Archiv für März 2012


Samstagabendbeat mit Sleater Kinney

31. März 2012 von Magda

Noch nichts vor heute Abend? Dann könnt ihr doch mal etwas Zeit mit Sleater Kinney verbringen! Live kann man das nicht mehr erleben, denn die Band gibt’s heute leider nicht mehr. Traurig müssen wir aber nicht sein, denn zwei der Bandmitglieder – darunter Carrie Brownstein, Sängerin und Gitarristin und nebenbei auch noch Schauspielerin in der Comedy Serie Portlandia - spielen heute wieder in der Indie/Punk Band Wild Flag. Ein bisschen Nostalgie darf trotzdem sein: Viel Spaß mit “Jumpers” von Sleater Kinney.


Facebook | |


Abtreibung, Alltag in Saudi-Arabien und Rassismus bei Anne Will – die Blogschau

31. März 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 153 von 243 der Serie Die Blogschau

Ein relativ neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: virueletta. In einem aktuellen Beitrag schreibt viruletta über Privilegien, Verantwortung und neuen politischen Vorsätzen.

KARaNo, eine rassismuskritische Gruppe aus Hamburg, hat einen offenen Brief geschrieben veröffentlicht, der von einer Gruppe von Women und People of Color geschrieben wurde: “Weshalb auch ‘Nazigegner’ sich mit Rassismus auseinandersetzen müssen – Ein offener Brief an die Veranstalter von ‘Dresden Nazifrei’“.

Danger! Bananas stellt klar, dass sie die Deutungshoheit über ihr eigenes Leben zurück haben möchte: “Ich will nicht ängstlich darauf warten, bis wieder jemand fragt, sondern sagen: Ich bin deutsch und vietnamesisch, asiatisch und europäisch, lokal und global – Problem damit?”

Die West-Östliche Diva erinnert: Die Deutschen leben auch in einem Gottesstaat!

Vom 18. bis 24. März war die internationale Woche gegen Street Harassment. Aktivist_innen von Pro Change haben in Dortmund antisexistische Bierdeckel und über 2.000 Karten gegen Sexismus und Homophobie und für Courage verteilt.

Antje Schrupp hat einen lesenswerten Text geschrieben, in dem sie erklärt, warum sie nicht mit dem Konstrukt des “Rechts” argumentiert, wenn es um Abtreibungen geht – denn damit ließen sich im Extremfall auch Kindstötungen legitimieren.

Aktuelle Informationen zu den Wahlen im Senegal und dem Staatsstreich in Mali hat die kleine Ethnologin zusammengetragen.

Katharina Mühlbeyer war in Saudi-Arabien und bericht von ihrer Reise über alltägliche Situationen und Frauensolidarität.

Fehrnseher Kaputt berichtet über die eigenartigen Empfehlungen des ORF zur Nutzung von Social Media: Den Jorunalist_innen rät man von gesellschaftlichem Engagement und politischen Äußerungen ab, auch um dem ORF nicht zu schaden. Wie bitte?!

Die erfolgreichste Fußballerin der Welt hat sich von der Fußball-Bühne verabschiedet. Nachdem Alexandra Kraft Birgit Prinz auf stern.de einen offenen Brief schrieb, erwiderte Niveau ist keine Creme mit einer tollen Würdigung der Fußballspielerin, die sich nicht alle dummen Fragen gefallen lässt.

Barbara Scheel, die Frau des Ex-Bundespräsidenten Walter Scheel, war zu Gast in der Anne Will Sendung und ließ rassistischen Mist vom Stapel – Ada Blitzkrieg hat die ganze traurige Story und die Reaktionen zusammengefasst. Ekelhaft.

Die Opalkatze spielt Erklärbärin: “Wann ist ein Blog gewerblich – und damit laut Leistungsschutzrecht abgabenpflichtig?

