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	<title>Kommentare zu: Abortion Democracy</title>
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		<title>Von: Filme! In Osnabrück und Münster. &#171; Drop the thought</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-32988</link>
		<dc:creator>Filme! In Osnabrück und Münster. &#171; Drop the thought</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 21:18:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Osnabrück gibt es morgen „Abortion Democracy“ von Sarah Diehl zu sehen (hier im Interview mit der Mädchenmannschaft). Sie wird ebenfalls vor Ort sein und im Anschluss an die Vorführung für eine Diskussionsrunde [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Osnabrück gibt es morgen „Abortion Democracy“ von Sarah Diehl zu sehen (hier im Interview mit der Mädchenmannschaft). Sie wird ebenfalls vor Ort sein und im Anschluss an die Vorführung für eine Diskussionsrunde [...]</p>
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		<title>Von: Abortion Democracy &#171; Antisexistisches Aktionsbündnis München</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10559</link>
		<dc:creator>Abortion Democracy &#171; Antisexistisches Aktionsbündnis München</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 15:34:28 +0000</pubDate>
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		<description>[...] einiger Zeit hat die Maedchenmannschaft ein lesenswertes Interview mit Sarah Diehl [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] einiger Zeit hat die Maedchenmannschaft ein lesenswertes Interview mit Sarah Diehl [...]</p>
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	</item>
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		<title>Von: Alpenglühen</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10165</link>
		<dc:creator>Alpenglühen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 13:19:22 +0000</pubDate>
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		<description>»Und @ Alpenglühen:
Ich finde nicht, daß es eine Lösung sein kann, Ärzte - also Menschen, die sich bereits für ein Medizinstudium entschlossen und es durchgezogen haben - im Nachhinein aussuchen zu lassen, welche Prozeduren sie duchführen wollen und welche nicht.«

dazu hab ich mich gar nicht geäußert …</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>»Und @ Alpenglühen:<br />
Ich finde nicht, daß es eine Lösung sein kann, Ärzte &#8211; also Menschen, die sich bereits für ein Medizinstudium entschlossen und es durchgezogen haben &#8211; im Nachhinein aussuchen zu lassen, welche Prozeduren sie duchführen wollen und welche nicht.«</p>
<p>dazu hab ich mich gar nicht geäußert …</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Michiko</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10156</link>
		<dc:creator>Die Michiko</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 14:51:55 +0000</pubDate>
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		<description>Hm, ich glaube micht, daß irgendeine Frau aus Spaß an der Freud Abtreibung Nr. 9 auf sich nimmt. Schließlich ist das kein paziergang.

In Japan, wo Abtreibung ein ganz normales Mittel zur Familienplanung ist, haben Frauen lange dafür gekämpft und protestiert, um die Zulassung für die Pille als Verhütungsmittel durchzusetzen.

Die kam übrigens kurz nach der für Viagra; bis dahin gab es die Pille nur als Behandlung bei &quot;hormonellen Störungen&quot;.

Und @ Alpenglühen:
Ich finde nicht, daß es eine Lösung sein kann, Ärzte - also Menschen, die sich bereits für ein Medizinstudium entschlossen und es durchgezogen haben - im Nachhinein aussuchen zu lassen, welche Prozeduren sie duchführen wollen und welche nicht.
Ich verstehe aber absolut Deinen Ansatz, einen Eingriff bei jemandem machen lassen zu wollen, der auch hundertprozentig dahintersteht.

Ich selber bin von einem Chirurgen sterilisiert worden, der das &quot;in meinem Alter&quot; nur unter Protest und Zähneknirschen durchgeführt hat. Der schüttelte mir im Aufwachraum nach der OP die Hand und sagte &quot;Na dann, ich hoffe Sie bereuen das später nicht&quot; nun habe ich in dieser Hinsicht ein ziemlich dickes Fell, aber das war natürlich der Krönende Abschluss zu einem monatelangen Verhandlungsmarathon, in dem ich hart darum kämpfen musste, überhaupt ernstgenommen zu werden.

