noch nichts direkt mit Marktwirtschaft zu tun.&lt;/em&gt;

eben

&lt;em&gt;Charakteristisch für Marktwirtschaft ist, dass
a) der Käufer die Wahl unter verschiedenen Anbietern hat (= Selektion)
b) die Anbieter ihre Angebote lediglich präsentieren und dem Käufer die Entscheidung überlassen.&lt;/em&gt;

Wie gesagt, ich denke, daß man Paarung ökonomisch modellieren kann, aber um eine marktliche Transaktion handelt es sich (evtl. mit Ausnahme von Prostitution) deswegen nicht, weil vor der Paarung notwendigerweise eine sog. &quot;fundamentale Transformation&quot; stattgefunden hat (Wandlung der Transaktion von einem grundsätzlich bestehenden kompetitiven Markt zu einem bilateralen Monopol durch das in die Transaktion investierte Kapital, das bei einer Beendigung der Beziehung ggf. vollständig abgeschrieben werden muß - http://www.jstor.org/pss/2118119). Paarung ist nicht wie Brötchen kaufen, es ist eben nicht irrelevant mit wem die Transaktion vorgenommen. Damit ist das kein Markt. Man kann ja gerne sagen/annehmen, daß auch männliche Männchen eine höhere Nachfrage nach kurzfristigen sexuellen Beziehungen haben als das bei Frauen der Fall ist weil sich aufgrund des bis vor (evolutorisch) kurzem enormen Risikos einer Schwangerschaft Selektivität ausgezahlt hat - bei der Beschreibung bin ich ja dabei. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß bei den Nachfragern am Ende eine Paretoverteilung bzgl. des Erfolgs vorhanden ist. Aber ein echter Markt wird deswegen daraus immer noch nicht - Angebot und Nachfrage sind nicht klar definiert und nicht unabhängig voneinander.

&lt;em&gt;Bei der Prostitution ist es übrigens genau umgekehrt, wie bei der klassischen sexuellen Selektion. Da nennt die Frau den Preis für die Folgen der Paarung, frei nach dem Motto: “Für 20 Euro trägst du kein weiteres Risiko. Alle Folgen sind damit abgegolten.” In diesem Fall können die Männer unter verschiedenen Anbieterinnen wählen. Also wenn das mal keine Marktwirtschaft ist…&lt;/em&gt;

Wie gesagt, Prostitution ist der einzige Bereich, in dem ich das Bild evtl. gelten lassen würde. Aber sie ist ja nur ein relative kleiner Bereich des gesamten Universums von Paarungsbeziehungen, und in den anderen Bereichen bestehen zwar Austauschbeziehungen aber eben kein Markt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irene,</p>
<p><em>Die Edgeworth-Box hat ja auch noch nichts direkt mit Marktwirtschaft zu tun.</em></p>
<p>eben</p>
<p><em>Charakteristisch für Marktwirtschaft ist, dass<br />
a) der Käufer die Wahl unter verschiedenen Anbietern hat (= Selektion)<br />
b) die Anbieter ihre Angebote lediglich präsentieren und dem Käufer die Entscheidung überlassen.</em></p>
<p>Wie gesagt, ich denke, daß man Paarung ökonomisch modellieren kann, aber um eine marktliche Transaktion handelt es sich (evtl. mit Ausnahme von Prostitution) deswegen nicht, weil vor der Paarung notwendigerweise eine sog. &#8220;fundamentale Transformation&#8221; stattgefunden hat (Wandlung der Transaktion von einem grundsätzlich bestehenden kompetitiven Markt zu einem bilateralen Monopol durch das in die Transaktion investierte Kapital, das bei einer Beendigung der Beziehung ggf. vollständig abgeschrieben werden muß &#8211; <a href="http://www.jstor.org/pss/2118119" rel="nofollow">http://www.jstor.org/pss/2118119</a>). Paarung ist nicht wie Brötchen kaufen, es ist eben nicht irrelevant mit wem die Transaktion vorgenommen. Damit ist das kein Markt. Man kann ja gerne sagen/annehmen, daß auch männliche Männchen eine höhere Nachfrage nach kurzfristigen sexuellen Beziehungen haben als das bei Frauen der Fall ist weil sich aufgrund des bis vor (evolutorisch) kurzem enormen Risikos einer Schwangerschaft Selektivität ausgezahlt hat &#8211; bei der Beschreibung bin ich ja dabei. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß bei den Nachfragern am Ende eine Paretoverteilung bzgl. des Erfolgs vorhanden ist. Aber ein echter Markt wird deswegen daraus immer noch nicht &#8211; Angebot und Nachfrage sind nicht klar definiert und nicht unabhängig voneinander.</p>
<p><em>Bei der Prostitution ist es übrigens genau umgekehrt, wie bei der klassischen sexuellen Selektion. Da nennt die Frau den Preis für die Folgen der Paarung, frei nach dem Motto: “Für 20 Euro trägst du kein weiteres Risiko. Alle Folgen sind damit abgegolten.” In diesem Fall können die Männer unter verschiedenen Anbieterinnen wählen. Also wenn das mal keine Marktwirtschaft ist…</em></p>
<p>Wie gesagt, Prostitution ist der einzige Bereich, in dem ich das Bild evtl. gelten lassen würde. Aber sie ist ja nur ein relative kleiner Bereich des gesamten Universums von Paarungsbeziehungen, und in den anderen Bereichen bestehen zwar Austauschbeziehungen aber eben kein Markt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Irene</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7477</link>
		<dc:creator>Irene</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 09:37:50 +0000</pubDate>
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		<description>@jj