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


Facebook | |


Schlecker, die Frauen und die FDP: Eure Freiheit ist unsere Armut

29. März 2012 von Meredith

Als heute Abend klar wurde, dass es für die Beschäftigten von Schlecker keine Transfergesellschaft geben wird, sondern nur die Arbeitsagenturen, die dann Tausende von schlecht ausgebildeten Frauen zu irgendwelchen staatlich subventionierten Maßnahmen verdonnern dürfen, als klar wurde, dass sich eine winzige Partei (hallo FDP, vier Prozent bundesweit) durchsetzen konnte gegen alles, was gerecht oder wenigstens menschlich wäre, eine Partei, die sich ehrlich gesagt sonst kaum noch durchsetzen kann, ist eines klar geworden: Frauen sind in diesem Land immer noch weniger wert, und je ärmer sie sind, je sozial prekärer ihre Lage, desto egaler sind sie der regierenden Koalition. Und Frauenleben müssen in diesem Land offenbar dafür herhalten, dass Politiker ihre Prinzipientreue demonstrieren dürfen. Billig genug sind sie.

Wir haben es bei der Diskussion um die Rente gesehen, in der deutlich wurde, dass Tausenden von Frauen die Altersarmut droht und diese Bundesregierung keinerlei Interesse daran hat, das zu ändern. Und jetzt Schlecker: Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Die FDP hat in diesem Land nur noch etwas zu melden, weil niemand Lust auf Neuwahlen hat. Die FDP hat sich weder in der Eurofrage durchsetzen können, noch in sonst irgendwelchen kostenspieligen Rettungsmaßnahmen, die in den letzten drei Jahren von der Bundesregierung ausgegangen sind. Wenn aber ein paar tausend Frauen gerettet werden sollen, die ohnehin von ihrem Arbeitgeber systematisch ausgebeutet wurden, dann darf sich diese kleine Scheißegalpartei auf einmal durchsetzen.

Die Frage, ob Deutschland eine Parteienlandschaft ohne Liberalismus verträgt, wird ja zur Zeit oft diskutiert. Mich interessiert gerade, wieviel Menschenfeindlichkeit in einer Parteienlandschaft ungestört zu Hause sein darf. Aber solange es nur Frauenfeindlichkeit ist, bleibt die Demokratie ja offenbar entspannt.


Facebook | |


Spiegel des Alltags: Beautyprodukte

29. März 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 97 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

beautyjagd
Auch auf Facebook, Bloglovin und @beautyjagd.

Wie heißt du?
Julia Keith, im Web Julie, der Blog heißt Beautyjagd.

Seit wann bloggst du?
Seit November 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Worüber schreibst du?
Auf Beautyjagd geht es um dekorative und pflegende Kosmetik aus dem In- und Ausland, der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf Naturkosmetik. Ich schreibe Produktreviews, Shopping-Guides, über Entdeckungen auf Reisen, beleuchte die Branche oder analysiere auch mal Makeups auf historischen Gemälden.

Grundsätzlich ist mir eine kritische und möglichst unabhängige Berichterstattung wichtig, deswegen schlüssle ich z.B. zu jedem Produkt die Inhaltsstoffe auf oder recherchiere zu den Hintergründen einer Firma. Anti-Aging ist übrigens ein Begriff, der auf meinem Blog nicht vorkommt, genauso wenig interessieren mich stereotype Schönheitsvorstellungen.

Beautyjagd heißt mein Blog deswegen, weil ich wirklich eine leidenschaftliche Jägerin bin. Auf Reisen oder zu Hause, ich suche immer nach Neuheiten, limitierten Editionen oder interessanten Stücken. Ich versuche, meinen Blick möglichst offen zu halten und nicht dogmatisch zu sein, damit ich bloß nichts verpasse. Das heißt, ich besuche einen hippen Departmentstore in Paris genauso gern wie eine altmodische Drogaria in Lissabon.

Beautyprodukte sind für mich deswegen so spannend, weil sie viel über den Alltag der Menschen aussagen, manche betrachte ich auch als Kunstobjekte. Gesellschaftliche, kulturelle oder auch wirtschaftliche Phänomene fließen auf diese Weise mit in meine Texte ein. Ach ja, textlastig ist mein Blog natürlich, aber das war ja wahrscheinlich klar nach diesen Antworten. (mehr …)


Facebook | |


Wird Sigmar Gabriel anworten?