Ich träume auch manchmal von diesem fantastisch toleranten Zentrum, wo ich ohne große Moralpredigten die Risiken und Sicherheitsmaßnahmen mit mehrfachen Partnern diskutieren kann, ernsthaft unvoreingenommene Infos zu Verhütung kriege (und nicht nur die Wahl zwischen Pille und Implantat) und im Notfall abtreiben lassen kann, ohne daß jemand mit der Wimper zuckt. Aber ich glaube halt auch, daß dieser Standard schwer zu erreichen uind noch schwerer flächendeckend zu halten sein wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, ich glaube micht, daß irgendeine Frau aus Spaß an der Freud Abtreibung Nr. 9 auf sich nimmt. Schließlich ist das kein paziergang.</p>
<p>In Japan, wo Abtreibung ein ganz normales Mittel zur Familienplanung ist, haben Frauen lange dafür gekämpft und protestiert, um die Zulassung für die Pille als Verhütungsmittel durchzusetzen.</p>
<p>Die kam übrigens kurz nach der für Viagra; bis dahin gab es die Pille nur als Behandlung bei &#8220;hormonellen Störungen&#8221;.</p>
<p>Und @ Alpenglühen:<br />
Ich finde nicht, daß es eine Lösung sein kann, Ärzte &#8211; also Menschen, die sich bereits für ein Medizinstudium entschlossen und es durchgezogen haben &#8211; im Nachhinein aussuchen zu lassen, welche Prozeduren sie duchführen wollen und welche nicht.<br />
Ich verstehe aber absolut Deinen Ansatz, einen Eingriff bei jemandem machen lassen zu wollen, der auch hundertprozentig dahintersteht.</p>
<p>Ich selber bin von einem Chirurgen sterilisiert worden, der das &#8220;in meinem Alter&#8221; nur unter Protest und Zähneknirschen durchgeführt hat. Der schüttelte mir im Aufwachraum nach der OP die Hand und sagte &#8220;Na dann, ich hoffe Sie bereuen das später nicht&#8221; nun habe ich in dieser Hinsicht ein ziemlich dickes Fell, aber das war natürlich der Krönende Abschluss zu einem monatelangen Verhandlungsmarathon, in dem ich hart darum kämpfen musste, überhaupt ernstgenommen zu werden.</p>
<p>Ich träume auch manchmal von diesem fantastisch toleranten Zentrum, wo ich ohne große Moralpredigten die Risiken und Sicherheitsmaßnahmen mit mehrfachen Partnern diskutieren kann, ernsthaft unvoreingenommene Infos zu Verhütung kriege (und nicht nur die Wahl zwischen Pille und Implantat) und im Notfall abtreiben lassen kann, ohne daß jemand mit der Wimper zuckt. Aber ich glaube halt auch, daß dieser Standard schwer zu erreichen uind noch schwerer flächendeckend zu halten sein wird.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10147</link>
		<dc:creator>ariane</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 17:14:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10147</guid>
		<description>@ Chrissy
Ein wohl zu langer Beitrag. Aber du hast Recht, wenn du meinst, die individuellen Gründe die zu einem Abbruch führen gehehn nur die Frau etwas an. Aber du wirst hier auch andere Meinungen vorfinden, weil viele unter dem Deckmantel des &quot;Lebensschutzes&quot; die Rechte der Frauen einschränken wollen.
Ich sage es etwas provokant, aber macht es in ethischer Hinsicht tatsächlich einen Unterschied, ob eine Frau täglich ihre Pille schluckt, oder eben nicht und wenn sie, sobald die Schwangerschaft feststeht, die Abtreibungspille schluckt? Ich sehe sehr wohl einen medizinischen Unterschied, weshalb natürlich Verhütung zu bevorzugen ist. Aber es ist der gleiche Akt. Man nimmt ein Mittel zu sich, um die Entstehung eines Kindes zu verhindern. Im ersten Fall eben indem man die Verschmelzung von Samen- und Eizelle oder die Nidation der befruchteten Eizelle verhindert, im zweiten Fall indem man die Entwicklung des Embryos stoppt. In beiden Fällen hindert die Frau ihren Körper daran, ein Kind entstehen zu lassen, in beiden Fällen handelt es sich um einen Eingriff in den Körper der Frau. Und welcher Eingriff geschieht, hat nur die Frau zu sagen.

