Archiv für March, 2008

Revolution am Küchentisch

Tuesday, March 18th, 2008 von Susanne

Heute schreibt Mareen Linnartz in der Frankfurter Rundschau über neue, junge Protagonistinnen und Protagonisten des deutschen Feminismus. Sie schreibt über Charlotte Roche und Thea Dorn, aber auch über uns und das Genderblog:

Revolution am Küchentisch und vom Bürosessel aus, mittels Büchern, Artikeln und natürlich Internetforen wie www.genderblog.de oder www.maedchenmannschaft.net. Dieser Feminismus ist beweglich, solidarisch, er richtet sich nicht gegen die Männer - sondern gegen gesellschaftliche Strukturen. Und der Weg zur echten Gleichberechtigung führt nur über die Emanzipation der Männer - damit die sich irgendwann hinstellen und sagen: Ich habe keine Lust, alleine eine Familie zu ernähren.

Insgesamt ein schöner Rundumblick, was gerade so passiert und wie sich der neue Feminismus selbst versteht.

(Foto über fr-online.de)

Neulich auf der Straße

Saturday, March 15th, 2008 von Barbara

(c) Yvonne

Von unserer Leserin Yvonne aus Duisburg bekamen wir dieses Foto zugeschickt. Eine Werbung für den Elektrospielzeugmarkt Saturn. Was diese Branche mit einer nackten Frau zu tun hat? Viel - sex sells everything, vom ipod über die CD bis zur Druckerpatrone.

Darüber gibt es übrigens auch ein ganzes Kapitel in unserem eben erschienenen Buch “Wir Alphamädchen”. Ein kurzer Auszug passend zum Thema:

Elektrogroßmärkte sind ein Eldorado für Männer – also muss eine nackte Frau in den Werbespot. Das erregt dann keinen Anstoß, wenn die Frau computeranimiert wirkt und weder Brustwarzen noch Schamhaare zu sehen sind. So entstand im Herbst 2007 die Saturn-Werbung „Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!“ Ein gutes Ende für die Verkaufsstrategen, die ihre Reklame mit nackter Frau nun überall zeigen können.

Sexismus des Tages

Thursday, March 13th, 2008 von Susanne

Frauenfeindlicher geht es kaum: das “Bitchcruiser”-Fahrrad, das wie einige andere Sachen den weiblichen Körper einfach mal hoppla-hopp zum Ding degradiert. Zum Kotzen.

Über Feministing

Auf nach Leipzig

Wednesday, March 12th, 2008 von Susanne

Wer von euch morgen, am Donnerstag, die Leipziger Buchmesse besucht, könnte um 15.30 Uhr auch mal zum Spiegel-Stand (Halle 3, Stand D200) schlendern, denn dort werden Meredith und Barbara über unser Buch und den jungen Feminismus sprechen, genauer: von der Spiegel-Redakteurin Merlind Theile über all das ausgegefragt werden. Ins Buch reinlesen könnt ihr am Hoffmann & Campe-Stand B200 in Halle 3.

Kurvige Frauen

Wednesday, March 12th, 2008 von Susanne

Heute Nacht sendet der NDR den Film “Echte Frauen haben Kurven” mit der wunder-wunderbaren America Ferrera. Leider sehr spät, erst um 0:30 Uhr - aber wer sich mit ein paar Espresso wachhalten kann, wird belohnt mit einem tollen Film über die Liebe zu sich selbst und zum eigenen Körper.

Kennt ihr die?

Tuesday, March 11th, 2008 von Mrs. Pepstein
Dieser Text ist Teil 4 von 11 der Serie Mrs. Pepsteins Muttiblog

Sie ist immer schon vor den anderen da. Im Kindergarten meldet sie sich schon bevor überhaupt freiwillige HelferInnen gesucht werden. In ihrer Schwangerschaft hat sie sich tonnenweise Lachsöl eingeflößt und natürlich niemals Kaffee getrunken. Sie hat einen Halbtagsjob („für die kleinen Extras“) von 10-14 Uhr, genug Zeit um nebenbei noch den Haushalt zu schmeißen und nachmittags die Kinder zu diversen Freizeitaktivitäten zu kutschieren.(C) Eva Hillreiner

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Die Rede ist von der „perfekten Mutter“. Ich nenne sie so, weil diese vom Perfektionismus getriebenen Wesen mir Angst machen. Deshalb weil sie anscheinend immer alles (besser) wissen, was ich schon immer wissen wollte und weil sie organisatorisch vieles schaffen, wovon ich nur träumen kann: Sie sind immer lieb und auf Augenhöhe mit ihren Kindern, sie sehen immer gut aus, egal wie kurz ihre Nacht war, und sie verteilen ihr über Jahre angehäuftes elitäres Mutterwissen häppchenweise an Auserwählte, ohne dabei arrogant zu wirken. Ich werde neidisch, neidisch auf so viel geballte Außenwirkung, neidisch auf „immer gut drauf“.