&lt;em&gt;Naja. Man kann Paarungsvorgänge sicher irgendwie in einer Edgeworth-Box modellieren. Aber zu “Marktwirtschaft” wird das trotzdem nicht. Sorry, aber die Terminologie und Bilder sind unsauber in diesem Fall.&lt;/em&gt;

Die Edgeworth-Box hat ja auch noch nichts direkt mit Marktwirtschaft zu tun. Charakteristisch für Marktwirtschaft ist, dass
a) der Käufer die Wahl unter verschiedenen Anbietern hat (= Selektion)
b) die Anbieter ihre Angebote lediglich präsentieren und dem Käufer die Entscheidung überlassen.

Genau das ist bei der sexuellen Selektion der Fall. Die Haremsbildung der Gorillas fällt darunter nicht (verletzt b)), die Partnerwahl bei den Pfauen aber schon.

Die Soziobiologie spricht deshalb auch von einem Markt der sexuellen Transaktionen.

&lt;em&gt;Und Miller betont explizit, daß er davon ausgeht, daß er - bei aller wahrscheinlichen seriellen Polygynie - diese Spezifizität menschlichen Paarungsverhaltens für einen wesentlichen Faktor bei der Herausbildung unseres Gehirns hält.&lt;/em&gt;

Ja, das schon, aber doch in einem ganz bestimmten Sinne: Bei den Pfauen präsentieren sich die Männchen mit ihrem Gefieder, um zu zeigen, was für tolle Hechte sie sind, beim Menschen geschieht dies durch Kommunikation. Eine Pfauenhenne muss nur so intelligent sein, um ein Pfauengefieder angemessen beurteilen zu können, beim Menschen müssen beide Seiten intelligent sein. Sie schaukeln sich ggf. gegenseitig hoch (Selbstläuferprozess). Wenn einer ganz besonders gut O sole mio trällern kann, muss die andere Seite dies zu schätzen wissen, sonst wird das nichts.

Wie ich schon erwähnte: Männer sind sehr selektiv, wenn sie eine Partnerin fürs Zusammenleben oder fürs ganze Leben suchen. Denn wenn sie ein Kind bekommt, hat das auch für ihn Folgen, selbst bei der klassischen Aufteilung, weil er ja dann für sie und die Kinder sorgen muss. Er haftet sozusagen für die Folgen der Paarung.

Wenn es diese Folgen aber nicht gibt, sind viele Männer kaum noch selektiv. Wenn es eine mal eben für 20 Euro macht, ist sie dabei...