Damit ist es keiner Frau verboten, persönlich Vorbehalte zu haben, indem sie etwa den Embryo anders bewertet, aber eben nur für sich selbst. Die Gesellschaft hat kein Recht, dazu Vorschriften zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Chrissy<br />
Ein wohl zu langer Beitrag. Aber du hast Recht, wenn du meinst, die individuellen Gründe die zu einem Abbruch führen gehehn nur die Frau etwas an. Aber du wirst hier auch andere Meinungen vorfinden, weil viele unter dem Deckmantel des &#8220;Lebensschutzes&#8221; die Rechte der Frauen einschränken wollen.<br />
Ich sage es etwas provokant, aber macht es in ethischer Hinsicht tatsächlich einen Unterschied, ob eine Frau täglich ihre Pille schluckt, oder eben nicht und wenn sie, sobald die Schwangerschaft feststeht, die Abtreibungspille schluckt? Ich sehe sehr wohl einen medizinischen Unterschied, weshalb natürlich Verhütung zu bevorzugen ist. Aber es ist der gleiche Akt. Man nimmt ein Mittel zu sich, um die Entstehung eines Kindes zu verhindern. Im ersten Fall eben indem man die Verschmelzung von Samen- und Eizelle oder die Nidation der befruchteten Eizelle verhindert, im zweiten Fall indem man die Entwicklung des Embryos stoppt. In beiden Fällen hindert die Frau ihren Körper daran, ein Kind entstehen zu lassen, in beiden Fällen handelt es sich um einen Eingriff in den Körper der Frau. Und welcher Eingriff geschieht, hat nur die Frau zu sagen.</p>
<p>Damit ist es keiner Frau verboten, persönlich Vorbehalte zu haben, indem sie etwa den Embryo anders bewertet, aber eben nur für sich selbst. Die Gesellschaft hat kein Recht, dazu Vorschriften zu machen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Chrissy</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10146</link>
		<dc:creator>Chrissy</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 15:48:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10146</guid>
		<description>Man sollte vielleicht die Gründe hinterfragen, weshalb dieses &quot;Evergreen-Thema&quot; heute nicht mehr zuoberst auf der Agenda der Frauenbewegung, sofern wir noch von einer Bewegung sprechen wollen, steht.
Vor 30-40 Jahren war ein Konsens unter den Frauen noch einfacher zu bewerkstelligen, da alle mit der Situation unzufrieden waren.
Wer nicht das notwendige Geld oder die Informationen hatte, war in einer verzweifelten Lage. Wie sollte frau ohne Internet erfahren, welche Kliniken es in Holland durchführen? Wieviel kostete damals die Reise? Frau konnte sich durchfragen, wenn sie Glück hatte, wurde eine Fahrt nach Holland organisiert, wenn sie Pech hatte, landete sie bei einem Pfuscher in einem Hinterhof. Das war ein unhaltbarer Zustand. Vor allem, weil eine Schwangerschaft für die Frau damals viel gefährlicher war als heute. Uneheliche Kinder konnten die Ehre der ganzen Familie gefährden. Auch war das soziale Überleben einer alleinstehenden Frau gefährdet, wenn sie ein Kind bekommen hatte. Berufstätige Frauen, erst noch mit Kind gab es wenige. Der Staat verbot aber den Ausweg der Abtreibung.
Der Konsens, diesen unhaltbaren Zustand zu ändern war da viel einfacher. Egal ob man der Meinung war, Abtreibung sei unter den &quot;genannten&quot; schwerwiegenden Gründen zu erlauben oder es handle sich um einen Eingriff auf Wunsch der Frau unabhängig von deren Lage. Man wollte diesen Zustand verändern.