29. März 2012 von Helga

Seit Mittwoch sind es nicht nur Politikerinnen, denen Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestellt werden: „Trauen Sie sich als frisch gebackener Vater die Leitung des Bundestagswahlkampfes zu?“ und „Mehr noch: Kann ein junger Vater Kanzler werden?“ – das wollen die Unterzeichnerinnen eines offenen Briefes von SPD-Politiker Sigmar Gabriel wissen. Eine davon ist Anke Domscheit-Berg, die in der deutschen Politik Nachholbedarf sieht:

Die taz berichtete schon am Dienstag über die Aktion und verwies auf die immer gleichen Fragen und Debatten, denen sich in den letzten Jahren hochrangige Politikerinnen ausgesetzt sahen. Ob Kristina Schröder oder Andrea Nahles, gerade in der Politik gelten Kinderbetreuung und Familienpflichten als „Frauensache“. Das wollen die Initiatorinnen nun ändern.

Sie haben eine wunderbare Chance, als Vorsitzender der SPD das Leitbild einer partnerschaftlichen Familie öffentlich wirksam vorzuleben und ihm damit neue Wege zu bahnen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Chance wahrnehmen. Dürfen wir uns auf Ihre Antwort freuen?

Bisher ist die Reaktion leider verhalten. Statt die Chance wahrzunehmen und ein gesellschaftliches Umdenken anzustoßen, gibt es von Seiten der SPD keine offizielle Antwort. Im Gegenteil, so schreibt die taz, wurde die Aktion „intellektuell unterkomplex“ genannt. Fortschritt und echte Geschlechtergerechtigkeit sehen anders aus!

Inzwischen ist der offene Brief auf openpetition.de erschienen und kann dort von Interessierten mitunterzeichnet werden.


Facebook | |


Ehegattensplitting, Debattenkritik und Rassimus – kurz verlinkt

28. März 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 145 von 231 der Serie Kurz notiert

Was zuwenig Hebammen und Fachärzt_innen in der Praxis bedeuten, hat der mdr dokumentiert. Mit besserer Personalausstattung könnten viele Probleme während Geburten verhindert werden. Diese Unfälle treiben die Versicherungskosten in die Höhe, die dann Hebammen und Ärzt_innen zum Aufgeben bewegen.

„Männlich“ oder „weiblich“ – wie so oft kennt auch Facebook nur zwei Geschlechtsoptionen. Das müsse sich ändern, fordert der nepalesische Abgeordnete Sunilbabu Pant. Wie DerWesten berichtet, fordert er eine dritte Option.

In den VDI Nachrichten kritisiert Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung den „konservativ-patriarchalen“ Muff in Vorstandsetagen, fordert die Abschaffung des Ehegattensplittings und rät jungen Frauen, authentisch zu bleiben, Männer zu kopieren bringe nichts.

Ein Beitrag von ein_e anonyme_r Ärzt_in bei Jezebel über verpflichtende vaginale Ultraschalluntersuchungen.

In Süd-Dakota hat eine Richterin einen Gesetzentwurf blockiert, der stark an die deutsche Gesetzgebung erinnert: Eine Zwangsberatung und Wartezeit von 72 Stunden vor einer Abtreibung. Der Vorschlag erniedrige Frauen als Menschen und unterstelle ihnen „nicht intelligent genug“ zu sein.

Feministische Debatten richten sich meist nur an die Bekehrten und schließen ganze Gruppen von Frauen systematisch aus, zum Beispiel die der “Arbeiterklasse”. Den ganzen Artikel, gespickt mit vielen Zahlen und Statistiken gibt es bei New Statesman.

Ein Radiobeitrag zur Debatte um die Blackface-Praxis (Schwarze werden von angemalen Weißen gespielt) an (deutschen) Theatern. Dieser taz Artikel dreht sich um das gleiche Thema.

