Archiv für Februar 2012


Abstimmen beim Zukunftsdialog und neue homophobe Gesetze – kurz verlinkt

29. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 142 von 260 der Serie Kurz notiert

Im Zukunftsdialog mit der Bundeskanzlerin werden derzeit ja Vorschläge zur Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ gesammelt. Wie wäre es mit mehr Diversity und weniger Rassismus?

Wie sollten Autor_innen mit Kritik umgehen? Was gar nicht geht: „das ist alles gar nicht problematisch und ihr regt Euch sinnlos drüber auf“. Jeph Jaques, Schöpfer des Webcomic Questionable Content über Intention und negative Signale.

Gestern zeigte Frontal21 einen Bericht über die (katastrophale) Situation von Hebammen in Deutschland, die freiberuflich Geburten begleiten. Trotz Versprechen der Politik hat sich seit den Protesten 2010 nichts mehr getan. Nachzuschauen ist er in der Mediathek.

Mutterschaft als patriarchales Konstrukt – am Beispiel der Serie Mad Men. Mamas Digest in DieStandard.at verbindet Mutter Betty mit der feministischen Theoretikerin Adrienne Rich. Die Princess Free Zone hat die Legowerbung von neulich einmal aufgearbeitet:

Links eine Legowerbung von 1982 mit einem rothaarigen Mädchen, das stolz ihr Legowerk in die Kamera hält, rechts ein Foto eines Mädchen von 2012 das ebenfalls ein buntes Gebilde hochhält. Darunter die Schrift: Children haven't changed. We have.

Mit freundlicher Genehmigung von Michele Yulo

Dear shitbag” beginnt der Brief einer College-Studentin an ihren Vergewaltiger. In deutlichen Worten beschreibt sie ihren Kampf, ihre Angst und ihre Probleme, das Erlebte zu verarbeiten, daher auch eine Triggerwarnung.

Die Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA) prangert Geldverschwendung des afghanischen Bildungsministeriums an. Von 5,8 Millionen Dollar würden 80 Prozent verschwendet und z.B. nicht mehr tätigen Lehrern gezahlt. (Triggerwarnung für den Header)

Im Iran stehen am Freitag die Parlamentswahlen an. Im Vorfeld werden Blogger_innen massiv eingeschüchtert, berichtet SpiegelOnline. Besonders betroffen sind auch Frauenrechtlerinnen.

Die Medizinkarriere ist weiter männlich, stellt die Ärztezeitung fest. Und das obwohl Medizinstudentinnen inzwischen in der Mehrheit sind.

Die Jugendsendung Yourope von arte hat sich zuletzt dem „Feminismus im 21. Jahrhundert“ gewidmet – leider auch mit so einigen antifeministischen Klischees.

Nach dem ugandischen Gesetz gegen Homosexualität gibt es nun leider auch in Liberia einen entsprechenden Vorschlag, berichtet Global Voices. Die Präsidentin und Friedesnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf schweigt dazu bisher.

Nach dem Klick die Termine (mehr …)


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Muschialarm im EU-Parlament

29. Februar 2012 von Franziska

Salut,

ich wollte euch gern an der “Muschiaffäre” – wie BILD es so schön nennt – teilhaben lassen, die sich derzeit im Europaparlament abspielt. Mein konservativer Kollege Werner Langen (CDU, Rheinland-Pfalz) hat sich letzte Woche in der BILD über die Vagina-Monologe beschwert, die am 6. März erstmals im Europaparlament in Brüssel aufgeführt werden sollen.

Seiner Meinung nach gehört die Diskussion über Gewalt an Frauen und die Thematisierung der weiblichen Geschlechtsorgane ins Theater statt ins Parlament und will sich beim Parlamentspräsidenten beschweren. Das sehen wir, neun weibliche Abgeordnete und die V-Day-Gründerin Eve Ensler jedoch anders und werden das preisgekrönte Theaterstück aufführen, das auf Eves Interviews mit über 200 Frauen basiert und auf humorvolle und anmutige Weise die Sexualität und Stärke von Frauen feiert. Die Vagina-Monologe werden seit 14 Jahren am Valentinstag aufgeführt. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, eine fraktionsübergreifende Runde von Abgeordneten als Darstellerinnen für den Aufruf für ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu mobilisieren.