Heute ist es eben anders. Erstens wirksame Verhütungsmittel für alle und nicht nur für verheiratete Frauen. Zweitens die Möglichkeit ein Kind &quot;ohne Mann&quot; zu bekommen, in städtischen Gebieten normal. Zusätzliche soziale Absicherung und die zunehmende Vereinbarkeit von Kind und Berufstätigkeit. Es ist nicht alles perfekt, zugegeben. Aber viele Horroszenarien, die Frauen auf den Küchentisch zur stümperhaften Abtreibung getrieben haben, sind weggefallen. Und da hat sich der Weizen vom Spreu zu trennen begonnen. Die einen sagen, Abtreibung sei, wie es der Fall ist, nur unter Einschränkungen zu erlauben - Beratung und enge Frist -, andere beharren immer noch auf der alleinigen Entscheidungshoheit der Frau über ihren Körper. 
Es sind eben nicht die noch vorhandenen AnhängerInnen konservativer Lebenseinstellungen, welche einer Frau, die sagt, sie will abtreiben, fragen, &quot;weshalb?&quot;. Es sind moderne Frauen, gleichberechtig, eigentlich fern jeglicher verknorkster Weltanschauung. &quot;Ich will abtreiben&quot; ist kein Grund. &quot;Ich muss abtreiben&quot; sagen die meisten Frauen, um sich zu verteidigen. Jedesmal wenn ich im Freundeskreis das Thema anspreche, kommen die bekannten &quot;wenn-Sätze&quot;:
Ich bin für Abtreibung, meistens als ich halte Abtreibung für vertretbar, wenn
- die Frau noch sehr jung ist
- keinen festen Partner hat
- sie nicht Schuld an der Verhütungspanne ist
- sie in Ausbildung ist
- sie Schulden hat
- sie schon viele Kinder hat
In allen möglichen Variationen kommen diese vielen &quot;wenn&quot;. Und ich habe eins gemerkt: Man kann über Abtreibung nur diskutieren, wenn man zu Beginn darlegt, wie man persönlich zu diesem Thema steht. Und das spricht hier in der Diskussion niemand direkt an.
Selbst stehe ich zu dieser Thematik so:
- Abtreibung soll ohne Rechtfertigungsdruck erlaubt sein. Auch eine Frau, welche zum 3. Mal abtreibt, weil sie bei einem ONS nicht verhütet hat, braucht sich nicht zu rechtfertigen. Medizinische Aufklärung ist in Ordnung, aber keine moralischen Einwände. Abtreibung ist wertneutral zu verstehen.
- Abtreibung soll ohne jeglichen Zwang zur Beratung möglich sein.
- Bis zu der Frist, ab der ein Kind mit Hilfe intensivmedizinischer Mittel überlebensfähig ist. Diese Frist wäre noch festzusetzen.
- Freie Wahl der Methode. Abbrüche nach der heutigen Frist werden in Deutschland mittels Geburtseinleitung gemacht. Das kann sehr belastend sein. Es soll angeboten werden, die auch operativ zu machen. Dafür sind entsprechende Einrichtungen zu schaffen. Aufgrund der geringen Zahl die Spätabtreibungen überhaupt ausmachen würden, ist eine Konzentration auf die wichtigsten Ballungsgebiete vertretbar.
- Im Gegensatz zu Arianne glaube ich weniger an den Markt. Vorzuziehen wäre die Pflicht eines jeden Krankenhauses mit gynäkologischer Einrichtungen Abbrüche, Spätabtreibungen ausgenommen, die Abtreibungspille zu verschreiben und Abbrüche mittels Absaugung bis zur 15. Woche vorzunehmen.