Bei der Prostitution ist es übrigens genau umgekehrt, wie bei der klassischen sexuellen Selektion. Da nennt die Frau den Preis für die Folgen der Paarung, frei nach dem Motto: &quot;Für 20 Euro trägst du kein weiteres Risiko. Alle Folgen sind damit abgegolten.&quot; In diesem Fall können die Männer unter verschiedenen Anbieterinnen wählen. Also wenn das mal keine Marktwirtschaft ist...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jj</p>
<p><em>Naja. Man kann Paarungsvorgänge sicher irgendwie in einer Edgeworth-Box modellieren. Aber zu “Marktwirtschaft” wird das trotzdem nicht. Sorry, aber die Terminologie und Bilder sind unsauber in diesem Fall.</em></p>
<p>Die Edgeworth-Box hat ja auch noch nichts direkt mit Marktwirtschaft zu tun. Charakteristisch für Marktwirtschaft ist, dass<br />
a) der Käufer die Wahl unter verschiedenen Anbietern hat (= Selektion)<br />
b) die Anbieter ihre Angebote lediglich präsentieren und dem Käufer die Entscheidung überlassen.</p>
<p>Genau das ist bei der sexuellen Selektion der Fall. Die Haremsbildung der Gorillas fällt darunter nicht (verletzt b)), die Partnerwahl bei den Pfauen aber schon.</p>
<p>Die Soziobiologie spricht deshalb auch von einem Markt der sexuellen Transaktionen.</p>
<p><em>Und Miller betont explizit, daß er davon ausgeht, daß er &#8211; bei aller wahrscheinlichen seriellen Polygynie &#8211; diese Spezifizität menschlichen Paarungsverhaltens für einen wesentlichen Faktor bei der Herausbildung unseres Gehirns hält.</em></p>
<p>Ja, das schon, aber doch in einem ganz bestimmten Sinne: Bei den Pfauen präsentieren sich die Männchen mit ihrem Gefieder, um zu zeigen, was für tolle Hechte sie sind, beim Menschen geschieht dies durch Kommunikation. Eine Pfauenhenne muss nur so intelligent sein, um ein Pfauengefieder angemessen beurteilen zu können, beim Menschen müssen beide Seiten intelligent sein. Sie schaukeln sich ggf. gegenseitig hoch (Selbstläuferprozess). Wenn einer ganz besonders gut O sole mio trällern kann, muss die andere Seite dies zu schätzen wissen, sonst wird das nichts.</p>
<p>Wie ich schon erwähnte: Männer sind sehr selektiv, wenn sie eine Partnerin fürs Zusammenleben oder fürs ganze Leben suchen. Denn wenn sie ein Kind bekommt, hat das auch für ihn Folgen, selbst bei der klassischen Aufteilung, weil er ja dann für sie und die Kinder sorgen muss. Er haftet sozusagen für die Folgen der Paarung.</p>
<p>Wenn es diese Folgen aber nicht gibt, sind viele Männer kaum noch selektiv. Wenn es eine mal eben für 20 Euro macht, ist sie dabei&#8230;</p>
<p>Bei der Prostitution ist es übrigens genau umgekehrt, wie bei der klassischen sexuellen Selektion. Da nennt die Frau den Preis für die Folgen der Paarung, frei nach dem Motto: &#8220;Für 20 Euro trägst du kein weiteres Risiko. Alle Folgen sind damit abgegolten.&#8221; In diesem Fall können die Männer unter verschiedenen Anbieterinnen wählen. Also wenn das mal keine Marktwirtschaft ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Von Venusweibchen und Marsmännchen. Version &#8220;Wandelagentinnen&#8221;. &#171; mädchenblog</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7475</link>
		<dc:creator>Von Venusweibchen und Marsmännchen. Version &#8220;Wandelagentinnen&#8221;. &#171; mädchenblog</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:57:59 +0000</pubDate>
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		<description>[...] EDIT #2: Auch die Mädchenmannschaft dröselt den Bullshit nochmal auf. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] EDIT #2: Auch die Mädchenmannschaft dröselt den Bullshit nochmal auf. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7473</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 01:47:03 +0000</pubDate>
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		<description>Irene,

&quot;Eben. Das ist bei der Marktwirtschaft auch so: Der Verkäufer (Männchen) möchte 500 Fernseher am Tag verkaufen, der Käufer (Weibchen) braucht nur einen alle 5 Jahre. Diese Asymmetrie bewirkt Evolution.&quot;

Naja. Man kann Paarungsvorgänge sicher irgendwie in einer Edgeworth-Box modellieren. Aber zu &quot;Marktwirtschaft&quot; wird das trotzdem nicht. Sorry, aber die Terminologie und Bilder sind unsauber in diesem Fall. 

&lt;em&gt;Jein. Es besteht bei beiden Geschlechtern eine unterschiedliche Selektion, je nachdem ob es um kurzfristige oder langfristige Bindungen geht. Tatsache ist jedenfalls, dass normalerweise die Männer die Frauen umwerben (sie darf dabei ruhig zögerlich sein).&lt;/em&gt;