Die Darstellerinen sind:

  • Franziska Brantner (Grüne, Deutschland)
  • Isabelle Durant (Grüne, Belgien)
  • Marielle Gallo (Konservative, Frankreich)
  • Ana Maria Gomes (Sozialdemokraten, Portugal)
  • Kartika Tamara Liotard (Linke, Niederlande)
  • Ulrike Lunacek (Grüne, Österreich)
  • Sirpa Pietikäinen (Konservative, Finnland)
  • Renate Weber (Liberale, Rumänien)
  • Cecilia Wikström (Liberale, Schweden)

Noch mehr Infos zum V-day und zu den Vagina-Monologen fndet ihr auf der internationalen Internetseite des V-Days.

Viele Grüße aus Brüssel,
eure Franziska


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Gesichtserkennung: Endlich müssen Männer keine „Frauenprobleme“ mehr sehen!

28. Februar 2012 von Helga

In Großbritannien wird der Film Minority Report langsam Wirklichkeit. Dort werden “facial recognition technologies” ausprobiert, also die Gesichtserkennung von Passant­_innen – denen dann „passende“ Werbung gezeigt wird. Große Auf­merk­sam­keit erregte damit vor kurzem die Organisation Plan UK. Deren neue Anzeige ihrer Kampagne “Because I Am a Girl” wird an einer Londoner Bushaltestelle nämlich nur Frauen angezeigt, während Männer einfach die Adresse der Webseite eingeblendet bekommen. Dieses Vorgehen wirft eine Reihe Fragen auf.

Blauer Himmel, davor eine weiße Kamera an einem schwarzen Mast

CC-BY-ND 2.0 by charbel.akhras

Während der Blick auf Werbung sonst einseitig bleibt, werden HD-Kameras nun hunderttausende Menschen scannen und ihre Gesichter untersuchen. Mitmachen müssen alle, die an der Bushaltestelle vorbei wollen, eine Möglichkeit zum Opt-Out gibt es nicht. Denn einen anderen Weg zu gehen ist nicht immer praktikabel und beeinträchtigt das Recht, sich im öffentlichen Raum frei zu bewegen. Unendliche Möglichkeiten gibt es dagegen bei der Auswertung der Daten. Immerhin ist es möglich, die Masse an Menschen zu individualisieren und das Verhalten einzelner Menschen zu protokollieren und auszuwerten. Wer war wo wann mit wem? Und hat wie lange auf die Werbung geschaut? Tatsächlich hieß von Seiten der ver­antwortlichen Werbeagentur, es würden keine Bilder gespeichert – wer und ob dies kontrolliert wird, bleibt aber unklar.

Fragwürdig ist auch die Begründung für den Fokus auf Frauen von Plan UK: „Wir geben Männern und Jungen nicht die Chance, die ganze Anzeige zu sehen – damit sie einmal sehen, wie es ist, keine grundlegenden Wahlmöglichkeiten zu haben.“ Das könnte vielleicht funktionieren, ginge es um Parlamentswahlen oder eine Wetteranzeige. “Because I Am a Girl” will aber weltweit Mädchen den Zugang zu Bildung erleichtern und der Kampf für Frauenrechte ist historisch Frauensache. Dass das bewußte Ausschließen von Männern diese zu Frauenrechtsaktivisten werden liesse, wäre super – wahrscheinlicher ist aber leider, dass einfach zementiert wird, dass sich Frauen um Frauenprobleme zu kümmern haben.