Zu dieser Meinung komme ich, weil ich den Embryo/Fötus als einen Teil des Körpers der Frau sehe, über den sie volle Verfügungsgewalt besitzt. Diesem Embryo dürfen keinerlei Rechte zugestanden werden, weil damit das Recht der Frauen tangiert wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte vielleicht die Gründe hinterfragen, weshalb dieses &#8220;Evergreen-Thema&#8221; heute nicht mehr zuoberst auf der Agenda der Frauenbewegung, sofern wir noch von einer Bewegung sprechen wollen, steht.<br />
Vor 30-40 Jahren war ein Konsens unter den Frauen noch einfacher zu bewerkstelligen, da alle mit der Situation unzufrieden waren.<br />
Wer nicht das notwendige Geld oder die Informationen hatte, war in einer verzweifelten Lage. Wie sollte frau ohne Internet erfahren, welche Kliniken es in Holland durchführen? Wieviel kostete damals die Reise? Frau konnte sich durchfragen, wenn sie Glück hatte, wurde eine Fahrt nach Holland organisiert, wenn sie Pech hatte, landete sie bei einem Pfuscher in einem Hinterhof. Das war ein unhaltbarer Zustand. Vor allem, weil eine Schwangerschaft für die Frau damals viel gefährlicher war als heute. Uneheliche Kinder konnten die Ehre der ganzen Familie gefährden. Auch war das soziale Überleben einer alleinstehenden Frau gefährdet, wenn sie ein Kind bekommen hatte. Berufstätige Frauen, erst noch mit Kind gab es wenige. Der Staat verbot aber den Ausweg der Abtreibung.<br />
Der Konsens, diesen unhaltbaren Zustand zu ändern war da viel einfacher. Egal ob man der Meinung war, Abtreibung sei unter den &#8220;genannten&#8221; schwerwiegenden Gründen zu erlauben oder es handle sich um einen Eingriff auf Wunsch der Frau unabhängig von deren Lage. Man wollte diesen Zustand verändern.</p>
<p>Heute ist es eben anders. Erstens wirksame Verhütungsmittel für alle und nicht nur für verheiratete Frauen. Zweitens die Möglichkeit ein Kind &#8220;ohne Mann&#8221; zu bekommen, in städtischen Gebieten normal. Zusätzliche soziale Absicherung und die zunehmende Vereinbarkeit von Kind und Berufstätigkeit. Es ist nicht alles perfekt, zugegeben. Aber viele Horroszenarien, die Frauen auf den Küchentisch zur stümperhaften Abtreibung getrieben haben, sind weggefallen. Und da hat sich der Weizen vom Spreu zu trennen begonnen. Die einen sagen, Abtreibung sei, wie es der Fall ist, nur unter Einschränkungen zu erlauben &#8211; Beratung und enge Frist -, andere beharren immer noch auf der alleinigen Entscheidungshoheit der Frau über ihren Körper.<br />
Es sind eben nicht die noch vorhandenen AnhängerInnen konservativer Lebenseinstellungen, welche einer Frau, die sagt, sie will abtreiben, fragen, &#8220;weshalb?&#8221;. Es sind moderne Frauen, gleichberechtig, eigentlich fern jeglicher verknorkster Weltanschauung. &#8220;Ich will abtreiben&#8221; ist kein Grund. &#8220;Ich muss abtreiben&#8221; sagen die meisten Frauen, um sich zu verteidigen. Jedesmal wenn ich im Freundeskreis das Thema anspreche, kommen die bekannten &#8220;wenn-Sätze&#8221;:<br />
Ich bin für Abtreibung, meistens als ich halte Abtreibung für vertretbar, wenn<br />
- die Frau noch sehr jung ist<br />
- keinen festen Partner hat<br />
- sie nicht Schuld an der Verhütungspanne ist<br />
- sie in Ausbildung ist<br />
- sie Schulden hat<br />
- sie schon viele Kinder hat<br />
In allen möglichen Variationen kommen diese vielen &#8220;wenn&#8221;. Und ich habe eins gemerkt: Man kann über Abtreibung nur diskutieren, wenn man zu Beginn darlegt, wie man persönlich zu diesem Thema steht. Und das spricht hier in der Diskussion niemand direkt an.<br />
Selbst stehe ich zu dieser Thematik so:<br />
- Abtreibung soll ohne Rechtfertigungsdruck erlaubt sein. Auch eine Frau, welche zum 3. Mal abtreibt, weil sie bei einem ONS nicht verhütet hat, braucht sich nicht zu rechtfertigen. Medizinische Aufklärung ist in Ordnung, aber keine moralischen Einwände. Abtreibung ist wertneutral zu verstehen.<br />
- Abtreibung soll ohne jeglichen Zwang zur Beratung möglich sein.<br />
- Bis zu der Frist, ab der ein Kind mit Hilfe intensivmedizinischer Mittel überlebensfähig ist. Diese Frist wäre noch festzusetzen.<br />