Also taktisch ist es bei Frauen wohl eher so, daß sie am besten wegkommt, wenn sie ihm das Gefühl gibt bei allen andern zögerlich zu sein nur bei ihm nicht. Kann dazu bestimmt auch eine Studie finden. Ja, Männer werben im Regelfall, aber das setzt nicht das Prinzip von gegenseitiger Wahl außer Kraft. Und Miller betont explizit, daß er davon ausgeht, daß er - bei aller wahrscheinlichen seriellen Polygynie - diese Spezifizität menschlichen Paarungsverhaltens für einen wesentlichen Faktor bei der Herausbildung unseres Gehirns hält.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irene,</p>
<p>&#8220;Eben. Das ist bei der Marktwirtschaft auch so: Der Verkäufer (Männchen) möchte 500 Fernseher am Tag verkaufen, der Käufer (Weibchen) braucht nur einen alle 5 Jahre. Diese Asymmetrie bewirkt Evolution.&#8221;</p>
<p>Naja. Man kann Paarungsvorgänge sicher irgendwie in einer Edgeworth-Box modellieren. Aber zu &#8220;Marktwirtschaft&#8221; wird das trotzdem nicht. Sorry, aber die Terminologie und Bilder sind unsauber in diesem Fall. </p>
<p><em>Jein. Es besteht bei beiden Geschlechtern eine unterschiedliche Selektion, je nachdem ob es um kurzfristige oder langfristige Bindungen geht. Tatsache ist jedenfalls, dass normalerweise die Männer die Frauen umwerben (sie darf dabei ruhig zögerlich sein).</em></p>
<p>Also taktisch ist es bei Frauen wohl eher so, daß sie am besten wegkommt, wenn sie ihm das Gefühl gibt bei allen andern zögerlich zu sein nur bei ihm nicht. Kann dazu bestimmt auch eine Studie finden. Ja, Männer werben im Regelfall, aber das setzt nicht das Prinzip von gegenseitiger Wahl außer Kraft. Und Miller betont explizit, daß er davon ausgeht, daß er &#8211; bei aller wahrscheinlichen seriellen Polygynie &#8211; diese Spezifizität menschlichen Paarungsverhaltens für einen wesentlichen Faktor bei der Herausbildung unseres Gehirns hält.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Irene</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7472</link>
		<dc:creator>Irene</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 22:56:45 +0000</pubDate>
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		<description>@jj

&lt;em&gt;Auch wenn ich generell zustimme, daß die Asymmetrie reproduktiver Ressourcen vermutlich der Ursprung und das Grundproblem sozialer Organisation ist - was die Pfauen betrifft - &lt;/em&gt;

Eben. Das ist bei der Marktwirtschaft auch so: Der Verkäufer (Männchen) möchte 500 Fernseher am Tag verkaufen, der Käufer (Weibchen) braucht nur einen alle 5 Jahre. Diese Asymmetrie bewirkt Evolution.

&lt;em&gt;interessanterweise ist es bei den Menschen so, daß eben nicht nur das Weibchen wählt, sondern “mutual choice” besteht, daß menschliche Männer eben nicht alles begatten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, sondern ihren Maßstäben nach durchaus wählen.&lt;/em&gt;

Jein. Es besteht bei beiden Geschlechtern eine unterschiedliche Selektion, je nachdem ob es um kurzfristige oder langfristige Bindungen geht. Tatsache ist jedenfalls, dass normalerweise die Männer die Frauen umwerben (sie darf dabei ruhig zögerlich sein).

&lt;em&gt;Ein sehr interessantes Buch in diesem Zusammenhang ist z.B. “The Mating Mind” von Geoffrey Miller&lt;/em&gt;

Dieses Buch gehört einfach zum Standard. Die ökonomischen Bezüge in diesem Buch sind aber erheblich, schließlich erfolgt ein ständiger Bezug auf Thorstein Veblen und auf das Handicap-Prinzip.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jj</p>
<p><em>Auch wenn ich generell zustimme, daß die Asymmetrie reproduktiver Ressourcen vermutlich der Ursprung und das Grundproblem sozialer Organisation ist &#8211; was die Pfauen betrifft &#8211; </em></p>
<p>Eben. Das ist bei der Marktwirtschaft auch so: Der Verkäufer (Männchen) möchte 500 Fernseher am Tag verkaufen, der Käufer (Weibchen) braucht nur einen alle 5 Jahre. Diese Asymmetrie bewirkt Evolution.</p>
<p><em>interessanterweise ist es bei den Menschen so, daß eben nicht nur das Weibchen wählt, sondern “mutual choice” besteht, daß menschliche Männer eben nicht alles begatten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, sondern ihren Maßstäben nach durchaus wählen.</em></p>
<p>Jein. Es besteht bei beiden Geschlechtern eine unterschiedliche Selektion, je nachdem ob es um kurzfristige oder langfristige Bindungen geht. Tatsache ist jedenfalls, dass normalerweise die Männer die Frauen umwerben (sie darf dabei ruhig zögerlich sein).</p>
<p><em>Ein sehr interessantes Buch in diesem Zusammenhang ist z.B. “The Mating Mind” von Geoffrey Miller</em></p>
<p>Dieses Buch gehört einfach zum Standard. Die ökonomischen Bezüge in diesem Buch sind aber erheblich, schließlich erfolgt ein ständiger Bezug auf Thorstein Veblen und auf das Handicap-Prinzip.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nils</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/alles-nur-hormon-monster/#comment-7471</link>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 21:32:25 +0000</pubDate>
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		<description>P.S.: Der Widerspruch wäre doch eigentlich nur durch Zugewinngemeinschaft - Sprich: Reichen Mann heiraten - zu lösen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S.: Der Widerspruch wäre doch eigentlich nur durch Zugewinngemeinschaft &#8211; Sprich: Reichen Mann heiraten &#8211; zu lösen.</p>
]]></content:encoded>
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