Kluge Gedanken zu einer queerfeministischen Familienpolitik, zu lesen bei analyse&kritik

Nochmal Radio, diesmal DRadio Wissen. Dort könnt ihr einen Beitrag zur gerade in Südafrika aktuellen Debatte um Männlichkeit anhören.

Edda Baumann von Broen, Regisseurin von Tall Girls (Große Mädchen): “Ob man nun zu groß ist oder bisschen dicker oder klein… Mir geht es wirklich darum zu sagen: Ihr seid alle toll, wie ihr seid. Wir müssen aufhören uns fremd bestimmen zu lassen und einfach sagen: Uns gibt es in allen Formen, und das ist großartig.”

Weißt du, wer Laura Cereta oder Anna Maria Mozzoni waren? Nein? Dann kannst du ihre Geschichte und die von acht weiteren Frauen bei rebell grrrrl italiana lesen (auf englisch).

Am besten danach gleich weiter klicken zur Huffington Post, da werden “10 muslim women you should know” (“Zehn muslimische Frauen, die man kennen sollte”) vorgestellt.

Seit 2011 gibt das European Institute for Gender Equality der EU Kommission den Kalender Women Inspiring Europe (Frauen, die Europa inspirieren) heraus. Bis zum 1. Juni werden nun Frauen für den Kalender 2013 gesucht!

Rechtsradikale greifen ein Konzert an und verletzen Menschen schwer, die Stadt Delitzsch gibt dem Veranstalter die Schuld – weil er keine Nazis zum Konzert zulassen wollte. Nein, das ist leider kein Scherz. Mehr Infos gibts hier.

Mal den Spieß umgedreht: Frauen machen Gesetze über männliche Reproduktion (nur keine Aufregung, alles natürlich alles nur Satire – wo kämen wir auch hin sonst?).

“Cause Of Death: Woman” (Todesursache: Frau). So heißt eine bedrückende Seite, die mit Filmen, Statistiken und Texten darstellt, warum in unserer Welt die Gesundheit von Frauen mehr von Gewalt und Vergewaltigung bedroht wird, als von zum Beispiel einer Krebserkrankung.

Termine nach dem Klick: (mehr …)


Facebook | |


Neues über die Europäische Schutzanordnung

28. März 2012 von Franziska
Dieser Text ist Teil 19 von 22 der Serie Post aus Brüssel

Salut,

im vergangenen Oktober hatte ich euch bereits über die Europäische Schutzanordnung berichtet, die für besseren grenzüberschreitenden Opferschutz sorgen soll. Die Schutzanordnung ist jedoch nur ein Teil aus dem sogenannten Opferschutzpaket, das die Europäische Kommission am 18. Mai 2011 vorgestellt hat. Dieses besteht aus insgesamt drei Teilen:

  • einem Vorschlag für eine Richtlinie über Mindeststandards für die Rechte und den Schutz von Opfern von Straftaten sowie für die Opferhilfe,
  • einem Vorschlag für eine Verordnung über die gegenseitige Anerkennung von Schutzmaßnahmen in Zivilsachen und
  • einer Mitteilung zur Stärkung der Opferrechte.

Auf meiner Homepage sind alle Teile noch mal näher erklärt.

Die Richtlinie über Mindeststandards, also Teil 1 des Pakets, ist derzeit der einzige konkrete Gesetzesvorschlag auf EU-Ebene, der sich mit Gewalt gegen Frauen befasst. Hier gibt es jetzt Fortschritte zu vermelden. Der Vorschlag formuliert einheitliche Mindeststandards für den Opferschutz auf europäischer Ebene und zeichnet sich vor allem durch seinen horizontalen Ansatz aus. Damit soll sicher gestellt werden, dass jedes Verbrechensopfer entsprechend seiner besonderen Bedürfnisse unterstützt wird. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Informationsrechte gelegt: Das Opfer soll bereits bei der ersten Kontaktaufnahme mit einer zuständigen Behörde über seine rechtlichen Möglichkeiten und sonstige Unterstützungsangebote sowie ggfs. über das weitere Verfahren seines Falles informiert werden. Der Bericht dazu wird im Europäischen Parlament gemeinsam vom Innen- und Gleichstellungsausschuss erarbeitet. Die mehr als 100 eingebrachten Änderungsanträge zeigen, dass es noch Diskussionsbedarf zum Thema gibt.