- Freie Wahl der Methode. Abbrüche nach der heutigen Frist werden in Deutschland mittels Geburtseinleitung gemacht. Das kann sehr belastend sein. Es soll angeboten werden, die auch operativ zu machen. Dafür sind entsprechende Einrichtungen zu schaffen. Aufgrund der geringen Zahl die Spätabtreibungen überhaupt ausmachen würden, ist eine Konzentration auf die wichtigsten Ballungsgebiete vertretbar.<br />
- Im Gegensatz zu Arianne glaube ich weniger an den Markt. Vorzuziehen wäre die Pflicht eines jeden Krankenhauses mit gynäkologischer Einrichtungen Abbrüche, Spätabtreibungen ausgenommen, die Abtreibungspille zu verschreiben und Abbrüche mittels Absaugung bis zur 15. Woche vorzunehmen.</p>
<p>Zu dieser Meinung komme ich, weil ich den Embryo/Fötus als einen Teil des Körpers der Frau sehe, über den sie volle Verfügungsgewalt besitzt. Diesem Embryo dürfen keinerlei Rechte zugestanden werden, weil damit das Recht der Frauen tangiert wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10141</link>
		<dc:creator>ariane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 17:48:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10141</guid>
		<description>Ja, der Wille der Frau genügt und darf nicht in Frage gestellt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, der Wille der Frau genügt und darf nicht in Frage gestellt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erna</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10140</link>
		<dc:creator>Erna</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 17:45:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10140</guid>
		<description>@ ariane: genau deshalb hab ich den zusatz &quot;und die frage ob man ein kind will kommt auch noch dazu&quot; hinzugefügt.
ich denke dass jeder grund der für eine frau hinreichend ist auch für ihre umgebung hinreichend sein sollte. deshalb bin ich auf die subjektive empfindung eingegangen. die kann absolut niemand in frage stellen..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ ariane: genau deshalb hab ich den zusatz &#8220;und die frage ob man ein kind will kommt auch noch dazu&#8221; hinzugefügt.<br />
ich denke dass jeder grund der für eine frau hinreichend ist auch für ihre umgebung hinreichend sein sollte. deshalb bin ich auf die subjektive empfindung eingegangen. die kann absolut niemand in frage stellen..</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10139</link>
		<dc:creator>ariane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 17:32:27 +0000</pubDate>
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		<description>Wäre es nicht am einfachste, gerade in Gebieten, in denen sich keine marktwirtschaftlich tätigen spezialiserten Kliniken festsetzen, in solche Zentren umzuwandeln, mit einer Minimalbesatzung aus:
1. Psychologin, welche Frauen, die eine Beratung wünschen, unterstützt.
2. Frauenärztin welche auf Wunsch Abbrüche durchführt, daneben aufgesucht werden kann, wenn schnell die Pille danach benötigt wird oder eine Frau ohne lange Warterei ein Verhütungsmittel bekommen will?
Wäre es denn keine gute Lösung, solche Familienplanungsstellen zu gründen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wäre es nicht am einfachste, gerade in Gebieten, in denen sich keine marktwirtschaftlich tätigen spezialiserten Kliniken festsetzen, in solche Zentren umzuwandeln, mit einer Minimalbesatzung aus:<br />
1. Psychologin, welche Frauen, die eine Beratung wünschen, unterstützt.<br />
2. Frauenärztin welche auf Wunsch Abbrüche durchführt, daneben aufgesucht werden kann, wenn schnell die Pille danach benötigt wird oder eine Frau ohne lange Warterei ein Verhütungsmittel bekommen will?<br />
Wäre es denn keine gute Lösung, solche Familienplanungsstellen zu gründen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10137</link>
		<dc:creator>ariane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 16:32:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/abortion-democracy/#comment-10137</guid>
		<description>@Erna

Ohne Partner schwanger werden :-) (Ironie, klar was damit gemient ist...).