(via @ankegroener)


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Journalistinnen fordern Quote

28. Februar 2012 von Verena
Mit einem Brief an die Chefredaktionen von Zeitungen, Zeitschriften, Radiostationen und Fernsehsendern haben sich mehr als 350 Journalistinnen für eine Quote in journalistischen Führungspositionen ausgesprochen.
Tatsächlich sind nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 deutschen Tages- und Wochenzeitungen Frauen, von den 12 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind lediglich drei weiblich. Und auch in den Redaktionen der Nachrichtenmagazine stehen fast ausschließlich Männer an der Spitze. Es ist Zeit, etwas zu ändern.
Wir fordern, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Auch die Mädchenmannschaft beteiligt sich an der Initiative. Wir finden: “Ganz ehrlich: 30 Prozent Frauenanteil ist immer noch zuwenig. Aber ein Anfang.” Seit die Pro-Quote-Internetseite seit Sonntag Nachmittag online gegangen ist, gibt es schon fast 450 neue Unterschriften. Über weitere freuen sich die Initiative pro-quote und wir. Und Fan bei facebook könnt ihr außerdem werden.

Mädchenmannschaft: "Ganz ehrlich: 30 Prozent Frauenanteil ist immer noch zuwenig. Aber ein Anfang."


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Münchener Polizei bedient Vergewaltigungsmythen

27. Februar 2012 von Nadine

Ein Münchener Kulturzentrum, der örtliche Frauennotruf sowie das Jugend­kultur­werk wollen mit einer neuen Plakat- und Flyerkampagne auf sexualisierte Gewalt in Clubs und die Problematik von K.O.-Tropfen aufmerksam machen: “Nein meint Nein”, soll weibliche Gäste ermutigen “in heiklen Situationen ‘Nein’ zu sagen und sich Hilfe zu holen”, so sueddeutsche.de.

Es lässt sich darüber streiten, warum sich eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt in erster Linie an (potentiell) Betroffene und nicht an (potentielle) Täter richtet, viel skandalöser ist allerdings die Tatsache, dass die lokale Polizei die Kampagne nicht unterstützt:

Man sei überrascht, sagt Rainer Samietz vom Kommissariat zur Be­kämpfung von Sexualdelikten. Er kennt die Problematik mit den K.-o.-Tropfen; eine Häufung der Fälle kann er aber nicht bestätigen. Samietz sagt, dass auch Frauen “wahnsinnig viel trinken und dann nichts mehr wissen”. Würde weniger getrunken, hätte man weniger Fälle von sexuellen Übergriffen.

Wir erinnern uns an die Aussage eines kanadischen Polizisten, der Frauen riet, sich nicht wie “Schlampen” zu kleiden, damit sie nicht vergewaltigt würden. Dieses Victim Blaming löste die weltweite Protestwelle der SlutWalks aus. Auch Rainer Samietz bedient sich der gleichen Argumentation, wenn er Frauen rät, weniger Alkohol zu trinken. Schlimm genug, dass so jemand beim Kommissariat zur Be­kämpfung von Sexualdelikten arbeitet, wo sich die Polizei bei der Bekämpfung von sexualisierter Gewalt nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Es scheint nach wie vor völlig legitim zu sein, den Fokus nicht auf eine konsequente Täterarbeit zu richten, sondern potentiell Betroffenen Ratschläge zu erteilen, um ihnen im Fall eines Übergriffs deren Nichtbefolgung vorzuwerfen und somit eine Mitschuld an sexualisierter Gewalt zu geben. Alkoholkonsum, Kleidung und Aussehen von Betroffenen zählen nach wie vor zu den beliebten Erklärungsmustern, wenn es um Vergewaltigung geht. Dass diese jedoch allesamt Mythen sind zur Verharmlosung sexualisierter Gewalt, davon scheint ein Polizist im Kommissariat zur Bekämpfung von Sexualdelikten noch nichts vernommen zu haben.


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„Das Leben finden, bevor es dich einholt“

27. Februar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 94 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

A Wonderful Dream

Wie heißt du?
Raika

Seit wann bloggst du?
Eigentlich noch gar nicht so lange – seit März 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Um meinen Kopf frei zu kriegen. Oft sind mir Dinge sehr lange durch den Kopf geschwirrt und ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Manche gehen in solchen Situationen joggen, für mich hat es nur geholfen es aufzuschreiben. So kam es dazu, dass ich es einfach ins Internet schrieb. Anfangs war’s kaum öffentlich, zumindest hatte ich nicht herum erzählt, dass ich blogge.