Es ist grundsätzlich positiv zu werten, dass die Rechte der Opfer stärker ins Visier rücken – und nicht wie bisher nur die Rechte der TäterInnen, zum Beispiel auf ein faires Verfahren. Außerdem finde ich es gut, dass geschlechtsspezifische Gewalt explizit erwähnt wird, allerdings wäre es wünschenswert, dass diese konkret als “Gewalt gegen Frauen” definiert würde. Gewalt gegen Frauen ist immer noch viel zu oft unsichtbar und wird unterschätzt. Dabei erfordert gerade die Tatsache, dass die meisten Delikte von dem Opfer nahestehenden Personen verübt werden, was häufig zu schweren Traumata führt, besonderen Schutz und fachliche Unterstützung der Opfer. Weiterhin muss allen Frauen, die Opfer von Gewalt werden, der gleiche Schutz zugestanden werden, unabhängig von ihrem (Migrations-)Hintergrund und Aufenthaltsstatus in einem Land. Sehr umstritten ist die Frage, ob nach unschuldigen und schuldigen Opfern unterschieden werden soll. Ist eine Frau, die sich als Prostituierte bewusst in Menschenhandel begibt, ein weniger schützenswertes Opfer als eine Frau, die dazu gezwungen wird? Ich finde nicht, aber einige meiner KollegInnen im Gleichstellungsausschuss sehen das anders. Ihr könnt die spannende Abstimmung über den Bericht hier verfolgen.

Viele Grüße,
eure Franziska


Facebook | |


Gesucht: Blogger_innen für ein Geekfeministisches Blog

28. März 2012 von Gastautor_in

Melanie studiert technische Informatik und füllt seit mittlerweile drei Jahren ihr Blog side-glance mit Erfahrungen und Gedanken zum Thema Frauen in der IT/Informatik. In dieser Zeit hat sie sich mal mehr und mal weniger intensiv mit feministischen Themen auseinandergesetzt. Sie hat bereits eine Ausbildung absolviert und mehrere Jahre sowohl in der IT-Branche, als auch als Systemadministratorin gearbeitet. Nun sucht Melanie Interessierte, die mit ihr an einem geekfeministischen Blog arbeiten möchten.

Über Twitter habe ich letzte Woche spontan verkündet, dass ich vor habe ein geekfeministisches Blog zu gründen, da mir mein eigenes Blog nicht mehr reicht und ich mich gerne auf dem Gebiet weiter entwickeln möchte. Seit einiger Zeit gibt es Geekfeminism.org und ich wünsche mir mehr deutschsprachige Blogs zu diesem Thema.

Hierzu suche ich derzeit Mitsteiter_innen die es sich vorstellen könnten, im Team oder als (ggf. anonym) Gastblogger_in mitzumachen. Außerdem nehme ich gerne zahlreichen Ideen für Namen, Hosting, Sponsoring, Inhalte, Design und und und entgegen. Ihr könnt euch daher gerne hier in Form von Kommentaren äußern, mir eine Mail schreiben oder euch auf die Mailingliste eintragen und euch dort mit Ideen vorstellen. Derzeit befinden sich inklusive mir bereits 16 interessierte Menschen auf der Liste. Da es mir aber darum geht, möglichst viele einzufangen die sich mit dem Thema auseinandersetzen, kommt bitte dazu und nennt mir am Besten möglichst konkret:

  • was ihr euch inhaltlich vorstellt
  • in welcher Art/warum ihr euch als Geek-Feminist_in versteht
  • welche Form der Mitarbeit euch vorschwebt (ob ihr euch vorstellen könntet in einem Kernteam mitzumachen, ob ihr Gastbeiträge liefern wollt, erstmal zuschauen und später dazukommen, Ideengeber_in sein, optisch was (mit)gestalten oder oder oder…)

Meinen Beitrag dazu könnt ihr nach dem Registrieren auf der Liste im Archiv (https://netzguerilla.net/mailman/private/femgeeks/) nachlesen.