Doch dann denke ich darüber nach, wie es dazu kommen konnte, dass die „perfekte Mutter“ zu dem wurde, was sie heute ist. Sie musste und muss einiges entbehren: die Kinder sind ständig unter ihrer Betreuung, denn andere Menschen (im schlimmsten Fall inklusive des Vaters der Kinder) können ja nicht richtig auf die Kinder und ihre Bedürfnisse eingehen. Ihre Partnerschaft ist eigentlich auch seit Jahren im Eimer und echte Freundinnen hat sie auch keine mehr, weil sie immer nur über ihre Kinder geredet hat. In ihrem Job wird sie zwar akzeptiert, aber ihre Karriere wird allenfalls stagnieren und wenn sie mal älter ist und die Kinder aus dem Haus, was wird sie dann tun? Vielleicht wird sie sich dann erinnern, dass es eine Zeit gab, in der sie anderen Bedürfnissen nachgegangen ist, und zwar ihren eigenen, und es wird dann für sie ein ziemlich schwerer Weg sein, sich daran zu erinnern, welche Bedürfnisse das eigentlich waren.

Ihr lieben Mütter, die ihr nach Perfektion strebt (mich eingeschlossen): lasst mal fünfe gerade sein, denn die Jungs wollen auch was vom Mutterkuchen und eure Kinder wollen eine coole Mutter, die auch mal unterwegs ist und dann mit einem Blitzen in die Augen wieder nach Hause kommt, weil sie weiß, dass sie auch noch ein eigenes Leben hat. Ich versuche unperfekt zu bleiben, PeKip-Kurse kann ich eh nicht leiden und wenn ich das nächste mal um einen Gefallen gebeten werde, der irgendwas mit basteln, Kuchen backen oder saubermachen zu tun hat werde ich ganz mutig NEIN sagen.

Leseprobe: Wir Alphamädchen

Sunday, March 9th, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 4 von 19 der Serie Die Feministische Bibliothek

Am kommenden Freitag erscheint unser Buch “Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht” bei Hoffmann & Campe. Hier könnt ihr das leicht gekürzte Einstiegskapitel des Buches schon vorab lesen:

Darum ist Feminismus toll

Alle jungen Frauen wollen heute das Gleiche, nämlich: genauso viel verdienen wie Männer, die gleichen Aufstiegschancen, einen gleich großen Anteil an der Macht in unserem Land und nicht vor die Entscheidung »Kind oder Karriere« gestellt werden. Wir wollen uns in keiner Lebenssituation mehr einreden lassen: »Das gehört sich nicht für eine Frau« oder »Mädchen können das nicht«. All das sollte eigentlich selbstverständlich sein, und doch ist es das nicht. Wenn die Gleichberechtigung der Geschlechter in unserem Land schon Realität wäre müssten wir nicht darüber reden. Realität aber ist, dass wir weiter um Emanzipation kämpfen müssen, in fast allen Bereichen des Lebens. Je weiter diese Erkenntnis wächst, desto absurder klingen die oft strapazierten Worte »Ich bin keine Feministin, aber …« Schluss mit dem Quatsch! Wir sind Feministinnen. Alle. Weil wir doch alle genau das wollen, was auch der Feminismus will: gleiche Verhältnisse für Frau und Mann. Also sollten wir auch etwas dafür tun!

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Hohe Absätze → Knaller-Sex?

Sunday, March 9th, 2008 von Meredith

Gute Nachrichten für alle High Heel-Liebhaberinnen und -Liebhaber: Laut einer Studie aus Italien sind hohe Absätze gut für Gesundheit und Sexualität ihrer Trägerinnen.

Bild: Urban Outfitters

Eine Urologin an der Universität von Verona will heraus gefunden haben, dass Frauen, die ihre Füße in einem 15-Grad-Winkel zum Boden halten, weniger elektrische Aktivität in der Beckenbodenmuskulatur haben. Das bedeutet, dass diese entspannter bliebe und deswegen fitter, und daraus folgt: besserer Sex (und vermutlich eine robustere Blasenkontinenz). Ladys können sich also, wenn sie mögen, die langweiligen Beckenbodenübungen sparen und einfach regelmäßig schön hohe Schuhe anziehen.

Was allerdings Füße und Rückgrat nach einem Tag High Heels mit dem Sex-Drive anstellen, ist natürlich wieder eine andere Frage.

Feminismus aus allen Perspektiven

Sunday, March 9th, 2008 von Susanne

Der Genderblog hatte vor einiger Zeit zum Essay-Wettbewerb gerufen, seit gestern stehen drei Gewinnerinnen fest und die meisten der eingesendeten Texte gehen in den kommenden Tagen nach und nach online. Toll, dass so ein Potpourri aus Gedanken und Meinungen entsteht, wie ein Feminismus heute aussehen sollte.

Was heißt Feminismus heute?

Saturday, March 8th, 2008 von Susanne

Heute sendet das Deutsche Welle TV im Magazin “Kultur 21″ einen Beitrag über Feminismus heute, in dem auch wir zu sehen sein werden. Die deutschsprachige Version läuft um 19:30 Uhr, die englische Ausgabe des Magazins um 22:30 Uhr.