Worüber schreibst du?
Über vieles was mich beschäftigt. Es sind immer noch die Dinge, die nicht aus meinem Kopf wollen. Trotzdem ist sehr viel Musik dazu gekommen, besonders isländische. Wenn ich die Zeit habe, mache ich Fotos und stelle diese dann auf mein Blog. Gerade erst zum Jahresanfang habe ich mit dem Project 365 begonnen, bei dem ich jeden Tag ein Foto mit einer Geschichte oder Zeilen poste, die am besten dazu passen. Ein genaues Thema habe ich nicht – der gemeinsame Nenner bin ich und ist meine Sicht auf die Welt.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Bei unserem Hochschulradio hatte ich eine Zeit lang viele Sendungen gemacht – ohne das Internet würde ich wohl heute immer noch in die Region um Mittweida senden ohne zu wissen, wie es überhaupt bei anderen ankommt. Nicht nur von Freunden habe ich Rückmeldungen bekommen, sogar neue Leute habe ich kennen gelernt, die mir schon oft geholfen haben. Die müssen eigentlich keine Rücksicht nehmen, wenn sie mich kritisieren, sie können es einfach alles frei raus sagen. Das ist schön – hoch lebe das Internet für diesen hervorragenden Backchannel!

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Schwarzer und Schröder: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

27. Februar 2012 von Jennifer
Dieser Text ist Teil 41 von 55 der Serie Meine Meinung

Sie hätten beide lachen müssen, berichtet Deutschlands bekannteste Feministin, EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer, in ihrem Blog von ihrem ersten Telefonat mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Kein Wunder, schließlich verlief das Gespräch doch für beide Seiten außerordentlich positiv: Kristina Schröder sicherte der Publizistin zu, dass ihr Ministerium künftig den 1984 auf Schwarzers Initiative als Feministisches Archiv und Dokumentations­zentrum” gegründeten FrauenMediaTurm in Köln fördern wird. Denn nachdem ausgerechnet die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die bis­herigen Fördermittel von 210.000 Euro auf 70.000 Euro gekürzt hatte, fürchtete Alice Schwarzer öffentlich um den Fortbestand des Archivs. Diese Sorge ist sie nun los: CDU-Politikerin Schröder sagte eine Förderung zu, mit der die von Rot-Grün ver­ur­sachte Finanzierungslücke genau geschlossen werden kann: exakt 150.000 Euro, vier Jahre lang.

Im Gegenzug wird die Bundesministerin für Familie, Frauen, Senioren und Jugend endlich auch von höchster feministischer Instanz von dem Vorwurf freigesprochen, sich zu wenig für Frauenrechte und Gleichstellung einzusetzen. Mehr noch: Schwarzer, die der jungen Politikerin noch im Jahre 2010  jegliche Befähigung für ihr Amt abgesprochen hatte (hier Schwarzers offener Brief an die Ministerin), weil diese sich zuvor in einem SPIEGEL-Interview ziemlich abschätzig über den Feminismus geäußert hatte, betont in ihrem Blog ausdrücklich, dass Schröder es gewesen sei, die angerufen und Hilfe angeboten habe.

Das sollte doch Wiedergutmachung genug sein für das bisherige Desinteresse der dafür zuständigen Ministerin an der weiteren tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in dieser Gesellschaft, nicht wahr? Frauenquote in den Vorstandsetagen der großen Unternehmen? Brauchen wir nicht! Betreuungsgeld? Nicht so schlimm! Hauptsache, das Feministische Archiv ist gerettet! (mehr …)


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Selbermach-Sonntag (26.02.2012)

26. Februar 2012 von Anna

Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen Und schon ist wieder Sonntag. Und wie jede Woche fragen wir euch an dieser Stelle: Was haben wir in den letzten Tagen verpasst, was ist euch aufgefallen, das wir übersehen haben? Schreibt es in die Kommentare!