Facebook | |


Die alltägliche Transphobie

27. März 2012 von Helga

Veraltete Annahmen und nur schlecht verhüllte Diskriminierung machen Transfrauen bis heute das Leben schwer, wie zwei Ereignisse der letzten Wochen zeigen.

In Berlin soll ein Mädchen in die Psychatrie eingewiesen werden, da das Jugendamt glaubt, die Mutter habe die Transsexualität verursacht. Bitten von Mutter und Tochter, zunächst psychatrisch begutachtet zu werden, wurden abgelehnt, so die taz. Geradezu unglaublich ist, dass ihnen im Gegenzug vorgehalten wird, dass sie auf Transsexualität spezialisierte Krankenhäuser aufsuchen wollen, stattdessen soll sie in Berlin „behandelt“ werden:

In der Charité geht es darum, Alex sein „biologisches“ Geschlecht nahe zu bringen und „geschlechtsatypisches Verhalten“ zu „unterbinden“, erklärt Chefarzt Klaus Beier die Therapie. Das bezeichnet die Hamburger Sexual­wissenschaftlerin Hertha Richter-Appelt als „überholten Stand­punkt“.

Vor einigen Jahren wurde Alex schon einmal „Tests“ ausgesetzt, um ihr „wahres Ge­schlecht“ zu bestimmen, doch auch hier klingen die Methoden mehr als frag­würdig:

Über die Rollenklischees der Ärzte wundert sie sich: “Die stellten mich vor ein Regal: links rosa Prinzessinnen, rechts Autos. Ich soll entscheiden, womit ich spielen will, das ist doch lächerlich. Ich habe dann ein Puzzle gemacht.”

Gegen die „Therapie“, ihr ein bestimmtes „männliches“ Rollenverhalten auf­zu­drücken, wurde auf change.org eine Petition gestartet. In den Kommentaren warnen Betroffene vor dieser Entscheidung – nicht zuletzt die Versuche, ihnen Verhalten aufzuzwingen, hätten zu psychischen Problemen bis hin zum Selbst­mord­versuch geführt.

In Kanada wurde schließlich vergangene Woche Jenna Talackova aus der Miss Universe-Wahl geworfen. Obwohl sie bereits an einem Trans-Schönheitswettbewerb teilgenommen hatte, fiel es den Organisator_innen erst auf, als sie bereits für das Finale qualifiziert war. Die Erklärung für den Rausschmiss ist bezeichnend: Man sehe Talackova als „echtes Mädchen“ an, trotzdem könne man nur „natürlich weiblich geborene“ Menschen akzeptieren. Klar ist auch hier wieder niemand transphob, aber…


Facebook | |


Aktivismus gegen Dickenfeindlichkeit

27. März 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 5 von 23 der Serie (Mein) Fett ist politisch

“Fett sein ist schlecht für deine Gesundheit, führt automatisch zu Diabetis und kann dich sogar umbringen!” so oder so ähnlich lauten einige der bekannten Mythen, denen wir alle – aber insbesondere dicke und fette Menschen - ausgesetzt sind. Die feministische Fat Acceptance Forscherin und Aktivistin Cat Pause aus Neuseeland will mit diesen Mythen aufräumen und die Diskussionen zu Körper, Körpergewicht und Ernährung weg von klischeehaften Annahmen und falschen Fakten in Richtung Körperakzeptanz und Kampf gegen Beleidigungen und Diskriminierung ändern. Anfangen kann mensch damit, den eigenen Körper nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu mögen. So fasste Cat es in ihrer Radioshow einmal schön zusammen: “Every act of liking yourself is revolutionary” (zu deutsch: “Jedes Mal, wenn du dich selbst magst, ist das eine revolutionäre Handlung”). Im folgenden (englischsprachigen) Video werden Cat und andere Aktivistinnen und ihre Arbeit vorgestellt.

Danke an 56 für den Hinweis im Selbermachsonntag.


Facebook | |



Anzeige