Schwerwiegend sind etwa Fälle wie: Frau hat 2 Kinder, gehen endlich in Schule, Mann hat sie verlassen, ist in der Lage wieder ihre Berufstätigkeit aufzunehmen - und wird ungewollt schwanger. Ist eigentlich aus moralischen Gründen eher gegen Abtreibung, entscheidet sich aber in dieser verzwickten Situation dafür.
Stichwort Zukunftsängste: Sicher spielt das eine Rolle. Aber verfallen mit der &quot;Frau hat Zukunftsängste&quot; nicht wieder der Meinung, eine Abtreibung sei eine, eben schlechte, Lösung in einer Notsituation? 
Gehe ich zum Frauenarzt und verlange die Verhütungspille, dann mache ich mir dabei auch nicht über Zukunftsängste Gedanken. Es ist mein Wille, nicht schwanger zu werden. Ist die Begründung, bei einer unerwünschten Schwangerschaft (die man natürlich durch Verhütung vermeiden sollte, aber nichts und niemand ist perfekt), nicht mehr schwanger sei zu wollen und kein Kind zu gebären, nicht hinreichend? Jede Frau hat ihre eigenen Gründe, aber sie soll das Recht haben nach einer subjektiven Abwägung - dazu gehört persönlicher Stellenwert des Embryos, Risiko und Schmerzen des Eingriffs, evtl. Kosten - den Eingriff zu verlangen.
&quot;Ich brauche einen Termin für einen Schwangerschaftsabbruch&quot; ist das einzige, was im Vorfeld zwingend zu sagen ist. Schon das Wort &quot;Schwangerschaftskonflikt&quot; ist schrecklich. Es gibt Frauen, die sind in einem solchen Fall wegen der Schwangerschaft in einem Konflikt mit sich selbst. Denen sollte man auch auf freiwilliger Basis eine Beratung ermöglichen. Aber es gibt auch die, die in überhaupt keinem Konflikt sind, sondern einen möglichst schnellen und schonenden Eingriff zur Beendigung der Schwangerschaft wünschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Erna</p>
<p>Ohne Partner schwanger werden :-) (Ironie, klar was damit gemient ist&#8230;).</p>
<p>Schwerwiegend sind etwa Fälle wie: Frau hat 2 Kinder, gehen endlich in Schule, Mann hat sie verlassen, ist in der Lage wieder ihre Berufstätigkeit aufzunehmen &#8211; und wird ungewollt schwanger. Ist eigentlich aus moralischen Gründen eher gegen Abtreibung, entscheidet sich aber in dieser verzwickten Situation dafür.<br />
Stichwort Zukunftsängste: Sicher spielt das eine Rolle. Aber verfallen mit der &#8220;Frau hat Zukunftsängste&#8221; nicht wieder der Meinung, eine Abtreibung sei eine, eben schlechte, Lösung in einer Notsituation?<br />
Gehe ich zum Frauenarzt und verlange die Verhütungspille, dann mache ich mir dabei auch nicht über Zukunftsängste Gedanken. Es ist mein Wille, nicht schwanger zu werden. Ist die Begründung, bei einer unerwünschten Schwangerschaft (die man natürlich durch Verhütung vermeiden sollte, aber nichts und niemand ist perfekt), nicht mehr schwanger sei zu wollen und kein Kind zu gebären, nicht hinreichend? Jede Frau hat ihre eigenen Gründe, aber sie soll das Recht haben nach einer subjektiven Abwägung &#8211; dazu gehört persönlicher Stellenwert des Embryos, Risiko und Schmerzen des Eingriffs, evtl. Kosten &#8211; den Eingriff zu verlangen.<br />
&#8220;Ich brauche einen Termin für einen Schwangerschaftsabbruch&#8221; ist das einzige, was im Vorfeld zwingend zu sagen ist. Schon das Wort &#8220;Schwangerschaftskonflikt&#8221; ist schrecklich. Es gibt Frauen, die sind in einem solchen Fall wegen der Schwangerschaft in einem Konflikt mit sich selbst. Denen sollte man auch auf freiwilliger Basis eine Beratung ermöglichen. Aber es gibt auch die, die in überhaupt keinem Konflikt sind, sondern einen möglichst schnellen und schonenden Eingriff zur Beendigung der Schwangerschaft wünschen.</p>
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