Einen schönen Sonntag euch allen.


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PETA, VIVA und Swingerclubs: die Blogschau

25. Februar 2012 von Anna
Dieser Text ist Teil 149 von 265 der Serie Die Blogschau

Babykram & Kinderkacke erklärt uns, wie wir über die Organisation “Adopt a revolution” Revolutions_patinnen für die Aktivist_innen des Syrischen Frühlings werden können (der im Text verlinkte Beitrag aus der ZDF Mediathek ist dort anscheinend leider nicht mehr verfügbar geht wieder).

Theoriehappen gefällig? autotrans* & w.i.r. schreibt über Gewalt durch Sprache und “Verbindungen von Rassismus und Transphobie in LSBTI- Zusammenhängen”.

Ich kann mich denkwerkstatt nur aus vollstem Herzen anschließen: Bitte alle die Golden Girls schauen!

feministisches Bild aus Bügelperlen

Puzzlestücke zeigt, was Bügelperlen auch können

Afrikawissenschaft schreibt über die Dokumentation “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992″, der dieses Jahr bei der Berlinale gezeigt wurde.

Nochmal Berlinale: Ingeborg Boxhammer berichtet in einem Gastbeitrag bei l-talk über die Filme, die sie gesehen hat.

Lena Schimmel analysiert die Frauenfeindlichkeit im neuen PETA Werbespot.

Die 2. Riot Grrrl Compilation zum freien Download verfügbar! Bitte einmal hier entlang.

“Ich sehe was, was du nicht siehst” heißt ein “Lightfaden”, der in Zusammenarbeit mit dem Genderkompetenzzentrum entstanden ist. In diesem werden unter anderem folgende Fragen geklärt: “Wie werden Diversitäten und Machtverschränkungen im Bild hergestellt? Warum ist eine Strichfigur automatisch ein Strichmännchen?” Mehr erfahren und den Comic bestellen könnt ihr bei 123comics

““Schwul” ist keine Beleidigung und sollte als solche auch nicht verwendet werden”, so das Statement vom Musiksender VIVA, nachdem dieser auf der zugehörigen facebook Fanpage hunderte entsprechender Kommentare gelöscht hat. Alexander von Beyme meint “Bravo, Viva”.

Katrin Schuster schreibt auf VOCER anlässlich des Falles eines Münchner Ehepaares, das in einer Sendung über Swingerclubs unverpixelt gezeigt wurde über die im Fernsehen allgegenwärtigen Kuppeleiformate und Sex-“Dokumentationen”.

Die Gitarre als Phallussymbol? Jap! Beweisfotos gibt’s bei ProChange.

milenskaya schreibt über eine etwas seltsame Printkampagne (“get noticed”) und Postfeminismus. Wie das zusammenhängt erfahrt ihr hier.

Termine haben wir wie immer nach dem Klick gesammelt: (mehr …)


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Noch fix anmelden: Frauen in der Wissenschaft

24. Februar 2012 von Helga

Kurzentschlossenen Technik-Student_innen der TU Berlin steht vor dem Semesterbeginn noch ein Blockseminar ins Haus: „Was haben Natur- und Technik­wissenschaften mit Gender zu tun?“ Für die Veranstaltung im März ist der Anmeldeschluss am 27. Februar, im Sommersemester wird es die Veranstaltung noch einmal geben. Das Seminar ist Teil des Programms „Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften. Technik – Wissenschaft – Praxis“ für Studierende und Promovierende mathematischer, ingenieur-, natur- und technik- wissenschaftlicher Fächer – wer auch die weiteren Seminare belegt, kann mit einem Zertifkat zu Gender- und Diversitykompetenzen abschließen.

Am 6. März diskutieren in Berlin Vertreter_innen von Forschungsorganisationen über die Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Darunter sind Jutta All­mendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen. Bei den Problemen, Karriere in der Wissenschaft zu machen, soll es auch um die Hürden für Männer gehen – ob damit wohl die Vereinbarkeit von Familie und Job gemeint ist? Die Anmeldefrist ist der 28. Februar.


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